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Nach Oprah-Interview

Entspannung bei den Royals? Harry spricht offenbar wieder mit seinem Vater und Bruder

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Das Interview von Meghan und Harry mit Oprah Winfrey wird viel diskutiert. Jetzt scheint sich die Situation bei den Royals etwas zu entspannen.

  • Prinz Harry und Herzogin Meghan haben Oprah Winfrey ein Interview gegeben.
  • Das Paar wirft dem britischen Königshaus Rassismus und Mobbing vor, was zum Bruch mit den Royals geführt habe.
  • Aus Frankreich äußert sich das Satire-Magazin Charlie Hebdo zum Fall, aus Großbritannien der Journalist Piers Morgan. Aus den USA spricht neben Donald Trump Jr. nun auch sein Vater Donald Trump.

+++ 09.00 Uhr: Prinz Harry hat zum ersten Mal seit seinem und Meghans bahnbrechendem Interview mit Oprah Winfrey Anfang des Monats Kontakt zu seinem Vater Prinz Charles und seinem älteren Bruder Prinz William aufgenommen. Dies teilte Gayle King, Co-Moderatorin von „CBS This Morning“, am Dienstag (16.03.2021) mit. „Ich habe die beiden angerufen, um zu erfahren, wie es ihnen geht, und es ist wahr, dass Harry mit seinem Bruder und auch mit seinem Vater gesprochen hat“, so King, die eine Freundin des Paares ist.

Die Gespräche wären allerdings nicht besonders produktiv gewesen, so King. Der Herzog und die Herzogin von Sussex hätten jedoch gesagt, sie seien froh, dass sie einen Dialog mit der königlichen Familie aufgenommen hätten. Ihr Ziel wäre es, dass die Familie wieder normal miteinander umgehen würde.

Herzogin Meghan (l-r), Prinz Harry und Prinz William. (Archivfoto 2018)

Donald Trump über Meghan Markle: „Ich bin kein Fan von ihr“

Update vom 17.03.2021, 08:00 Uhr: Die Familie Trump ist nicht besonders gut auf Meghan Markle zu sprechen. Schon in der Vergangenheit hatte sich Donald Trump Jr. despektierlich gegenüber der Ehefrau von Prinz Harry geäußert („Sie ist kein Engel“). Da will sein Vater, der ehemalige Präsident der USA, natürlich nicht nachstehen. Gegenüber dem Sender Fox News wiederholte Donald Trump am Dienstag (16.03.2021) seine Aussagen: „Ich bin kein Fan von Meghan“, sagte Trump und stellte sich gleichzeitig hinter das britische Königshaus. Er habe Königin Elizabeth getroffen und diese sei eine „unglaubliche Person“, so Trump.

Die Moderatorin des konservativen Senders fragte den Republikaner, was er von Spekulationen halte, dass die amerikanische Staatsbürgerin Meghan sich für die Demokraten um das Präsidentenamt bemühen könnte. Trump antwortete: „Ich hoffe, das wird passieren.“ Falls sie kandidieren würde, wäre er „noch stärker“ geneigt, sich erneut um die Präsidentschaft zu bewerben, sagte Trump.

Donald Trump ist kein Anhänger von Meghan Markle.

„Jetzt sehen es alle“: Donald Trump lästert über Meghan Markle

Update vom 15.03.2021, 12:00 Uhr: Zuerst hatte Donald Trump Jr. mit seinen Äußerungen über Meghan Markle für Empörung gesorgt. Nun meldete sich auch sein Vater, Ex-Präsident Donald Trump, bei einem Auftritt in Steve Bannons Podcast mit Trumps ehemaligem leitenden Berater Jason Miller zu Wort.

Interview von Meghan und Harry– Donald Trump fühlt mit Piers Morgan

Miller zitierte Donald Trump mit den Worten: „Meghan ist nicht gut. Ich habe das immer wieder gesagt und jetzt sehen es alle.“ Trump hatte sich in der Vergangenheit bereits mehrmals negativ über Meghan Markle geäußert, er sei „kein Fan von ihr“; 2019 bezeichnete er sie unter anderem als „scheußlich“ („nasty“), so „Daily Mail“ am Montag (15.03.).

Trump habe entschieden, dass eine öffentliche Reaktion auf das Interview keine gute Idee sei, sagte Miller, wie die Zeitung „Daily Mail“ mitteilte. „Wenn du etwas Negatives über Meghan Markle sagst, wirst du „abgesägt“. Schauen Sie sich Piers Morgan an“, so Trump im Podcast. Der Journalist hatte kürzlich seinen Posten im Frühstücksfernsehen „Good Morning Britain“ verloren, nachdem er Meghan Markle vorgeworfen hatte, mit ihren Äußerungen über Rassismus im englischen Königshaus und ihre Suizidgedanken gelogen zu haben und damit eine große Empörungswelle hervorrief.

Bei Ofcom, der britischen Kommunikationsbehörde, seien mehr als 41.000 Beschwerden eingegangen, darunter eine von Meghan Markle selbst, wie „Daily Mail“ mitteilte. Sie habe ihre Bedenken darüber geäußert, welche Auswirkungen Piers Kommentare auf Menschen mit psychischen Problemen haben könnten. Trump jedoch verteidigte den Journalisten: „Ich bin im Team Piers. Piers ist der Beste, der Größte. Das ist nur ein neues Kapitel unserer Kultur gegen Meinungsfreiheit“, so Trump laut „Daily Mail“. Nach Morgans Abgang soll es mindestens drei Petitionen mit mehr als 240.000 Unterschriften gegeben haben, in denen die Wiedereinstellung von Morgan gefordert wurde. Dieser teilte jedoch mit, nicht zur Show zurückzukehren, so „Daily Mail“.

Meghan und Harry: Häme nach Interview setzt sich fort - Jetzt sorgt Charlie Hebdo für Empörung

Update vom 14.03.2021, 22.10 Uhr: Nach Donald Trump Jr. und etlichen Kommentatorinnen und Kommentatoren auf Fox News schaltet sich nun auch „Charlie Hebdo“ in die Debatte um das Interview von Meghan Markle und Prinz Harry ein. Ihr Titelbild zur Causa sorgt für flächendeckende Empörung.

Dort zu sehen ist die Queen, wie sie auf dem Hals von Meghan kniet. Darüber die Zeile: „Warum Meghan den Buckhingham Palast verlassen hat.“ Die Szene ist eine eindeutige Anspielung auf den Tod von George Floyd in den USA, der im Zuge einer Festnahme gestorben war. Auf Floyds Hals hatte damals minutenlang ein Polizist gekniet.

Meghan Markle, Herzogin von Sussex teilte ihre Bedenken darüber, welche Auswirkungen Piers Morgans Kommentare im Fernsehen auf Menschen mit psychischen Problemen haben könnten. (Archivbild)

Queen kniet auf Meghan: Cover löst Sturm der Entrüstung aus

Um die Anspielung auch jedem verständlich zu machen, steht in einer Sprechblase von Meghan: „Weil ich nicht mehr atmen konnte.“ Auch Floyd hatte bei seiner Festnahme mehrfach gerufen, dass er keine Luft mehr bekommen würde.

Das Cover des französischen Satire-Magazins sorgte auf Twitter für einen wahren Sturm der Entrüstung. Den Verantwortlichen bei „Charlie Hebdo“ wird dort Rassismus und Taktlosigkeit vorgeworfen.

Donald Trump Jr. hetzt gegen Meghan Markle

Erstmeldung vom 13.03.2021: London/Los Angeles – Das Fernsehinterview von Meghan und Prinz Harry mit US-Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey war in den USA am Sonntag (07.03.2021) und in Großbritannien am Montag (08.03.2021) ausgestrahlt worden. Am Dienstagabend (09.03.2021) ließ Königin Elizabeth II. eine Erklärung dazu veröffentlichen. Darin hieß es, sie nehme die von Harry und Meghan geäußerten Rassismus-Vorwürfe „sehr ernst“. „Die aufgeworfenen Fragen, insbesondere die, die sich auf Rassismus beziehen, sind besorgniserregend“, erklärte die 94-jährige Monarchin.

Britische Medien haben die Reaktion der Queen auf das Interview ihres Enkels Prinz Harry und dessen Frau Meghan als Versöhnungsgeste trotz teils verschiedener Sichtweisen interpretiert. Die Königsfamilie reiche dem im Exil lebenden Paar damit einen „Olivenzweig“, schrieb die Zeitung „Metro“ am Mittwoch. „Diese Botschaft war sehr vernünftig, ruhig, großzügig (...) und in einem Geist der Versöhnung“, sagte Hugo Vickers, Autor mehrerer Royals-Biografien, in der BBC.

Die Debatte um das Interview von Meghan Markle und Prinz Harry mit Oprah Winfrey setzt sich fort.

Prinz Harry und Meghan Markle: Prinz Charles schweigt

Der britische Thronfolger Prinz Charles ging bei einem öffentlichen Auftritt nicht auf die Vorwürfe ein. Der „Evening Standard“ berichtete danach jedoch unter Berufung auf eine Quelle im Palast, Charles sei „enttäuscht“ über Harrys und Meghans Äußerungen. „Der Prinz ist stolz auf die Diversität dieses Landes und ist der Ansicht, dass die Diversität der modernen britischen Gesellschaft ihre größte Stärke ist“, sagte die Quelle demnach zu den Rassismus-Vorwürfen.

Prinz Harry und Meghan Markle: Donald Trump Jr. veröffentlicht Video

Weniger versöhnlich klingen da einige Stimmen aus den USA. Besonders der Sohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hat seine eigene Meinung zum Interview. Donald Trump Jr. warf Meghan Markle vor, sie habe Prinz Harry einer „Gehirnwäsche“ unterzogen. Trump veröffentlichte am Dienstag (09.03.2021) ein siebenminütiges Video, in dem er seine Sicht der Dinge schildert.

„Tun wir jetzt so, als wäre Meghan Markle nicht die Art von Person, die nach all dieser Aufmerksamkeit gesucht hat? Es sieht doch so aus, als ob es bei all den Handlungen in ihrem Leben darum ging, Aufmerksamkeit für sich selbst zu bekommen.“

Mit ganz eigener Sicht der Dinge: Donald Trump Junior.

Donald Trump Jr. hat das Interview mit Oprah Winfrey selbst nicht gesehen

Donald Trump Jr. gibt allerdings im Video zu, dass er das Interview gar nicht gesehen habe, was ihn aber nicht davon abhält, Ratschläge zu erteilen. Nach Trumps Auffassung wurde Prinz Harry durch seine Beziehung zu Meghan Markle „verändert“. „Hat sie jemals in eine Kamera geschaut, ohne es zu lieben?“, fragt Trump in seinem Video-Statement. „Ich fühle wirklich mit Harry. Er wirkt wie ein Typ in einem Geisel-Video. Es kommt mir vor, als hätte man ihn einer Art Gehirnwäsche unterzogen.“

Trump fügt weiter an, dass er Meghan Markle nicht persönlich kenne, aber er wisse „von Leuten, die für sie arbeiten und sagen, dass sie kein Engel ist“. Er schließt mit dem Statement: „Tun wir also nicht so, als wäre dies eine nette und bescheidene, warme Frau, die keine Ahnung hatte, worauf sie sich einließ.“ (Stefan Krieger)

Rubriklistenbild: © Victoria Jones

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