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Donald Trump kapert Titanic - Satire-Magazin holt sich Twitter-Account zurück

Die Titanic nutzte die Twitter-Sperre von Donald Trump kurzerhand für Satire. (Archivfoto)

Twitter sperrte nach den Ausschreitungen von Washington den Account von US-Präsident Trump. Am Donnerstag folgte die Überraschung.

Frankfurt – Donald Trump hat am Donnerstagnachmittag das Satire-Magazin Titanic übernommen – jedenfalls dessen Twitter-Kanal. „Germans, stand back and stand by! Thank you!“ war zwischenzeitlich im sozialen Netzwerk zu lesen. Nicht nur in diesem Tweet nahm die Titanic Bezug auf Deutschland. Gegen Nachmittag hieß es beispielsweise: „Looking forward to working together with future Reichskanzler Friedrich Merz. Always a good sport, that one! ATLANTIC BRIDGE.“

Trumps Twitter-Account war am Mittwochabend (06.01.2021) gesperrt worden. Seine 88 Millionen Follower wurden daraufhin für zwölf Stunden nicht mit Neuigkeiten aus dem Weißen Haus versorgt. Gegen 13.00 Uhr wurde diese Sperre wieder aufgehoben. Doch statt seinen eigenen Account zu nutzen, twitterte er auf dem Titanic-Kanal.

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Donald Trump twittert für Titanic – Magazin holt sich Account zurück

Am Abend dann das Comeback der Titanic auf ihrem eigenen Twitter-Kanal: „Sieg für die Demokratie! TITANIC hat Mr. Donald Trump verboten, seine Hassnachrichten weiter über diesen Kanal zu verbreiten“, war dort zu lesen. Nico Wehnemann, laut eigener Aussage „Vorsitzender und Volkskommissar bei Die PARTEI“ in Frankfurt, zeigte sich erleichtert: „Ich bin sehr froh, dass Donald Trump nun endlich seinen Account wieder hat. Auch die PARTEI hat sich „ganz oben“ bei Twitter für ihn eingesetzt“, sagte Wehnemann der Frankfurter Rundschau.

„Besonders begrüße ich den Bau des neuen Trump-Tower in Frankfurt, der nach unseren Informationen schon vor der Kommunalwahl eröffnet werden soll“, so Wehnemann. Damit bezog er sich auf einen Tweet des scheidenden US-Präsidenten, worin es hieß, dass er in Frankfurt einen Trump-Tower errichten wolle. Das nächste Fraktionsbüro solle in einem Penthouse des Towers eröffnet werden, ergänzte der Frankfurter Politiker. „Ich erwarte freudig den Sturm auf den Römer, denn: Trump und ich – wir kämen schon klar.“

Die Aktion des Satire-Magazins rief auf Twitter zahlreiche Reaktionen hervor. Ein Nutzer schrieb beispielsweise: „Erschreckt mich nicht so, ich dachte die Sperre von Trump sei schon wieder aufgehoben.“ Ein anderer twitterte: „Auf so etwas Verrücktes muss man erst mal kommen.“ (tu)

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