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Prozess gegen Trumps Firma startet: Finanzchef drohen 15 Jahre Haft

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Von: Moritz Serif

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Das Unternehmen soll systematisch den Fiskus hintergangen haben. Trumps Unternehmen drohen Geldstrafen. Ein Finanzchef muss ins Gefängnis.

Washington, D.C. – Die Trump Organization muss sich am Montag (24. Oktober) in New York vor Gericht verantworten, nachdem eine Untersuchung ergeben hat, dass Donald Trumps Unternehmen Vergünstigungen an Mitarbeiter verteilt hat. Laut mehreren US-Medien geht es in dem Prozess um Luxuswohnungen und Autos für Top-Führungskräfte der Trump Organization, einschließlich des langjährigen Finanzchefs des Unternehmens, Allen Weisselberg.

Zwischen 2005 und 2021 soll das Unternehmen systematisch den Fiskus betrogen haben. Weisselberg war im Juni 2021 unter anderem von seiner Position als Finanzchef der Trump Organization zurückgetreten. Wenige Wochen später bekannte er sich in insgesamt 15 Anklagepunkten schuldig - darunter der Verschwörung, des Steuerbetrugs, des schweren Diebstahls und der Fälschung von Geschäftsunterlagen. 

Prozess gegen Trump-Organization startet: Weisselberg drohen 15 Jahre Haft

Weisselberg wird für seine Rolle eine fünfmonatige Haftstrafe auf Rikers Island in New York City antreten und zwei Millionen Dollar an Steuern und Strafen zahlen. Er erhielt über 1,7 Millionen Dollar an unversteuerten Zuwendungen wie einen Mercedes und ein schickes Apartment in Manhattan. Falls er lügen solle, drohen ihm sogar 15 Jahre Haft.

„Der Zweck des Plans war, Weisselberg und andere Führungskräfte der Trump Organization auf eine Art und Weise zu entschädigen, die nicht in den Büchern stand“, heißt es in den Anklagedokumenten.

Ex-Präsident Trump
Wird Donald Trump tatsächlich aussagen? © Nick Wagner/AP/dpa

Trump nennt Prozess eine „Hexenjagd“

Das Trump-Team hat versucht, die Jury nur mit Trump-Fans zu besetzen. Der ehemalige Präsident nennt das Ganze eine „politische Hexenjagd der linksradikalen Demokraten“. Außerdem ist eine Zivilklage in Höhe von 250 Millionen Dollar gegen Trump und seine Erben sowie Weisselberg wegen Finanzbetrugs anhängig.

In dieser Klage heißt es, dass Trump sein Vermögen künstlich aufgebläht habe, um Bankkredite zu erhalten, und von Steuererleichterungen profitiert habe. Zu seinem Amtsantritt als US-Präsident im Januar 2017 hatte Donald Trump seinen Rückzug von der Spitze seiner Unternehmensgruppe angekündigt, die aus vielen kleineren Firmen besteht. Diese hatte er an Weisselberg sowie seine Söhne Donald Trump Jr. und Eric Trump übergeben. (mse mit dpa)

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