„Liberal Privilege"

Trotz peinlichem Rechtschreib-Patzer: Trump Jr erhält mächtige Unterstützung

  • Sophia Lother
    vonSophia Lother
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Auch nach dem Rechtschreib-Debakel lässt sich Donald Trump Jr von der Veröffentlichung seines Buches nicht abbringen. Jetzt hat er für seine Pläne mächtige Unterstützung.

  • Donald Trump Junior bewirbt sein neues Buch.
  • In „Liberal Privilege" will er die Machenschaften von Joe Biden aufdecken.
  • Bei dem Verkauf wollen die Republikaner unterstützen.

Update vom Donnerstag, 10.00 Uhr: Mit seinem geplanten Buch „Liberal Privilege“ will der Sohn von US-Präsident Donald Trump die Missetaten von Präsidentschaftskandidat Joe Binden aufdecken. Nachdem er erst prahlte, dass er sein Buch ohne Hilfe im Eigenverlag verkaufen möchte, berichten US-Medien nun, dass er beim Verkauf vom Nationalkomitee der Republikaner unterstützt wird.

Demnach soll das Komitee Donald Trump Junior unter die Arme greifen, indem es zahlreiche Kopien seines Buchs kauft und gegen Spenden für die Republikanische Partei in Höhe von 75 Dollar anbietet. Eine ähnliche Spendenaktion organisierte das Komitee bereits letztes Jahr für Trump Juniors vorheriges Buch „Triggered“. Dem Republikanischen Nationalkomitee wurde damals vorgeworfen, es hätte mit der Umsatzsteigerung zum Ziel, das Buch in die „New York Times“-Bestsellerliste zu bringen.

Donald Trump Junior veröffentlicht neues Buch – und will die Missetaten von Joe Biden aufdecken

Erstmeldung vom Dienstag, 14.07.2020, 13.04 Uhr: USA - Es soll das ganz große Enthüllungsbuch schlechthin werden. In „Liberal Privilege“ möchte Donald Trump Junior offenlegen, was bisher versäumt wurde. Es soll zeigen, mit welchen Missetaten Präsidentschaftskandidat Joe Biden bisher davonkam, kündigt Trump Junior in einem Tweet an.

Gegenüber der Nachrichtenplattform Axios versprach der Sohn von Donald Trump Großes. Er würde in seinem Buch ein Bild des Trump-Herausforderers bei den kommenden US-Präsidentschaftswahlen zeichnen, das „die Presse ignoriert“. Und mit großen Tönen ging es weiter. Denn auch der Verlagsbranche wolle er ein Schnippchen schlagen.

Ohne Hilfe von außen wolle Donald Trump Junior via Twitter fünf Millionen und via Instagram drei Millionen Menschen erreichen und sein Buch so im Eigenverlag an den Amerikaner und die Amerikanerin bringen. Ganz der Vater Donald Trump, was die großspurigen Ankündigungen betrifft. Doch das scheint gründlich in die Hose gegangen zu sein.

Donald Trump Junior veröffentlicht neues Buch im Eigenverlag: Peinliche Rechtschreibfehler auf Buchcover

Denn der Lektor oder die Lektorin eines Verlags hätten Trump Junior wahrscheinlich vor Fehlern bewahren können, die ihn jetzt zur Lachnummer im Internet gemacht haben. Denn in der Unterzeile seines Buchcovers ist ein grammatikalischer Rechtschreibfehler. Hier heißt es: „Joe Biden and the Democrat‘s Defense of the Indefensible“. Eine Schreibweise, deren deutsches Pendant landläufig als „Deppenapostroph“ bezeichnet wird. Richtig müsste dort allerdings stehen „Democrats‘“, denn so wird der Genitiv im Englischen bei einem Wort im Plural nun mal gebildet.

Und nicht nur das. Weiterhin wird bemängelt, dass es eher „Best-Selling“ statt „Best Selling“ heißen sollte. Außerdem wird diskutiert, ob vor dem Kürzel Jr. auf dem Buchcover nicht ein Komma stehen sollte. Ob es sich bei seinem vorhergehenden Buch „Triggered“ um einen Bestseller handelt, wurde ebenso vielerorts infrage gestellt. Vorwürfe kamen auf, das Buch habe es durch Masseneinkäufe auf die Bestsellerliste geschafft. Die „New York Times“ hatte das Buch auf Platz eins ihrer Liste eigens deshalb mit einem Dolch-Symbol versehen.

Donald Trump Junior: „Liberal Privilege“ voll mit „ekelhaften Lügen“ – sagt Sprecher von Joe Biden

Rechtschreibfehler auf dem Buchcover? Kann bei Donald Trump Jr. manchmal passieren.

Insgesamt also ein trauriges Ergebnis des Eigenverlags von Donald Trump Junior. Drei mögliche Rechtschreibfehler allein auf dem Cover lassen kaum Hoffnung aufkommen. Ob Trump Junior bei seiner Buchrecherche über den Herausforderer seines Vaters bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 ähnlich unsauber vorgegangen ist, bleibt abzuwarten.

Noch ist nämlich unklar, worum genau sich das neue Buch „Liberal Privilege“ von Donald Trump Junior drehen wird, das er nach eigenen Angaben in einer Hütte in den Catskill Bergen beim Fliegenfischen geschrieben haben will. Klar ist für den Pressesprecher von Joe Biden allerdings, dass das Buch „mit ekelhaften Lügen und Verleumdungen“ gefüllt sein wird. Dies sei nur einer von vielen verzweifelten und peinlichen Versuchen, die Menschen „vom stümperhaften Umgang des Präsidenten mit dem Coronavirus“ abzulenken. (Von Sophia Lother)

Auch Donald Trumps Nichte Mary hat ein Buch veröffentlicht. In diesem will sie erklären, wie US-Präsident Donald Trump wurde, was er heute ist. Das Urteil über ihren Onkel fällt denkbar schlecht aus.

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Rubriklistenbild: © Francis R. Malasig

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