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Eric Trump (ganz links) hatte die Geschäfte der „Trump Organization“ von seinem Vater Donald übernommen.

Antrag der New Yorker Generalstaatsanwältin

Trump-Sohn Eric muss vor Gericht aussagen

  • Marcel Richters
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Eric Trump, Donald Trumps Sohn, muss nach einem Antrag der New Yorker Generalstaatsanwältin vor Gericht. Trump wollte die Anhörung bis nach den Wahlen verschieben.

  • Eric Trump muss nach einem Antrag der New Yorker Generalstaatsanwältin vor Gericht aussagen.
  • Es geht um den Verdacht illegaler Finanzgeschäfte des Unternehmens von Donald Trump.
  • Trump hatte seine Anhörung bis nach den Wahlen verschieben wollen.

New York - Eric Trump, der dritte Sohn von US-Präsident Donald Trump, muss bis zum 7. Oktober vor Gericht aussagen. Ein Gericht hatte einem entsprechenden Antrag der Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, stattgegeben. Außerdem müssen Unterlagen zu Finanzgeschäften offen gelegt werden.

Vorwurf des Betrugs gegen „Trump Organization“

Grund für die Aussage von Eric Trump und die Offenlegung der Unterlagen ist eine Untersuchung zu Finanzgeschäften des Unternehmens der Trump-Familie, der „Trump Organization“. Die Organisation dient der Trump-Familie als Schirmgesellschaft für die Verwaltung verschiedener Unternehmen und Immobilien. Es steht der Vorwurf im Raum, das Unternehmen habe falsche Angaben über den Wert von Immobilien gemacht, um Steuern zu sparen und Kredite zu bekommen. Eric Trump ist seit dem Wechsel seines Vaters in das Weiße Haus der Geschäftsführer der „Trump Organization“.

Im Juli hatte Eric Trump es abgelehnt, einer Vorladung der Generalstaatsanwältin zu folgen. Später hatte er angegeben, der Vorladung folgen zu wollen, aber erst nach den Präsidentschaftswahlen in den USA am 2. November. Vorher habe er Termine, hatte Trump als Grund für die Verschiebung der Anhörung genannt.

Gericht ordnet Anhörung von Eric Trump an

Dieser Argumentation war das Gericht allerdings nicht gefolgt. James wertete die Entscheidung des Gerichts als Erfolg für den Rechtsstaat. „Die Anordnung des Gerichts macht deutlich, dass niemand über dem Gesetz steht. Weder eine Organisation, noch ein Individuum mit dem Namen Trump“, so James in einer Stellungnahme.

Die Untersuchungen ins Rollen gebracht hatte eine Aussage des ehemaligen Anwalts von Donald Trump, Michael Cohen. Der hatte unter Eid zu Protokoll gegeben, dass die „Trump Organization“ für diverse Gebäude falsche Angaben gemacht hatte. Darunter der „Trump International Hotel and Tower“ in Chicago und das Gebäude „40 Wallstreet“. Eric Trump bestreitet die Vorwürfe bisher. (Von Marcel Richters)

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