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Peter Wehner, ehemaliger Redenschreiber für drei US-Präsidenten, hat eine klare Meinung zu Donald Trump Jr.
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Peter Wehner, ehemaliger Redenschreiber für drei US-Präsidenten, hat eine klare Meinung zu Donald Trump Jr.

USA

Konservativer attackiert Donald Trump Jr.: „Korrupt, unbeholfen und banal“

  • Melanie Gottschalk
    VonMelanie Gottschalk
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Ein ehemaliger Mitarbeiter des Weißen Hauses macht seinem Ärger über den Sohn des früheren Präsidenten Donald Trump Luft.

Washington D.C. – Peter Wehner, ein ehemaliger Redenschreiber für die US-Präsidenten Ronald Reagan, George H. W. Bush und George W. Bush, hat ganz unverblümt in seiner Kolumne für die Zeitschrift The Atlantic Donald Trump Jr. attackiert. Der Sohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hatte zuletzt über „biblische Prinzipien“ gesprochen. Wehner kritisierte ihn dafür und nannte ihn einen unreifen Opportunisten.

Donald Trump Jr. hatte in der vergangenen Woche auf einer Veranstaltung der rechtskonservativen studentischen Organisation Turning Point USA gesprochen. „Wir haben unsere andere Wange hingehalten und ich verstehe irgendwie den Bibel-Bezug, ich verstehe diese Mentalität, aber es hat uns nichts gebracht. OK?“, wird er auf dem Portal Rawstory zitiert.

Peter Wehner attackiert Donald Trump Jr.

Diese Anspielung rief Peter Wehner auf den Plan, der in der Vergangenheit bereits seinen christlichen Glauben nutzte, um für konservative Politik zu sprechen, stellte aber gleichzeitig auch immer heraus, dass der ehemalige US-Präsident Donald Trump im Gegensatz zu Wehners Glauben stehen würde.

Die Aussagen von Donald Trump Junior haben Peter Wehner deshalb dazu bewegt, in seiner Kolumne in der Zeitschrift The Atlantic noch einmal klar zu machen, was er von der Familie des ehemaligen Präsidenten hält. „Donald Trump Jr. ist sowohl unattraktiv als auch uninteressant. Er kombiniert in seiner Person Korruption, Unbeholfenheit und Banalität. Er ist ständig gekränkt und besessen davon, die Linken zu trollen. Eine primitive, eindimensionale Figur, die es außerordentlich gut geschafft hat, alle versöhnenden Qualitäten, die er vielleicht hat, von der Öffentlichkeit fernzuhalten“, schreibt Wehner über den Sohn von Donald Trump.

Donald Trump Jr. als „Chef-Gesandter der MAGA-Welt“

Doch damit noch nicht genug, denn Wehner hat noch einiges zu Donald Trump Jr. zu sagen. Zwar müsse der Sohn des ehemaligen US-Präsidenten eigentlich ignoriert werden, doch er sei der „Chef-Gesandte der MAGA-Welt“ und würde das auch bei jeder Gelegenheit herausschreien. „Make America Great Again“ (MAGA) ist die Kampagne von Donald Trump, mit der er schon 2016 erfolgreich auf Stimmenfang ging – und die Kampagne deshalb niemals aufgegeben hat.

„In seiner Rede malte Don Jr. ein Szenario, in dem Trump-Anhänger:innen einer unerbittlichen Attacke eines bösen und brutalen Feindes ausgesetzt sind. Er stellt es als existenziellen Kampf zwischen Gut und Böse dar. Eine Seite muss sich durchsetzen, die andere muss zerstört werden. Der Sohn des ehemaligen US-Präsidenten hat eine Nachricht für die Millionen von Christ:innen, die die Basis der GOP bilden: Die Schriften sind im Wesentlichen ein Handbuch für Trottel“, wird Peter Wehner auf dem Portal Rawstory zitiert.

Peter Wehner hofft auf Abkehr von der Trump-Familie

Peter Wehner beschreibt die Worte von Donald Trump Jr. als „Trumpian-Ethik“ – und hat eine Hoffnung für die Zukunft. „Es gibt viele GOP-Gouverneur:innen und andere bei den Republikanern, die eine andere Ethik verkörpern. Um den Willen der Partei und ihres Landes hoffe ich, dass sie an Einfluss gewinnen“, schreibt er in seiner Kolumne für die Zeitschrift The Atlantic. Doch er weiß auch, dass das nicht so einfach ist. „Ich verstehe, dass viele Amerikaner:innen und einige Republikaner gerne von der Trump-Familie abrrückten würden. Doch die Trump-Familie und die MAGA-Welt lassen uns nicht. Und sie geben alles, um das beizubehalten.“ (msb)

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