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Ehemaliger Berater von Donald Trump: Steve Bannon wird der Prozess gemacht

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Von: Moritz Serif

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Steve Bannon wird angeklagt. Zuvor hatte der Ex-Berater von Donald Trump noch versucht, die Klage abzuwenden. Jedoch ohne Erfolg.

Washington D.C. – Steve Bannon, ehemaliger Berater von Ex-Präsident Donald Trump, wird am Montag (18. Juli) wegen Behinderung des Kongresses der Prozess gemacht. Der 68-jährige frühere Chefstratege hatte im vergangenen Jahr eine Vorladung des parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar 2021 ignoriert und die Übergabe von Dokumenten verweigert.

Bannon lenkte zuvor ein und wolle nun doch vor dem Untersuchungsausschuss zum Kapitol-Sturm aussagen. Bundesrichter Carl Nichols lehnte es jedoch ab, den geplanten Prozessauftakt zu verschieben. Er sehe „keinen Grund“, das Verfahren weiter hinauszuzögern, sagte der Richter.

Steve Bannon wird der Prozess gemacht – was beim Untersuchungsausschuss herauskam

Beim Untersuchungsausschuss kam heraus, dass Donald Trump „einen Bürgerkrieg forderte“. Außerdem hat der Ex-Präsident seine gewaltbereiten Anhängerinnen und Anhänger „zu den Waffen“ gerufen. Der Tweet „diente für viele der treuesten Anhänger von Präsident Trump als Aufruf zum Handeln, und in manchen Fällen als Ruf zu den Waffen“, sagte Stephanie Murphy, demokratische Abgeordnete.

Steve Bannon muss sich vor Gericht verantworten.
Steve Bannon muss sich vor Gericht verantworten (Archivbild). © G. Ronald Lopez/picture alliance/dpa/ZUMA Wire

Der Politiker Jamie Raskin sagte, der Tweet habe Trumps Anhänger „elektrisiert und aufgerüttelt, besonders die gefährlichen Extremisten bei den Oath Keepers, den Proud Boys und anderen rassistischen und nationalistischen Gruppen, die einen Kampf gegen die Regierung suchten“.

Donald Trump versuchte Einfluss auf den Untersuchungsausschuss zu nehmen

Der Republikaner versucht zudem Einfluss auf den Ausschuss zu nehmen. „Nach unserer letzten Anhörung versuchte Präsident Trump, einen Zeugen in unserer Untersuchung anzurufen – einen Zeugen, den Sie bei diesen Anhörungen noch nicht gesehen haben“, sagte Liz Cheney, stellvertretende Ausschussvorsitzende. Der anonyme Zeuge habe das Gespräch allerdings nicht entgegengenommen und informierte seinen Anwalt über den Anrufversuch.

„Der Anwalt hat uns informiert und dieser Ausschuss hat diese Informationen an das Justizministerium weitergegeben“, erklärte sie und warnte den Ex-Präsidenten. „Lassen Sie mich noch einmal sagen: Wir werden jeden Versuch, Zeugenaussagen zu beeinflussen, sehr ernst nehmen.“

Rudy Giuliani fürchtet, dass Trump angeklagt wird

Rudy Giuliani, ehemaliger persönlicher Anwalt des Ex-Präsidenten, fürchtet übrigens, dass Trump angeklagt werde. Donald Trump hätte besser vorbeugende Maßnahmen ergreifen, um sich beispielsweise selbst zu begnadigen. Laut der New York Times soll der Republikaner das tatsächlich in Erwägung gezogen haben. (mse mit dpa/AFP)

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