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USA

Donald Trump: Nicht einmal Fox News sendet seine Rede

  • Sebastian Richter
    VonSebastian Richter
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Die Rückkehr ins Rampenlicht läuft für Donald Trump nicht wie erhofft. Die großen TV-Sender der USA beschäftigen sich lieber mit anderen Themen.

Update vom 07.06.2021, 09.40 Uhr: CNN und Fox News haben sich dazu entschieden, die Rede des ehemaligen Präsidenten Donald Trump auf dem Parteitag der Republikaner nicht auszustrahlen. Fox News, einst der bevorzugte Sender von Donald Trump, war beim ehemaligen Präsidenten der USA in Ungnade gefallen, als der Sender in der Wahlnacht Joe Biden zum Präsidenten erklärt hatte.

Als die Rede im Greenville Convention Center begann, sendete Fox News stattdessen eine vorab aufgezeichnete Episode von Watters World, einer politischen Talkshow mit dem konservativen Moderator Jesse Bailey Watters. Auch CNN ignorierte Donald Trump, brachte aber anstelle der Rede eine Diskussion über die möglichen Auswirkungen der Ansprache von Trump.

Donald Trump live auf Republikaner-Parteitag: „Es sind böse Sachen passiert“

Erstmeldung vom 06.06.2021: Greenville – Donald Trump ist zurück auf der Bühne – und spricht, als wäre er nie weg gewesen. Beim Parteitag der Republikaner in Greenville im Bundesstaat North Carolina hielt der ehemalige Präsident der USA zum ersten Mal seit Februar eine politische Rede. Seine Themen sind altbekannt: China trägt Schuld an der Corona-Pandemie, die Biden-Regierung fährt das Land an die Wand und Trump ist der Retter, den die Vereinigten Staaten brauchen.

„Es ist großartig, wieder in Greenville mit so vielen stolzen Patrioten aus North Carolina zu sein, die unser Land lieben, unser Militär unterstützen, unsere Polizei respektieren, unsere Flagge ehren und immer Amerika an erster Stelle setzen, wir setzen Amerika nicht an zweiter Stelle“, sagte Donald Trump bei der Eröffnung seiner Rede, nachdem er vom Vorsitzenden der Republikaner in North Carolina, Michael Whatley, als „unser Präsident“ vorgestellt wurde. Und er gab auch gleich den Ton der folgenden 90 Minuten vor. „Während wir uns heute Abend versammeln, wird unser Land vor unseren eigenen Augen zerstört.“

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Trump zurück auf der politischen Bühne – 2022 wird ein großes Jahr für die Republikaner

Bei der Rede, die sehr an einen der Wahlkampfauftritte für die Präsidentschaftswahl 2020 in den USA erinnert, lobte er die Erfolge der Regierung während seiner Zeit als Präsident. Darunter den Kampf gegen Corona beziehungsweise die Entwicklung der Impfkampagne, die Lage an der Wall Street, die Grenzmauer zu Mexiko und seinen harten Stand gegenüber dem Iran und China.

Während der Wahl 2020 seien „böse Sachen“ passiert, dafür werde die Republikanische Partei ein „gewaltiges 2022“ erleben. Damit meint Trump die Zwischenwahlen, aber auch die nächsten Präsidentschaftswahlen hat Trump im Blick. „Wir werden in North Carolina alle wichtigen US-Senatswahlen gewinnen, und wir werden die Grundlage legen, dass die Republikaner wieder einmal den großen Bundesstaat von North Carolina gewinnen, in einer Zahl, ein Jahr, auf das ich mich sehr freue: 2024“, sagte er. Ob er selbst als Präsidentschaftskandidat antreten will, lies er aber im Dunkeln.

Trump hält China für Corona verantwortlich – und fordert Entschädigung

Dann kam Trump auf die Corona-Pandemie zu sprechen. Die USA haben inzwischen mehr als die Hälfte der Bevölkerung geimpft. Trump rechtfertigte seine Theorie, dass der Ursprung des Virus in einem Forschungszentrum in Wuhan liege. Die Theorie bekam kürzlich wieder Rückenwind, Joe Biden hat eine umfassende Aufklärung der Hintergründe gefordert. Antony Fauci, Chefvirologe in den USA, verlangte deswegen Akteineinsicht von China.

Trump will keine Ermittlungen abwarten. Die Welt und die USA sollten „Reparationen und Rechenschaft“ von China verlangen. „Sie müssen zahlen“, so Trump. Er hat auch schon einen Betrag im Kopf: Mit 10 Billionen Dollar soll China für den Schaden aufkommen, den Corona in der Welt verursacht hat.

USA: Donald Trump will nicht zurück zu Facebook

Als Nächstes arbeitete er sich an Facebook ab. Das Unternehmen gab vor kurzem bekannt, Trump für die nächsten zwei Jahre von ihren Plattformen zu sperren. Der ehemalige Präsident wolle ohnehin nicht zurückkehren. „Sie werden mich vielleicht in zwei Jahren wieder zulassen - daran bin ich nicht sehr interessiert“, so Trump.

Facebook und Twitter hatten nach den Ereignissen des 6. Januar die Accounts von Trump gesperrt. Die Äußerungen des damaligen Präsidenten der USA seien eine „Gefährdung für die Allgemeinheit“ gewesen. Seine Zwischenlösung, der Blog-Bereich auf seiner Website, wurde nach nur einem Monat eingestellt. „Ich bin nicht derjenige, der versucht, die amerikanische Demokratie zu untergraben, ich bin derjenige, der versucht, sie zu retten. Bitte denken Sie daran“, sagte Trump unter lautem Beifall.

Auch die Ermittlungen der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft seien ein Versuch der Demokraten, ihn zu Fall zu bringen, so Trump. Dabei wird untersucht, ob die Trump Organization falsche Angaben zum Wert einiger Immobilien gemacht hat. (Sebastian Richter)

Rubriklistenbild: © MELISSA SUE GERRITS/AFP

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