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Skandal in Donald Trumps Golf-Resort Mar-a-Lago

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Von: Ares Abasi

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Mitglieder in Donald Trumps Golf-Resort Mar-a-Lago in Florida sollen Patientenakten von Kriegsveteranen verkauft haben.

Palm Beach – Donald Trump liebt sein Golf-Resort Mar-a-Lago. Und auch seine Freunde lassen es sich dort gutgehen. Doch dem einen oder anderen scheinen ihre Privilegien zu Kopf zu steigen. Wie jetzt die investigativ-journalistische Organisation „ProPublica“ berichtet, sollen drei Mitglieder des Golf-Resorts versucht haben, die Krankenakten von Kriegsveteranen zu Geld zu machen. „ProPublica“ fordert eine Untersuchung des Kongresses und bezeichnete die drei Mitglieder als wohlhabende Zivilisten, die keine Regierungs- oder Militärerfahrung haben.

Bereits 2018 berichtete „ProPublica“, dass ein Trio aus dem Mar-a-Lago Resort politische Entscheidungen für die zweitgrößte Behörde der US-Bundesregierung treffe, obwohl es ihnen an politischer und militärischer Erfahrung mangele. Während frühere Berichte zeigten, dass das Trio an Finanzierungen und Vertragsabschlüssen beteiligt war, war ihr Interesse an den Patientendaten als Einnahmequelle bisher nicht bekannt.

Mar-a-Lago: Unternehmer verhandelt mit Apple und Johnson & Johnson

„Patientendaten sind in meinen Augen das wertvollste Kapital, das das Kriegsveteranenministerium besitzt“, schrieb ein Berater im Juni 2017 in einer Mail, die am vergangenen Montag (27.09.2021) von Demokraten beim „Ausschuss für Aufsicht und Reform“, veröffentlicht wurde. Sie könnten zu vielen hundert Millionen US-Dollar gemacht werden, wenn der Zugriff an große Firmen verkauft werde. Der Berater, Terry Fadem, betrieb ein privates, gemeinnütziges Unternehmen für Bruce Moskowitz, einem Arzt aus Florida. Moskowitz soll einer von den drei Mitarbeitern Trumps sein, die an dem Vorfall beteiligt waren. Das Trio ist unter dem Namen „Mar-a-Lago-Bande“ bekannt.

Donald Trump in seinem Anwesen in Mar-a-Lago, Florida.
Mitglieder von Donald Trumps Golf-Resort in Mar-a-Lago sollen Patientenakten von Kriegsveteranen verkauft haben. (Archivfoto) © Andrew Harnik/dpa

Als Antwort auf Fadems Mail sagte Moskowitz zum Leiter des Kriegsveteranenministeriums, David Shulkin, dass er den Plan mit interessierten Firmen wie Johnson & Johnson, CVS und Apple abgesprochen hätte. Shulkin antwortete nach Angaben der Dokumente, dass er die Idee gut finde. Wie die Mails zeigen, drängten hohe Beamte darauf, dass Fadem als Unternehmer entlassen werden müsse. Das Kriegsveteranenministerium stellt medizinische Versorgung für mehr als neun Millionen Kriegsveteranen bereit. (Ares Abasi)

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