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Donald Trump, hier in Alamo in Texas, beim Besuch der Grenze zu Mexiko.
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Donald Trump, hier in Alamo in Texas, beim Besuch der Grenze zu Mexiko.

USA

Donald Trump: Regen lässt Teile seiner Mauer einstürzen

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Die Mauer an der Grenze zu Mexiko war einst Donald Trumps Lieblingsthema. Doch monsunartiger Regen lässt den Wall in sich zusammenfallen.

San Bernardino Ranch (USA) - Etwas mehr als 1.000 Kilometer lang ist der Zaun, den Donald Trump immer nur „Mauer“ nennt. Der Wall sollte die Einwanderung aus dem Süden in die USA erschweren, was laut Statistik auch gelingt. Und er sollte verhindern, dass Drogen aus den Anbaugebieten in Südamerika ihren Weg zu den Konsument:innen in den USA und Kanada finden, was laut Statistik aber weiterhin sehr gut funktioniert.

Doch nun fallen große Teile der Grenzbefestigung in sich zusammen. Unweit von San Bernadino Ranch, einer historischen Touristenattraktion im US-Bundesstaat Arizona, hatten monsunartige Regenfälle den Boden derart aufgeschwemmt, dass sich Tore in Donald Trumps Metallzaun aus den Verankerungen gelöst haben. Darüber berichtet hatte zunächst die Umweltschutzorganisation Cuenca de Los Ojos, die sich der Flora und Fauna im Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko widmet. Aufgegriffen wurde die Meldung vom US-Nachrichtenportal Gizmodo.

Donald Trump und die Mauer: „Erinnert Euch an meine Worte“

Genau dieses Portal hatte bereits vor mehr als einem Jahr davor gewarnt, dass „Donald Trumps rassistische Grenzmauer“ zwar Kosten in Milliardenhöhe verursachen, den Entwicklungen in der Klimakrise aber keinen Tribut zollen würde. Als Beispiel wurden Überschwemmungen infolge von Starkregen angeführt. Trump, selbst lautstarker Skeptiker des Klimawandels, hatte sich in Sachen Mauer stets als Macher inszeniert. Die Grenze sollte schnell befestigt werden, die Kosten gering ausfallen und die Rechnung werde ohnehin von Mexiko bezahlt. „Erinnert Euch an meine Worte“, hatte Donald Trump seinen Fans im Wahlkampf 2016 immer wieder zugerufen. Die hatten mit „Build the Wall“-Sprechchören (baut die Mauer) geantwortet.

Donald Trump: Was wird jetzt aus seiner Mauer an der Grenze zu Mexiko?

Dann aber kam doch alles anders. Die Kosten für den Mauerbau explodierten, aus der Mauer wurde ein Zaun, Mexiko bezahlte für diesen keinen Cent. Donald Trump erklärte einen Notstand an der Grenze, nur um Geld aus anderen Projekten des Bundes in die Mauer pumpen zu können. Umwelt- und daraus resultierende Statik-Probleme wischte der ehemalige Präsident zur Seite. Bauunternehmen liefern sich bis heute Rechtsstreitigkeiten mit Grundbesitzern, Behörden und Umweltschutzorganisationen.

Dennoch gelang es Donald Trump, zum Abschied aus seinem Amt rund 727 Kilometer neue Grenzbefestigung zu errichten. Wie es mit der Mauer weitergeht, bleibt aber unklar. US-Präsident Joe Biden ließ die Mauer zunächst weiterbauen, verhängte aber schließlich ein Baumoratorium für die Grenzbefestigungen. Die Tore, die der Regen in Arizona öffnete, bleiben also zunächst geöffnet. (Daniel Dillmann)

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