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Donald Trump zu Besuch auf seinem Golfplatz Trump International in der Nähe von Aberdeen in Schottland. (Archivbild)
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Donald Trump zu Besuch auf seinem Golfplatz Trump International in der Nähe von Aberdeen in Schottland. (Archivbild)

Ehemaliger US-Präsident

Donald Trump: Corona-Millionenhilfe für Golfresorts in Schottland

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
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Donald Trump kassiert für seine Luxus-Golfresorts in Schottland finanzielle Hilfen in Millionenhöhe. Doch es gibt etliche Ungereimtheiten.

Edinburgh/London – Der ehemalige US-Präsident Donald Trump ist bekanntermaßen ein leidenschaftlicher Golfspieler. Dazu muss er allerdings keine fremden Golfclubs besuchen – denn er ist selbst Besitzer zahlreicher luxuriöser Golfresorts auf der ganzen Welt. Zwei davon befinden sich in Schottland – in Ayrshire im Südwesten des Landes sowie in der Nähe von Aberdeen im Nordosten.

Aufgrund von finanziellen Einbußen durch die Corona-Pandemie hat Trump nun Hilfen in Höhe von insgesamt 3 Millionen Pfund für seine beiden Golfplätze in Schottland von der britischen Regierung erhalten. Dies zeigen neu veröffentlichte Bilanzen, die dem britischen Nachrichtenportal The Independent vorliegen.

Schottland: Donald Trump erhält Corona-Hilfen von der britischen Regierung für seine Golfresorts

Von März bis Juli 2020 sowie von November bis April 2021 musste das Golfresort Trump Turnberry in Ayrshire aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen werden. Laut dem britischen Companies House, das das Handelsregister in Großbritannien führt, hat die Trump-Holdinggesellschaft Golf Recreation Scotland Ltd, der das Golfresort gehört, allein im Jahr 2020 einen Verlust von 4,55 Millionen US-Dollar (3,4 Millionen Pfund) erlitten. Der Umsatz soll damit um ganze 50 Prozent gesunken sein. Der Golfplatz Trump International in Aberdeen meldete für denselben Zeitraum einen Verlust von 1,74 Millionen Dollar (1,3 Millionen Pfund).

Nachdem die Zahl der Mitarbeiter:innen der Trump Turnberry während des Lockdowns von rund 541 auf 289 reduziert worden war, übernahm die britische Regierung teilweise die Kosten des Gehalts und zahlte mehr als 3 Millionen Dollar (2,3 Millionen Pfund) an das Unternehmen aus.

Trump: Bisher nicht veröffentlichte Hilfen von der Regierung während der Corona-Pandemie

Die BBC berichtete zudem, dass SLC Turnberry, eine Tochtergesellschaft von Golf Recreation Scotland, von Januar bis August 2021 zwischen 582.000 und 1,47 Millionen Dollar (435.000 und 1,1 Mio. Pfund) an zusätzlichen Geldern erhalten hat, die von der britischen Regierung nicht veröffentlicht worden sind.

Eric Trump, Direktor von SLC Turnberry, Vizepräsident der Trump Organization und Sohn von Donald Trump, unterzeichnete laut The Independent eine Erklärung des Golf-Unternehmens, in der es heißt: „Die Unterstützung der Regierung war hilfreich, um so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten, aber die Ungewissheit über die Dauer der Unterstützung und die anhaltenden Auswirkungen der Pandemie bedeuteten, dass Entlassungen erforderlich waren, um das Unternehmen auf die langfristigen Auswirkungen auf das Gastgewerbe vorzubereiten.“

Eines von Donald Trump zahlreichen Golfresorts: Das Trump Turnberry in Ayrshire in Schottland. (Archivbild)

Weiter heißt es in der Erklärung: „Die Eigentümerschaft bleibt dem Resort voll und ganz verpflichtet, und künftige Pläne sind darauf ausgerichtet, das Resort weiter zu verbessern und Trump Turnberry als Schottlands führendes Reiseziel für Luxusreisen, Meisterschaftsgolf und besondere Veranstaltungen zu erhalten.“

Schottland: Oberster Staatsanwalt wägt Untersuchung zu Golfresorts von Donald Trump ab

Das Unternehmen SLC Turnberry soll zudem den Brexit, den Donald Trump befürwortete, für die Unterbrechung der Lieferketten verantwortlich machen. Der Mangel an Fahrer:innen und Personal habe sich demnach auf die Produktverfügbarkeit ausgewirkt. Durch zusätzliche Fracht- und Flughafengebühren seien starke Preissteigerungen entstanden, so das Unternehmen.

Offenbar sind außerdem bezüglich Donald Trumps Erwerb der beiden Golfresorts in Schottland noch einige Fragen offen. Im November hatten schottische Gerichte einen Antrag abgelehnt, mit dem Trump gezwungen worden wäre, seine Geldquellen offenzulegen. Nun wägt jedoch auch der oberste Staatsanwalt des Landes ab, ob er eine Untersuchung darüber einleiten soll, wie der ehemalige Präsident seinen Golfplatz Trump Turnberry im Jahr 2014 und Trump International Golf Links acht Jahre zuvor bezahlt hat. Im Raum stehen unter anderem Vorwürfe der Geldwäsche. Zuvor war bereits Allen Weisselberg wegen Steuerhinterziehung angeklagt worden. Er ist der ehemalige Finanzchef der Trump Organization und ehemaliger Leiter von Golf Recreation Scotland. (Anna Charlotte Groos)

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