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Antikörper-Mittel

Donald Trump bekam Antikörper-Mittel gegen Corona – jetzt kauft Jens Spahn das Medikament für Deutschland

  • vonSebastian Richter
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Die Impfkampagne gegen das Coronavirus ist angelaufen. Ein neues Antikörper-Mittel soll infizierten Patient:innen in Deutschland helfen.

  • Jens Spahn kauft für Deutschland ein Antikörper-Mittel, das vor schweren Verläufen einer Corona-Infektion schützen soll.
  • Der Antigencocktail soll schon Donald Trump während seiner Covid-19-Erkrankung verabreicht worden sein.
  • Noch ist das Corona-Mittel nicht zugelassen, eingesetzt werden darf es trotzdem.

Berlin – Nachdem der ehemalige US-Präsident Donald Trump, der die Corona-Pandemie nie wirklich ernst zu nehmen schien, sich im Oktober 2020 selbst ansteckte, stand der 74-Jährige schon wenige Tage später wieder auf den Beinen. So gut wie er verkraftet natürlich nicht jeder eine Corona-Infektion – aber auch nur die wenigsten erhalten eine derart umfangreiche und intensive medizinische Betreuung wie Trump. Außerdem exklusiv in seiner Behandlung: Ein damals noch nicht zugelassenes Antikörper-Mittel vom US-Biotechunternehmen Regeneron.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat für Deutschland nun eben solche Medikamente auf Antikörper-Basis gekauft. Ab nächster Woche sollen die Antikörper in Deutschland als erstem Land in der EU eingesetzt werden, zunächst in Universitätskliniken.

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Jens Spahn kauft Coronavirus-Medikament für Deutschland – auch Donald Trump wurde damit behandelt

Das neue Wundermittel heißt Casirivimab/Imdevimab und wird von Regeneron hergestellt. Außerdem gibt es ein ähnliches Antikörpermedikament des Pharmaunternehmens Eli Lilly namens Bamlanivimab. 200.000 Dosen hat der Bund bestellt, 400 Millionen Euro soll das gekostet haben. Die darin enthaltenen Antikörper richten sich gegen ein Schlüsselprotein von Sars-CoV-2. „Sie wirken wie eine passive Impfung. Die Gabe dieser Antikörper kann Risikopatienten in der Frühphase helfen, dass ein schwerer Verlauf verhindert wird“, so Spahn.

Antikörper-Medikament schützt Corona-Risikopatienten vor schweren Krankheitsverläufen

Die künstlichen Antikörper docken an das Coronavirus an und sollen verhindern, dass es in die Zellen eindringt. Dadurch kann eine Vermehrung des Virus verhindert werden. So soll es Infizierte vor schweren Krankheitsverläufen schützen, es kann aber auch gesunde Menschen vor einer Infektion bewahren. Ärzte und Pflegepersonal könnten also das Antikörper-Mittel erhalten, bevor sie geimpft werden. Die Anwendung erfolgt laut dem Bundesministerium für Gesundheit nach individueller Nutzen-Risiko-Abschätzung der behandelnden Ärzte.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

In der EU ist das Mittel bisher noch nicht zugelassen, in den USA wurde eine Notfallzulassung erwirkt. Laut dem Paul-Ehrlich-Institut, das für die Zulassung von Medikamenten in Deutschland zuständig ist, sei die Anwendung von Medikamenten erlaubt, wenn keine geeignete zugelassene Therapiemöglichkeit vorhanden sei. (Sebastian Richter)

Rubriklistenbild: © Susan Walsh

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