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Donald Trump
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Donald Trump-Anhänger wurden zur Weihnachtszeit Opfer eines Spendenbetruges. (Symbolfoto)

USA

Donald-Trump-Fans abgezockt: Dreister Spendenbetrug mit Weihnachtskarte

  • Andreas Apetz
    VonAndreas Apetz
    schließen

Fans von Donald Trump werden zur Weihnachtszeit aufgefordert, eine Weihnachtskarte des Präsidenten zu kaufen. Das Geld sollte ihn aber nie erreichen.

Washington – Die Abkürzung PAC steht für Political Action Committee und bezeichnet Organisationen, die Spenden zur Unterstützung der Kandidaten im amerikanischen Wahlkampf sammeln. Während der US-Präsidentschaftswahl sind PACs gang und gäbe. Auch Donald Trump gründete nach seiner Amtsenthebung einen sogenannten Super-PAC, um noch mehr Spendengelder zu erhalten, die ihn bei der US-Zwischenwahl 2022 unterstützen sollen. Wie man das PAC-System ausnutzen kann, zeigte nun ein 34-jähriger Texaner.

Matthew Tunstall soll mit zwei weiteren Personen während des Präsidentschaftswahlkampfs im Jahr 2016 Spenden in Höhe von etwa 3,5 Millionen Dollar gesammelt und in die eigene Tasche gesteckt haben. Mittels automatisierter Telefonanrufe hätten die drei Männer vorgegeben, Geld für Donald Trump und Hillary Clinton zu sammeln. Über diesen Fall berichtete das Justizministerium der Vereinigten Staaten. Über die Jahre hinweg gründeten Tunstall und seine Kollegen immer wieder neue Fake-PACs. Erst im November 2021 konnte der Texaner geschnappt werden. Zu diesem Zeitpunkt lief bereits ein neuer Spendenaufruf: „Donald Trump sendet Weihnachtsgrüße.“

Ex-Präsident Donald Trump wünscht frohe Weihnachten: Menschen werden abgezockt

Im Jahr 2019 startete Tunstall seine „Campaign to Support the President“. Bis zu seiner Inhaftierung am 9. November 2021 wurden mehr als 128.000 Fake-Telefonanrufe abgesetzt, um Spendengelder zu sammeln. Die Telefonkampagne lief noch bis zum 30. November weiter und hatte bis zuletzt 166.000 Anrufe getätigt.

„Im Namen der gesamten Trump-Familie wünschen wir allen ein frohes Weihnachtsfest und einen sehr, sehr guten Rutsch ins Neue Jahr“, wünschte eine künstlich generierte Stimme von Donald Trump bei den Fake-Calls im November. Im Anschluss wurden Hörerinnen und Hörer dazu aufgefordert, 35 Dollar zu spenden. „Präsident Trump will, dass jeder das Weihnachtsfest und die Feiertage feiert – auch Sie. [...] Holen Sie sich Ihre Trump Familien-Weihnachtskarte für den Betrag von mindestens 35 US-Dollar.“

Spenden-Betrug um Donald Trump: Fake-Anrufe werden weitergehen

Mit der Inhaftierung des 34-jährigen Texaners endet auch einer der größten „Robocall“-Skandale der USA. Mittlerweile ist Tunstalls Trump-Campaign auf Eis gelegt. Auf Nachforschungen des Nachrichtensenders CNN seien die für die Fake-Anrufe genutzten Nummern vom „Netz getrennt“ worden. Das im Jahr 2019 gegründete PAC erwirtschaftete schätzungsweise 193.000 Dollar. Kein Geld, das die Gruppe gesammelt hat, ging direkt an Trump oder seine Kampagne.

Aaron Foss ist Gründer der sogenannten NoMoRobo-App und Spezialist für Fake-Anrufe, wie Tunstall sie betrieben hat. Der Experte ist auch nach der Inhaftierung des Betrügers skeptisch: „Es ist ein kontinuierliches Katz-und-Maus-Spiel. Wir sehen bereits Nachahmer, die ähnliche Nachrichten [wie Tunstall] versenden. Solange Menschen auf diese Art von Betrug hereinfallen, wird es immer so weitergehen.“ (aa)

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