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Eine Wachsfigur von Donald Trump musste in einem Museum in Texas entfernt werden, da Besucher:innen diese immer wieder angegriffen. (Archivbild)
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Eine Wachsfigur von Donald Trump musste in einem Museum in Texas entfernt werden, da Besucher:innen diese immer wieder angegriffen. (Archivbild)

Texas

„Alle haben auf ihn eingeschlagen“ - Museumsbesucher verprügeln Donald Trump-Figur

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
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In einem Museum in den USA muss eine Wachsfigur von Donald Trump aufgrund von Angriffen entfernt werden. Beschädigungen in der Präsidentenabteilung sind für das Museum nichts Neues.

  • Statuen der Trump-Familie und andere Präsidenten-Statuen wurden in der Vergangenheit häufiger beschädigt.
  • Hinter den Aggressionen gegen die Wachsfiguren soll Frust über die Politik in den USA stecken.
  • Wegen der Corona-Pandemie kann die Figur von Donald Trump derzeit nicht repariert werden.

San Antonio – Ein Wachsmuseum in San Antonio, Texas, hat eine Wachsfigur von Donald Trump aus ihrer Ausstellung entfernen müssen. Museumsbesucher:innen hatten nicht aufgehört, der Figur des ehemaligen US-Präsidenten immer wieder ins Gesicht zu schlagen, berichteten die „San Antonio Express News“ am Donnerstag (18.03.2021).

Die Skulptur von Donald Trump sei in ein Lager gebracht worden, um sie vor Angriffen zu schützen, sagte Clay Stewart, Regionalmanager des Museums: „Die Leute haben die Figur geschlagen und zerkratzt und so viel Schaden angerichtet, dass das Management sie der Öffentlichkeit entzogen hat.“ Die Figur wurde zwischenzeitlich sogar in der Eingangshalle platziert, damit die Eintrittskontrolleur:innen einen Blick darauf haben konnten. Doch auch das hinderte Besucher:innen nicht daran, sich an der Wachs-Skulptur zu vergehen.

Wachsmuseum in den USA: Auch Barack Obama und George W. Bush wurden attackiert

Aber nicht nur Donald Trump war eine Zielscheibe der Besucher:innen, um Frust abzulassen. Auch die Figuren anderer ehemaliger US-Präsidenten wurden in der Vergangenheit heftig attackiert, berichtete das Museum. „Wir hatten schon immer Probleme mit der Präsidentenabteilung. Egal welcher Präsident es war - Bush, Obama oder Trump - alle haben auf sie eingeschlagen“, so Stewart. „Obamas Ohren wurden sechs Mal abgerissen. Bushs Nase beschädigt“, fügte er hinzu. Auch die Kratzer in Trumps Gesicht sollen sehr tief gewesen sein.

Als Grund für die Attacken auf die Figuren sieht Stewart Unzufriedenheit mit der Politik in den USA an. Barack Obama zum Beispiel soll nach einiger Zeit in Ruhe gelassen worden sein, nachdem er kein Präsident mehr war „Er wurde nicht mehr so ​​oft geschlagen, seit er sein Amt niedergelegt hat“, sagte Stewart. Als sich die Präsidentschaftskampagne 2020 im Frühsommer erhitzt hatte, sollen hingegen die Angriffe der Besucher:innen auf die Donald Trump-Figur zugenommen haben.

Denkmäler der Familie Trump waren in der Vergangenheit schon häufig ein Grund für Kontroversen. Eine Holzschnitzerei der ehemaligen First Lady, Melania Trump, wurde 2020 in ihrer Heimatstadt in Slowenien in Brand gesetzt.

Keine Reparatur für Donald Trump-Figur: Mangel an Künstler:innen wegen der Corona-Pandemie in den USA

Dass Trump aus dem Ausstellungsraum entfernt wurde, liege aber weniger daran, dass seine Beliebtheit schwanke, als mehr daran, dass er repariert werden müsse, teilte das Museum mit. Es sei ganz normal, dass die Wachsfiguren von Zeit zu Zeit repariert werden müssten, so die PR-Direktorin des Museums, Suzanne Smagala-Potts. Die Obama-Wachsfigur wurde mehrmals zur Reparatur nach Orlando verschifft. Die Trump-Statue jedoch muss noch etwas länger durchhalten, bevor ihre Beschädigungen ausgebessert werden können. Aufgrund der Corona-Pandemie besteht ein großer Mangel an Künstler:innen in den USA, welche Aufgaben wie diese ausführen können.

Ripley Entertainment, die Firma, der das Wachsmuseum in San Antonio gehört, ließ noch zwei weitere Wachsstatuen von Donald Trump erstellen. Neben San Antonio noch für ein anderes Museum in Texas, in Grand Prairie, sowie eine dritte Figur für das Wachsmuseum Louis Tussaud in Niagara Falls, Ontario. Im Museum in Grand Prairie soll es keinen einzigen Angriff auf die Trump-Figur gegeben haben. Warum die Figuren so unterschiedlich behandelt würden, sei ein Rätsel, teilte das Museum mit.

Die Trump-Figur in San Antonio wird wahrscheinlich erst wieder ausgestellt, wenn das Museum eine Skulptur von US-Präsident Joe Biden erhält. (Anna Charlotte Groos)

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