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Donald Trump am Mount Rushmore
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Donald Trump bei seiner Rede am Mount Rushmore im US-Bundesstaat South Dakota. (Archivfoto)

Ex-Präsident

Bizarrer Plan: „Nationaler Heldengarten“ für Donald Trump - mit 244 Statuen seiner Wahl

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Donald Trump wollte einen „nationalen Heldengarten“ erbauen lassen. Wer geehrt werden sollte, wollte er selbst aussuchen.

Washington D.C/Keystone. – Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit als US-Präsident hat Donald Trump ein Dekret unterschrieben, das einen riesigen Statuen-Park zu Ehren der „größten US-Amerikaner“ vorsah. Das Dokument trug die Überschrift „Aufbau des nationalen Gartens amerikanischer Helden“. Es war vorgesehen, dass insgesamt 244 Personen im Park geehrt werden sollten.

Trumps Initiative ist und war – wenig überraschend – politisch motiviert: Im unterschriebenen Dekret war unter anderem von „gefährlichem, antiamerikanischem Extremismus“ die Rede. Dieser versuche die Institutionen, die Geschichte und die Identität der USA zu „demontieren“. Seine Idee vom Statuen-Park präsentierte er schließlich bei einer Rede am Mount Rushmore in South Dakota. Dort sind die ehemaligen US-Präsidenten Washington, Lincoln, Jefferson und Roosevelt in Stein gehauen. Das berichten die Nachrichtenagenturen AP und Reuters übereinstimmend.

Donald Trumps Auswahl „provokativ“ – Fachleute von Ex-Präsident geschockt

Die Bearbeitung der Liste, auf welcher definiert wurde, welche 244 Personen geehrt werden sollten, oblag nur Trump höchstpersönlich. Als Details davon öffentlich wurden, herrschte große Verwirrung, da die Kriterien seiner Auswahl höchst fragwürdig erschienen. Auf der Liste waren unter anderem die Namen von Sängerin Whitney Houston oder Moderator Alex Trebek zu finden. „Die Auswahl variiert von merkwürdig über ziemlich unangemessen bis hin zu provokativ“, sagte James R. Grossman, Chef der „American Historical Association“, der Washington Post.

„Aufbau des Nationalen Gartens amerikanischer Helden“

Hier finden Sie das Dokument, was Trump unterschrieben hat.

Karen Cox, Professorin für Geschichte an der Universität von North Carolina, betonte: „Es ist einfach so willkürlich.“ Trumps Kalkül sei problematisch, so Cox. Er gehe keineswegs auf die Realität und Probleme der Menschen ein.

Selbst falls Trump die US-Wahl 2020 für sich entschieden hätte, wäre es fragwürdig gewesen, ob der „nationale Garten amerikanischer Helden“ je umgesetzt worden wäre. Beispielsweise wurde die Finanzierung nie geklärt. Joe Biden hat nun die Exekutivanordnung widerrufen – und Trumps Planungen damit ein Ende gesetzt.

Vergangenes Jahr wurde zudem bekannt, dass Trump offenbar plante, sich am Mount Rushmore ein Denkmal setzen zu lassen. (tu)

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