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Donald Trump, hier mit Josh Barnett (l) und Fedor Emelianenko, ist dem Kampfsport schon lange verbunden. (Archivbild)
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Donald Trump, hier mit Josh Barnett (l) und Fedor Emelianenko, ist dem Kampfsport schon lange verbunden. (Archivbild)

Belfort gegen Holyfield

Donald Trump wechselt die Branche und kommentiert jetzt Boxkämpfe

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Kein Spaß: Donald Trump kündigt seinen Auftritt als Co-Kommentator eines Box-Kampfs an. Im Ring stehen sich Evander Holyfield und Vitor Belfort gegenüber.

Hollywood (Florida) - Vom Weißen Haus in die Kommentatoren-Kabine eines Box-Kampfes. Eine derartige Entwicklung bekommt auf dieser Welt nur einer hin: Donald Trump. Der 75 Jahre alte ehemalige US-Präsident, Immobilienmakler, Hotelier und Casino-Besitzer, kündigte an, sein berufliches Profil an diesem Samstag (11.09.2021) zu erweitern und einen Boxkampf in einem Hotel der „Hardrock“-Gruppe zu kommentieren.

Im Ring stehen sich dort der 58 Jahre alte Evander Holyfield und der 44 Jahre alte Vitor Belfort gegenüber. Für Holyfield, einst Weltmeister im Schwergewichtsboxen, ist es der erste Profi-Boxkampf seit mehr als zehn Jahren. Für Belfort ist es der erste. Der brasilianische Kämpfer kommt aus dem Mixed-Martial-Arts (MMA) und hatte seinen letzten Profi-Kampf im Ultimate Fighting Championship (UFC) vor drei Jahren. Vor über 16 Jahren war er UFC-Weltmeister im Halbschwergewicht. Nun stehen sich die beiden Veteranen ihrer Sportarten also im Boxring gegenüber - begleitet von Donald Trump.

Donald Trump liebt „großartige Kämpfer und großartige Kämpfe“

„Ich liebe großartige Kämpfer und großartige Kämpfe“, ließ Donald Trump in einer Pressemitteilung die Welt wissen. „Ich freue mich sehr auf diesen Samstag und darauf, meine Gedanken vond er Ringseite aus zu teilen. Ihr wollt dieses spezielle Event nicht verpassen!“

Dieser besondere Boxkampf kam allerdings nur zustande, weil ein anderer älterer Herr und ehemaliger Weltklasseboxer seinen Auftritt absagen musste. Oscar De La Hoya, 48 Jahre alt und einst Weltmeister in sechs verschiedenen Gewichtsklassen, musste sich aufgrund einer Corona-Erkrankung vom geplanten Kampf gegen Belfort abmelden. Holyfield sagte kurzfristig zu, die Sport-Operette im „Hardrock-Hotel“ in Hollywood, Florida, war gerettet.

Die Protagonisten
Donald TrumpEhemaliger Präsident, 75 Jahre
Evander HolyfieldEhemaliger Boxweltmeister, 58 Jahre
Vitor BelforEhemaliger UFC-Weltmeister, 44 Jahre

Donald Trump und seine lange Karriere in der Welt des Kampfsports

Für Donald Trump ist es nicht der erste Ausflug in die Welt bizarrer Kampfsportveranstaltungen. Noch als New Yorker Immobilienmakler hatte Trump einst eine Rolle in der Showkampf-Wrestling-Soap-Opera des World Wrestling Council, deren Chef Vince McMahon ein guter Freund der Trumps ist. Später half Trump auch Dana White, Präsident der UFC, in dem er dem damals noch verruchten MMA-Sport eine Bühne in seinem Hotel in Atlantic-City bot, als kein anderer Veranstalter die brutal anmutenden Kämpfe bei sich haben wollte. White revanchierte sich bei Trump mit einer Dankesrede auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner. Als Präsident und in der Zeit danach besuchten die Trumps, namentlich Donald Senior sowie Donald Trump Junior und Eric Trump, regelmäßig UFC-Veranstaltungen - zuletzt den Kampf zwischen Dustin Poirier und Conor McGregor.

Donald Trump und Evander Holyfield bei dessen Kampf gegen George Foreman 1991.

Kämpfe zwischen Rentnern des Sports gegen Menschen, die in dem Sport nie Profi waren oder andere Rentner, haben zurzeit vor allem in den USA Hochkonjunktur. Ex-Boxweltmeister Floyd Mayweather trat vor kurzem gegen Youtuber Logan Paul an. Dessen Bruder boxte sich mit den MMA-Kämpfern Ben Askren und Tyron Woodley. Auch Mike Tyson trat vor kurzem erneut in den Ring und gegen Roy Jones Junior an.

Offenbar hat die Menschheit also ein gesteigertes Interesse an alten Männern im Boxring. Oder der Sport liegt derart am Boden, dass er nichts anderes mehr zu bieten hat als alte abgehalfterte ehemalige Stars. In beiden Fällen passt Donald Trump irgendwie sehr gut dazu. (Daniel Dillmann)

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