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FBI warnt: Fans von Donald Trump könnten angreifen

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Von: Moritz Serif

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Das FBI hat Trumps Wohnort Mar-a-Lago durchsucht. Nun warnen die Beamten davor, dass es zu Übergriffen auf Politiker kommen könnte. 

Washington D.C. – Die FBI-Durchsuchung in Donald Trumps Wohnort Mar-a-Lago erhitzte offensichtlich die Gemüter einiger Trump-Anhänger:innen. Laut Angaben des Secret Service versuchte ein Mann, in ein Büro des FBI einzudringen - er wurde nach einem Schusswechsel von der Polizei erschossen. In den USA befürchten Strafverfolgungsbehörden, dass Trump-Fans Politiker:innen angreifen könnten.

Laut Politico wurden Regierungsbeamt:innen bedroht. „Hauptsächlich online und über verschiedene Plattformen“, heißt es. „Es ist empörend“, sagte Marylands Governeur Larry Hogan am Sonntag bei ABC. „Es ist absurd und gefährlich. Überall gibt es Drohungen und damit geht ein Vertrauensverlust in das FBI und unser Justizwesen einher - das ist ein sehr ernstes Problem für unser Land“, so Hogan, dessen Vater ein FBI-Agent war.

FBI warnt vor Trump-Anhängern – Ex-Präsident attackiert Behörde

Donald Trump warf dem FBI unterdessen vor, Dokumente mitgenommen zu haben, die dem Anwaltsgeheimnis unterliegen. Trump schrieb auf der von ihm mitgegründeten Plattform Truth Social, dass die Bundespolizei „wissentlich“ Material aus seinem Anwesen Mar-a-Lago mitgenommen habe, die sie nicht hätte mitnehmen dürfen.

Ehemaliger US-Präsident Trump
Ex-US-Präsident Donald Trump gestikuliert, als er den Trump Tower in New York verlässt. © Julia Nikhinson/AP/dpa/picture alliance

Er forderte das FBI auf, die Dokumente sofort zurückzugeben. Dabei handelt es sich dem 76-Jährigen zufolge um Dokumente, die vertraulich zwischen Mandant und Rechtsbeistand sind. Fraglich ist jedoch, ob das tatsächlich so ist. Trump hatte nach der Durchsuchung am Montag (15. August) mehrfach heftig gegen die Justiz und die Bundespolizei gewettert.

Republikaner erheben Anschuldigungen gegen das FBI

Weitere Republikaner:innen hatten das FBI attackiert, nachdem die Behörde Dokumente beschlagnahmt hatte. Mike Turner, Abgeordneter sagte bei CNN: „Wir haben diese Liste vom FBI, aber wir wissen nicht genau, ob es sich dabei um geheimes Material handelt oder nicht“. Das FBI hatte die Unterlagen allerdings als „Top Secret“ eingestuft. Belege für seine Behauptungen konnte Turner indes nicht anführen.

Das Weiße Haus betonte unterdessen erneut, sich nicht zu den Ermittlungen äußern zu wollen. Präsident Joe Biden habe in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass das Justizministerium bei Ermittlungen in Strafverfolgungsangelegenheiten völlig unabhängig sei, sagte Bidens Sprecherin Karine Jean-Pierre im US-Fernsehen. „Dies ist eine Angelegenheit der Strafverfolgung, und das Justizministerium wird so vorgehen, wie es das für richtig hält.“ (mse/dpa)

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