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Donald Trump Jr. blamiert sich mit einem Witz auf der CPAC-Konferenz in Dallas, Texas (USA).
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Donald Trump Jr. blamiert sich mit einem Witz auf der CPAC-Konferenz in Dallas, Texas (USA).

CPAC-Konferenz

Donald Trump Jr. erzählt einen Witz – und blamiert sich

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Sie machen während einer Rede einen Witz – und niemand lacht. Jetzt wissen Sie, wie Donald Tump Jr. sich kürzlich gefühlt haben muss.

Dallas – Die Veranstaltung war eine Party unter Gleichgesinnten. Treue Fans, Familienmitglieder und Donald Trump selbst waren anwesend. Der ehemalige Präsident wiederholte auf der CPAC-Konferenz einmal mehr seine haltlosen Vorwürfe gegen die US-Wahl 2020. Die Menge dankte es ihm mit frenetischem Jubel. Eine Meinungsumfrage unter den Anwesenden, wen die Republikaner für die nächste Wahl 2024 nominieren sollten, gewann Donald Trump – wenig überraschend – sehr deutlich.

Dann kam sein ältester Sohn, Donald Trump Jr. Der Filius des ehemaligen Präsidenten ist bereits seit längerem auf der Suche nach einer Aufgabe. Er war Geschäftsführer der Trump Organization, dem Familien-Konzern, gegen den in New York Anklagen wegen Steuerbetrugs und Bilanzfälschung laufen. Dann kokettierte er mit dem Vorsitz der NRA, der mächtigen Waffenlobby in den USA, denn Donald Trump Jr. liebt Waffen und die Jagd, wie sonst nur sein Bruder Eric Trump. Auch eine politische Karriere strebte der 43-Jährige laut US-Medien vorübergehend an. Nebenbei scheint sich Junior auch als Influencer in sozialen Medien zu versuchen, in denen er regelmäßig Videos verbreitet, die manchmal Gelächter, manchmal ernste Sorge um seinen Gesundheitszustand auslösen.

Donald Trump Jr. blamiert sich auf CPAC-Konferenz

Doch aus all dem wurde bislang nichts. Eine klare Rolle hat Donald Trump Jr. in der Zeit nach der Präsidentschaft seines Vaters für sich noch nicht gefunden. Solange das der Fall ist, sekundiert er Donald Senior mit Reden auf zahlreichen Veranstaltungen. Er sprach unter anderem am 6. Januar in Washington D.C., kurz bevor ein Mob dort das Kapitol stürmte. Und auch bei der CPAC-Konferenz in Dallas ergriff er das Wort.

Zunächst feierte Donald Trump Jr. Texas, das seit 40 Jahren bei allen Präsidentschaftswahlen in fester Hand der Republikaner ist. Das Publikum in der drittgrößten Stadt des Bundesstaates zog er damit zielsicher auf seine Seite. Dann aber probierte sich der gebürtige New Yorker an spitzfindigen Witzen. Das misslang völlig.

Donald Trump Jr. spielt auf Streit in Austin an

„Texas hat die Anklage immer geführt“, sagte Donald Trump Jr. und setzte fort: „Bis vor ein paar Monaten, dann übernahm Austin. Ich weiß auch nicht Leute. Ihr seid immer noch in den Top 25. Da müssen wir dran arbeiten, diese Leute haben ihren Verstand verloren.“ Es folgte eisige Stille, durchbrochen nur von einzelnen Rufen. Das breite Grinsen verschwand aus dem Donald Trump Jrs Gesicht. Deutlich verunsichert fragte er die Menge: „Oder?“

Wahrscheinlich spielte Donald Trump Jr. mit den wirren Worten auf den Widerstand der Demokraten gegen die Änderung des Wahlgesetzes im liberal geprägten Austin an. In der Bundeshauptstadt von Texas haben diese bislang erfolgreich ein Gesetzesentwurf blockiert, der ihrer Meinung nach das Wahlrecht von Minderheiten beschneiden würde. Die Breitseite auf einen schwelenden Konflikt in Texas kam aber bei den Anwesenden so gar nicht gut an.

Vielleicht meinte Junior aber auch etwas ganz anderes. Es wird wohl sein Geheimnis bleiben. (Daniel Dillmann)

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