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Hat der ehemalige Präsident Donald Trump die Lüge salonfähig gemacht?
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Der ehemalige Präsident Donald Trump.

Klage in New York

Donald Trump: Bislang unbekanntes Videomaterial wird enthüllt

  • Christian Stör
    VonChristian Stör
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Es gibt zahlreiche brisante Videos mit Donald Trump. Demnächst kommt eine weitere Aufnahme mit dem früheren US-Präsidenten ans Licht.

New York – Donald Trump ist schon häufiger mit unangenehmem Video-Material konfrontiert worden. Zu nennen ist da zum Beispiel das Access Hollywood Tape aus dem Jahr 2005 („Grab them by the pussy“). Auch das Video von 2015, als er sich über einen behinderten Reporter lustig machte, hat traurige Berühmtheit erlangt.

Am berüchtigsten sind aber ganz sicher jene mysteriösen Aufnahmen, die einst in Russland entstanden sein sollen. In einem Dossier des ehemaligen MI6-Spions Christopher Steele hieß es, dass Trump in Russland beim bezahlten Sex gefilmt worden sei. Dabei soll auch jenes in den USA fast schon legendäre „Pee Tape“ entstanden sein, über dessen Existenz bis heute munter spekuliert wird. Tatsache ist jedenfalls, dass Steele selbst daran glaubt, dass jenes Pinkelvideo vorhanden ist, wie er erst im Oktober 2021 wieder in einem Interview mit ABC News ausführte: Es sei sehr wahrscheinlich, dass es existiere, mit 100-prozentiger Sicherheit könne er es aber nicht sagen.

Tatsache ist übrigens auch, dass Donald Trump selbst sich ab und an offenbar dazu verpflichtet fühlt, die Existenz jenes sagenumwobenen Videos zu leugnen. Wie die Washington Post kürzlich meldete, hat Trump erst am 14. Oktober in einer etwas bizarren Rede vor Lobbyisten der Republikaner noch einmal extra betont, dass er mit jenem Fetisch nichts im Sinne habe, oder, um seine originalen Worte zu zitieren: „I’m not into golden showers.“

Neues Video: Donald Trump gibt Aussage unter Eid ab

Nur vier Tage später, am 18. Oktober 2021, ist ein neues Video mit Donald Trump entstanden – auch dieses ist noch unbekannt. Doch darin geht es nicht um diverse sexuelle Praktiken, sondern um eine eidesstattliche Aussage zu einer Zivilklage aus dem Jahre 2015. Eine Gruppe von Protestierenden verklagte damals Trump persönlich, die Trump Organization sowie Mitglieder von Trumps Sicherheitsteam. Diese sollen die Frauen und Männer bei einer Kundgebung vor dem Trump Tower in New York angegriffen haben. Nachdem der Fall während Trumps Präsidentschaft ins Stocken geraten war, nahm er jetzt wieder an Fahrt auf.

Trump selbst ist betroffen, weil er auf seinen Kundgebungen öfter die Menschen dazu aufgefordert hat, gewalttätig gegenüber denjenigen aufzutreten, die seine Veranstaltungen störten. Wie Businessinsider.com berichtet, bekam Trump eine Vorladung ins Haus und musste sich am 18. Oktober im Trump Tower vier Stunden lang den Fragen des Anwaltsteams stellen. Welche Teile der Aussage den Geschworenen gezeigt wird, ist noch offen. Bisher hat Richterin Doris Gonzalez nur entschieden, dass der Fall am 2. Mai 2022 mit der Auswahl der Jury beginnt.

In einer Erklärung nach der Aussage sprach Trump von einer „grundlosen Belästigung“, sagte jedoch, er sei „erfreut, die Gelegenheit zu haben, meine Seite dieser lächerlichen Geschichte zu erzählen“.

Gegen Donald Trump laufen weitere Zivilklagen

Allerdings wird sich Trump auf weitere Aussagen unter Eid einstellen müssen, immerhin sind nach seinem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt zahlreiche Zivilklagen gegen ihn eingeleitet worden. So hat ihn ein anderes Gericht in New York angewiesen, noch vor Weihnachten eine eidesstaatliche Aussage in der Verleumdungsklage der ehemaligen „Apprentice“-Kandidatin Summer Zervos abzugeben. Dabei geht es um Vorwürfe der sexuellen Nötigung, die Trump zurückgewiesen und die Anklägerin als Lügnerin bezeichnet hat. (cs)

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