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USA

Donald Trump: Zeugin packt aus – „Lasse mich nicht länger zum Schweigen bringen“

  • VonSebastian Richter
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Enthüllungen einer Frau aus dem Umfeld der Trump Organization lassen den Ex-Präsidenten nicht gut aussehen – über Donald Trump werden geschmacklose Details bekannt.

  • Die Ermittlungen gegen Donald Trump aufgrund von möglichen Steuervergehen dauern an.
  • Die Staatsanwaltschaft in New York sammelt Indizien gegen den ehemaligen Präsidenten der USA.
  • Im Zuge der Untersuchungen werden zudem geschmacklose Details über den Republikaner bekannt.

Update vom Dienstag, 16.03.2021, 11.00 Uhr: Im Zuge der Ermittlungen gegen den Ex-Präsidenten Donald Trump unterstreicht Jennifer Weisselberg ihre Entschlossenheit, mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten. Seine Mandantin sei „entschlossen, die Wahrheit zu sagen, egal wie schwierig das auch sein mag“, sagte Duncan Levin, der Anwalt von Jenniffer Weisselberg gegenüber „Business Insider“. Und fügte hinzu: „Jennifer wird sich nicht länger von jenen zum Schweigen bringen lassen, die sich gegen sie verschworen haben, um sie daran zu hindern, über ihre Erfahrungen der letzten 25 Jahre zu berichten.“

USA: Ermittlungen gegen Donald Trump laufen

Laut „Business Insider“ soll sich die Staatsanwaltschaft Manhattan derzeit insbesondere für eine möglicherweise doppelte Buchführung bei den Finanzen von Donald Trump und seines Unternehmens interessieren. Indessen wurde bekannt, dass Cyrus Vance, Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, zum Ende des Jahres in Rente geht. Ein ehemaliger Mitarbeiter vermutet daher, dass dieser noch vor Ablauf seiner Amtszeit eine Entscheidung darüber treffen werde, ob es zu einer Strafverfolgung kommt und falls ja, wen diese schlussendlich betreffen wird.

Donald Trump im März 2019. (Archivfoto)

Donald Trump soll pikante Fotos auf Trauerfeier gezeigt haben

Erstmeldung vom Samstag, 13.03.2021, 18.35 Uhr: New York/Washington D.C. – In den USA laufen mehrere Ermittlungen gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Im Büro von Cyrus Vance, dem Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, arbeitet man auf Hochtouren. Neue Details aus der Akte Trump kommen ans Licht, nicht zuletzt, da die Staatsanwaltschaft nach einem langen Rechtsstreit Einsicht in Trumps Steuerunterlagen erlangen konnte. Daneben wird auch von anderen Geschmacklosigkeiten berichtet, die der Ex-Präsident sich erlaubt haben soll.

Ein wichtiger Akteur der Untersuchungen um Donald Trumps Machenschaften ist Allen Weisselberg, Finanzchef der Trump Organisation. Er wird laut Recherchen des „New Yorker“ als einer der heißesten Kandidaten unter Trumps Vertrauten gehandelt, über dessen Vergangenheit auszupacken. „Ich glaube, er ist der Schlüssel zu dem Fall“, sagte Steven M. Cohen, ehemaliger Bundesanwalt aus dem Umfeld höchster politischer und juristischer Kreise in New York.

Donald Trump lässt Mitarbeiter umsonst in Wohnungen leben

Mary Trump, die Nichte und scharfe Kritikerin des Ex-Präsidenten, sagt über ihn: „Allen Weisselberg weiß, wo alle Leichen vergraben sind.“ Seine ehemalige Schwiegertochter, Jennifer Weisselberg, hat bereits gegenüber den Behörden Stellung bezogen und Insiderwissen geteilt – sowie geschmacklose Hintergründe aus Trumps Verhalten.

Donald Trump auf der CPAC-Konferenz. (Archivfoto)

Jennifer Weisselberg ist die Ex-Frau von Barry Weisselberg, der lange Zeit für die Trump Organisation eine Eislaufbahn und ein Karussell im New Yorker Central Park leitete. Damals wohnten sie sieben Jahre lang in einer Wohnung, die Eigentum der Trump Organisation ist. Mit Sicht in den riesigen Stadtpark, in einer der teuersten Gegenden der gesamten USA. Und das offenbar mietfrei.

Denn nur ein kleiner Teil des Gehaltes wurde ausbezahlt, berichtet Jennifer Weisselberg dem „New Yorker“ über ihr Anstellungsverhältnis bei Donald Trump. „Sie bezahlen dich mit Wohnungen und anderen Dingen, eine Kontrolltaktik, damit du nicht gehen kannst. Sie besitzen dich! Du musst jeden korrupten Scheiß machen, den sie verlangen.“ Das Wohnen am Central Park soll ein Geschenk gewesen sein. Sollte dieses angebliche Geschenk allerdings nicht in den Steuerformularen erwähnt werden, reicht das für eine Anklage, so der „New Yorker“. Oder als Druckmittel, um den großen Fisch im Trump-Pfuhl, Allen Weisselberg, zur Kooperation gegen Trump zu verleiten.

Cheffinanzberater der Trump Organisation – Donald Trump ist seine große Liebe

Ob ihr Ex-Schwiegervater unter Druck Donald Trump und dessen Geheimnisse verraten könnte, darin ist sich Jennifer Weisselberg nicht sicher. Allen habe „mehr Gefühle und Bewunderung für Donald als für seine Frau“, sagt sie. „Für Donald ist es ein Geschäft. Aber für Allen ist es eine Liebesaffäre.“ Um die Verehrung von Allen zu verdeutlichen, erzählt Jennifer Weisselberg eine Geschichte aus ihrem Privatleben: Von ihrem ersten Treffen mit Donald Trump.

Zur Person
NameAllen Weisselberg
Alter73 Jahre (geboren am 15. August 1947)
BerufFinanzchef der Trump Organization
KinderJack Weisselberg, Barry Weisselberg

Sie hatte Donald Trump im Haus von Allen Weisselberg auf Long Island kennengelernt, lange bevor der bei der US-Wahl 2016 den Sieg errang. Anlass bot die Shivah für Allens verstorbene Mutter. Die Shivah ist ein jüdisches Ritual, bei dem eine Woche lang um enge Verwandte getrauert wird. Donald Trump erschien in einer Limousine, eines seiner ersten Kommentare soll „Hier wohnt mein CFO? Wie peinlich!“ gewesen sein. Dann zeigte er mehreren Trauergästen Fotos von sich auf einer Yacht – umgeben von nackten Frauen. Und dann soll der spätere Präsident angefangen haben, Jennifer selbst zu bedrängen. Weisselberg soll das Ganze geschehen haben lassen. Statt dazwischen zu gehen, habe er nur Witze gemacht.

Nun soll Allen Weisselberg zur Schlüsselfigur in den zahlreichen Prozessen gegen Donald Trump werden. Hinter seinem Rücken soll der 73-Jährige als „Das Wiesel“ bekannt gewesen sein. Sein Büro im siebenundzwanzigsten Stock des Trump Tower soll einen Flur mit Trumps Büro geteilt haben. Weisselberg und Trump wurden oft zusammen gesehen. Dem „New Yorker“ sagte Jennifer Weisselberg: „Sie machen nichts getrennt. Allen würde alles wissen.“ (Sebastian Richter)

Rubriklistenbild: © Alex Edelman/Imago Images

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