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Donald Trump war offenbar schwerer an Corona erkrankt als bisher bekannt. (Archivbild)
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Donald Trump war offenbar schwerer an Corona erkrankt als bisher bekannt. (Archivbild)

Corona-Pandemie

Donald Trump: Früherer US-Präsident erkrankte schwerer an Corona als bekannt

  • VonDavid Suárez Caspar
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Donald Trump war während seiner Präsidentschaft offenbar schwerer an Corona erkrankt als bisher angenommen. Doch auch danach änderte er seine Einstellung gegenüber der Krankheit nicht.

Washington D.C. – Der ehemalige US-Präsident Donald Trump machte im Oktober 2020 Schlagzeilen, weil er sich mit dem Coronavirus infiziert hatte und schwer nach Covid-19 erkrankte. Nach einem dreitägigen Krankenhausaufenthalt schleppte sich Trump die Treppen des Weißen Hauses hinauf. Mit einem Lächeln und zwei Daumen nach oben signalisierte Trump: Coronavirus? Ungefährlich. Dabei war er viel kränker als nach außen kommuniziert. Das berichtet die Washington Post.

Das Weiße Haus hatte versucht, ein eigentlich noch nicht erhältliches Medikament von der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde der USA (FDA) zu erhalten. Der Patient? Ein hochrangiger Beamter des Weißen Hauses. Doch die Anfrage wurde zunächst abgelehnt. Als klar wurde, dass es sich um den Präsidenten Donald Trump handelte, lenkte die FDA ein, wie es in dem Bericht der Washington Post heißt.

Corona: Donald Trump zählte zur Hochrisikogruppe

Der an Covid-19 erkrankte Trump zählte zur Hochrisikogruppe. Er war zu dem Zeitpunkt 74 Jahre alt und wurde als übergewichtig eingestuft. Er war ein Patient, bei dem man alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen wollte. Daher überlegten Verantwortliche der Behörde, welches Medikament eingesetzt werden sollte. Schließlich entschieden sie sich für den Antikörper-Cocktail Regen-Cov von Regeneron.

Corona: Kritischer Zustand von Donald Trump hat nicht für ein Umdenken gesorgt

Der fünftägige Zeitraum im Oktober 2020, in dem für Trump die lebensrettenden Medikamente besorgt wurden, markiert einen wichtigen Punkt der USA im Kampf gegen das Coronavirus. Trumps schwere Erkrankung traf das Weiße Haus so unvorbereitet, dass das Team von Vizepräsident Mike Pence nicht einmal darüber informiert werden konnte, wie Pence hätte vereidigt werden können, falls Trump arbeitsunfähig werden sollte.

Monatelang hatte sich Trump über das Coronavirus lustig gemacht und es verharmlost. Er setzte sich über Sicherheitsprotokolle hinweg, hielt große Kundgebungen ab und empfing im Weiße Haus Gäste, die keine Maske tragen mussten. Nur einen Monat vor der Wahl hatte das Virus, an dem bereits mehr als 200.000 Menschen in den USA gestorben waren, auch den Präsidenten erreicht.

Donald Trump nach der Corona-Erkrankung: „business as usual“

Dem Bericht zufolge erhoffte sich das medizinische Personal von Trump, dass seine Erkrankung mit dem Coronavirus ihn dazu bringen würde, das Virus ernst zu nehmen. Vielleicht würde er endlich die Bürger:innen dazu ermutigen, Masken zu tragen und die Expertise der Arbeitskräfte im Gesundheitsbereich anzuerkennen. Doch ihre Hoffnung sollte nicht in Erfüllung gehen. Stattdessen ging Trump aus dieser Erfahrung triumphierend und trotzig hervor.

Er forderte die Menschen auf, keine Angst vor dem Virus zu haben beziehungsweise sich nicht von ihm beherrschen zu lassen. Dabei ignorierte er völlig, dass er Zugang zu medizinischer Versorgung und Behandlungen hatte, die anderen Amerikaner:innen nicht zur Verfügung stehen. (dsc)

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