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Donald Trump und Mohammed bin Salman bin Abdelasis al-Saud, Kronprinz von Saudi-Arabien, im Gespräch.
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Donald Trump und Mohammed bin Salman bin Abdelasis al-Saud, Kronprinz von Saudi-Arabien.

Ehemaliger Präsident

Donald Trump: Besondere Geschenke aus Saudi-Arabien

  • VonMax Schäfer
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Donald Trump bekam während seiner Präsidentschaft besondere Geschenke aus Saudi-Arabien. Nach seiner Präsidentschaft folgt nun die Überraschung.

Washington D.C. – Donald Trump hatte als Präsident seine Eigenheiten und ging mit vielen Dingen anders als seine Vorgänger um. Dazu gehörte auch sein Umgang mit Geschenken von und für Regierungschef:innen von anderen Ländern, ein normalerweise stark regulierter Prozess, der die Integrität von Regierungen schützen soll. Das legt ein Bericht der New York Times nahe.

Donald Trump bekommt Felle und Elfenbein geschenkt – doch es sind Fälschungen

Die Präsidentschaft Donald Trumps begann demnach bereits mit einer Fülle von Geschenken, die er bei seiner ersten Auslandsreise erhalten haben soll. Darunter waren drei Mäntel, die aus weißen Tiger- und Gepardenfellen hergestellt wurden, sowie ein Dolch mit einem Griff aus Elfenbein.

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Ein Anwalt des Weißen Hauses stellte fest, dass der Besitz der Felle und des Dolches illegal sei, weil die Tiere als gefährdet gelten. Donald Trump behielt die Gegenstände trotzdem und deklarierte sie nicht vorschriftsgemäß. Am letzten Tag seiner Präsidentschaft stellte er sie schließlich den Behörden zur Verfügung. Bei der Untersuchung stellten die Fachleute dann fest, dass es sich bei den Geschenken aus Saudi-Arabien um Fälschungen gehandelt habe. „Wildtierinspektoren und Agenten stellten fest, dass das Futter der Gewänder gefärbt waren, um Tiger- und Gepardenmuster zu imitieren, und dass es sich nicht um geschützte Arten handelte“, zitiert die New York Times den Sprecher des Innenministeriums Tyler Cherry.

Donald Trump: US-Regierung untersucht Fälle von verschwundenen Geschenken

Das US-Außenministerium untersucht außerdem Vorwürfe, wonach Mitarbeiter:innen von Donald Trump Geschenktüten im Wert von tausenden Dollar mitgenommen haben, die für ausländische Staats- und Regierungschef:innen beim geplanten G7-Gipfel 2020 in Camp David vorgesehen waren, der jedoch aufgrund des Coronavirus abgesagt wurde. In den Taschen waren Ledermappen, Zinntabletts und Schmuckschatullen aus Marmor, die mit Geldern der US-Regierung gekauft wurden.

Der Generalinspekteur des Außenministeriums untersucht außerdem den Verbleib einer Flasche mit japanischem Whisky im Wert von 5800 Dollar, die dem ehemaligen Außenminister Mike Pompeo geschenkt wurde. Er behauptet jedoch, sie nie erhalten zu haben. Eine 22-karätige Goldmünze, die ein Beamter des Außenministeriums bekam, ist ebenfalls verschwunden.

Donald und Melania Trump ist kein illegales Verhalten nachzuweisen

Es gebe jedoch keine Hinweise, dass Donald oder seine Ehefrau Melania Trump Geschenke angenommen hätten, auf die sie keinen Anspruch hatten, schreibt die New York Times. Beobachter:innen sehen ihren Umgang mit Geschenken jedoch als beispielhaft für die Trump-Regierung im Allgemeinen an. „Ob es sich nun Gleichgültigkeit, Schlamperei oder den großen Zugraub handelt: Es zeigt eine unbekümmerte Haltung gegenüber dem Gesetz und den regulären Abläufen in der Regierung“, sagte der Ethikexperte und ehemalige Anwalt des Repräsentantenhauses Stanley Brand.

Das US-Außenministerium wollte auf Nachfrage der New York Times nicht über Einzelheiten des Umgangs der Trump-Regierung mit Geschenken sprechen, erklärte aber, dass es seine Rolle bei der Meldung bestimmter Geschenke, die von Mitarbeitenden der US-Regierung erhalten wurden, ernst nehme und dass es den Verbleib von Geschenken und die Umstände, die ihrem Verschwinden geführt haben, untersuche. (Max Schäfer)

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