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US-Wahl 2020

Donald Trump wünscht sich Zeit als US-Präsident zurück: „Ich vermisse es“

  • Ines Alberti
    vonInes Alberti
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Donald Trump befindet sich derzeit in einem unfreiwilligen Ruhestand. In einem TV-Interview spart er nicht mit Kritik an der neuen Regierung.

  • Donald Trump vermisst die Zeit als US-Präsident.
  • In einem Interview mit dem rechten TV-Sender „Newsmax“ gab er einen Ausblick auf die US-Wahl 2024 und beharrte auf dem angeblichen Wahlbetrug.
  • Trump-News: Nachrichten zum 45. Präsidenten der USA.

Palm Beach/Washington, D.C. - Vor rund eineinhalb Monaten ist Donald Trump ungewollt aus seinem Präsidentschaftsamt befördert worden - für ihn kam das unvermittelt, glaubt er doch noch immer daran, der rechtmäßige Gewinner der US-Wahl 2020 zu sein. Die gewonnene Freizeit könnte er für vieles nutzen, etwa zum Golfspielen. In seiner Zeit als US-Präsident hat er dem Portal „Trump Golf Count“ zufolge immerhin 298 Tage auf dem Golfplatz verbracht.

Aber man will bekanntlich ja immer das, was man nicht haben kann. Und so wünscht sich Donald Trump seine Zeit als Präsident der USA zurück.

In einem Interview mit dem Sender „Newsmax“ antwortete Trump auf die Frage, ob er es vermisse, Präsident zu sein: „Das tue ich“. Und er nutzte direkt im Anschluss die Chance, die neue Regierung unter Joe Biden im Fernsehen zu kritisieren. „Und wir waren bereit für einen Deal mit Iran, wir waren bereit - es wäre ein großartiger Deal gewesen. Ich habe den Deal gesehen, über den sie jetzt sprechen - er ist ein Desaster.“ Donald Trump redete im Präsens, als wäre er noch im Amt, wie er das Militär aus dem Mittleren Osten abziehe und zahlreiche Soldat:innen nach Hause bringe.

Im Ruhestand: Donald Trump spricht auf einer Veranstaltung. Doch er vermisst die Zeit als US-Präsident, hat er zugegeben.

Donald Trump greift Biden-Regierung an

Donald Trump kritisierte außerdem, dass die USA ein Vermögen ausgäben, um andere „reiche“ Länder zu schützen, die es nicht würdigten und auch nicht dafür bezahlten. „Wir bezahlen dafür“, so Trump. „Alles lief großartig und dann hatten wir eine eklige, und offen gesagt, eine verlogene Wahl und sie wurde gestohlen. Und es ist schade, aber ihr werdet sehen, was passiert.“

Für die Wahl 2024 sagte Donald Trump „sehr viele großartige Abstimmungen“ voraus. In der Vergangenheit hatte er angedeutet, sich eine erneute Kandidatur 2024 vorstellen zu können. Während Trump eine Lobesrede auf seine Verdienste abhielt, versuchte Moderator Greg Kelly mehrfach erfolglos, das Wort zu ergreifen.

Schlussendlich kam Kelly durch und fragte Trump, ob er sich rückblickend wünsche, in manchen Situationen einen anderen Ton angeschlagen zu haben oder es beim nächsten Mal anders machen wolle. Dass der Ex-Präsident nicht gerade für selbstkritische Reflexion bekannt ist, bewies er mit seiner Antwort erneut. „Vielleicht, aber ich bin nicht sicher, ob ich dann hätte gewählt werden können, weil ich viel gekämpft habe. Ich habe gegen die Fake News gekämpft“, sagte Trump. Joe Biden werde von den Medien allerdings anders behandelt; Trump deutete an, ihm habe man härtere Fragen gestellt als Biden. „Haltet es wenigstens gleich“, sagte er. Er könne sich jedoch vorstellen, dass man einen sanfteren Ton anschlagen könnte, wenn man schon einmal gewählt war.

Donald Trump: „Hillary Clinton ist die wütendste Person“

Donald Trump ließ es sich ferner nicht nehmen, seine Rivalin bei der US-Wahl 2016 aufs Korn zu nehmen: „Wissen Sie, wer die wütendste Person in diesem Land ist? Hillary Clinton. Weil sie sagt: ‚Warum haben die das nicht für mich gemacht? Warum haben sie keine Stimmen in Michigan erschaffen? Warum haben sie keine Stimmen in manchen dieser Staaten erschaffen?‘“ Trumps Theorie nach sei bei der Wahl 2016 nicht betrogen worden, weil sein Team für 2020 viel besser aufgestellt gewesen sei. Deshalb habe er „angeblich verloren“. Er und viele andere wüssten aber, dass das nicht der Wahrheit entspreche. Auch vier Monate nach der US-Wahl 2020 hat Donald Trump seine Wahlniederlage also noch nicht akzeptiert. (Ines Alberti)

Rubriklistenbild: © Paul Hennessy

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