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Wetterte gegen die eigenen Bodyguards: Ex-Präsident Donald Trump.
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Wetterte gegen die eigenen Bodyguards: Ex-Präsident Donald Trump.

USA

Donald Trump mag keine „fette Typen“ beim Secret Service

  • Daniel Dillmann
    vonDaniel Dillmann
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Die Beziehungen der Familie Trump zu ihrem Sicherheitspersonal sind Thema eines neuen Buches. Donald Trump soll sich im Ton vergriffen haben.

USA - Die Trumps und der Secret Service - eine etwas mehr als vierjährige Beziehung, die Skandale, Legenden und vieles mehr produziert hat. Mal brachte der einstige Vizepräsident Mike Pence auf seinen Reisen das Sicherheitspersonal der höchsten Regierungsbeamten in Luxus-Hotels seines Chefs Donald Trump unter. Ein andermal gerieten Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner in die Schlagzeilen, weil sie ihren Leibwächtern verboten, eine ihrer Toiletten zu benutzen.

Ein neues Buch beschäftigt sich nun mit der Beziehung, die Donalds jüngste Tochter Tiffany Trump und ihre Ex-Schwägerin Vanessa Trump zu ihren Bodyguards gepflegt haben sollen. Geschrieben hat es Carol Leonnig. Es trägt den Titel „Zero Fail: The Rise and Fall of the Secret Service“ (Keine Fehler: Aufstieg und Fall des Secret Service). Der Guardian erhielt eine Vorabkopie, aus der die britische Zeitung nun berichtet.

Familie Trump und der Secret Service: Romantische Beziehungen mit den Agenten

In ihrem Buch beschreibt die zweimal mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Investigativ-Journalistin die Beziehung, die sowohl Tiffany als auch Vanessa zu ihren Bodyguards gepflegt haben sollen. Vanessa Trump war von 2005 bis 2018 mit Donald Trump Jr. verheiratet. Die 43 Jahre alte Schauspielerin hat fünf Kinder mit dem ältesten Sohn des abgewählten Präsidenten. Im März 2018 reichte sie die Scheidung ein.

Vanessa Trump, Lara Trump und Tiffany Trumop: Drei Trumps, zwei sollen Beziehungen zu Secret Service Agenten gehabt haben.

Beide Frauen sollen zu Agenten des Secret Service romantische Beziehungen gepflegt haben. Vanessa habe sich mehrfach mit einem Agenten getroffen, weil der zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr mit ihrem Schutz beauftragt war, blieb er von disziplinarischen Maßnahmen verschont. Tiffany soll nach der Trennung von ihrem Freund eine „unübliche lange Zeit mit einem Secret Service Agenten alleine verbracht“ haben. Das Führungspersonal soll bereits „besorgt“ gewesen sein über die „enge Beziehung von Tiffany Trump zu dem Agenten“. Der Mann sei umgehend versetzt worden.

Den Mitgliedern des Secret Service ist es grundsätzlich untersagt, Beziehungen zu ihren Schutzbefohlenen aufzubauen. Dadurch sollen Fehler oder Fehleinschätzungen vermieden werden. Die Chance war während der Trump-Administration ungleich höher als bei den vorigen. Im Vergleich zu der Obama-Regierung verdoppelten sich die Sicherheitsausgaben des Secret Service unter Donald Trump. Das lag unter anderem an der schieren Größe der Familie Trump. Neben Ivanka, Tiffany und Donald Jr. mussten auch Eric Trump und Barron Trump beschützt werden, dazu noch Trumps Ehefrau, First Lady Melania Trump. Dazu kam noch die hohe Reisefreudigkeit der Trumps. Kurz vor Ende seiner Amtszeit verlängerte Donald Trump schnell den Schutz seiner Familie um weitere sechs Monate, was den Staat wiederum hunderttausende Dollar kostete.

Donald Trump will keine „fetten Typen“ als Bodyguards

Eine ganz besondere Beziehung hatte wie eingangs erwähnt auch Donald Trump zu seinen Personenschützern. Laut Leonnig war die aber weniger von Romantik, dafür mehr von Diskriminierung geprägt. „Ich will diese fetten Typen aus meinem Dienst“, soll Trump zu einem Zeitpunkt gesagt haben - und den Gedanken mit einer rhetorischen Frage auch ausgebaut haben: „Wie sollen die mich und meine Familie beschützen, wenn sie nicht mal die Straße runterrennen können?“

Donald Trump

Alle Informationen und Neuigkeiten zum 45. Präsidenten der USA finden Sie in unseren Trump-News.

Während der Dienst für viele Agenten des Secret Service seit des Wahlsiegs von Joe Biden und Kamala Harris sicher einfacher geworden ist, hat sich die Situation für andere gar nicht verändert - und wird es auch nicht in den kommenden Jahren. Laut US-Gesetz genießt jeder US-Präsident den Schutz der Agenten auch noch zehn Jahre nach Ende seiner Amtszeit. Donald Trump darf also noch bis 2031 auf den Schutz der staatlichen Bodyguards vertrauen. Im Falle eines erneuten Wahlsiegs würde sich der Zeitraum selbstredend verlängern. (Daniel Dillmann)

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