Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Evander Holyfield v Vitor Belfort
+
Während Biden, Obama, Clinton und Bush den Opfern von 9/11 Gedenken, versucht sich der Donald Trump mit seinem Sohn als Kommentator beim Boxen.

Kommentatorenauftritt

Donald Trump kommentiert am Jahrestag von 9/11 bitteren K.o. von Holyfield

  • Yannick Wenig
    VonYannick Wenig
    schließen

Stille Andacht sieht wahrlich anders aus. Am 20. Jahrestag von 9/11 versucht sich Donald Trump als Box-Kommentator in Florida.

Hollywood (Florida) – Samstag, 11. September 2021, der 20. Jahrestag der Terroranschläge auf das World Trade Center in New York City. Die geballte politische Prominenz der USA, darunter US-Präsident Joe Biden mit First Lady Jill Biden sowie seine Amtsvorgänger Barack Obama und Clinton gemeinsam mit ihren Ehefrauen Michelle Obama und Hillary Clinton, gedenkt am „Ground Zero“ den fast 3000 Opfern. Vizepräsidentin Kamala Harris sowie der frühere Präsident der USA, George W. Bush, beteiligten sich an einer Andacht in Shanksville im US-Bundesstaat Pennsylvania. Dort war am 11. September 2001 eine weitere gekaperte Maschine abgestürzt, nachdem Passagiere den Entführern entgegengetreten waren. Doch einer fehlte in der Reihe der früheren Präsidenten der USA bei der Gedenkfeier zu 9/11. Die Rede ist von Donald Trump. Dieser ging am Jahrestag nämlich ganz anderen Plänen nach.

Mit stillem Gedenken hatten diese Pläne wahrlich wenig zu tun. Im Gegenteil: Gemeinsam mit seinem Sohn Donald Trump Jr. schlüpfte der ehemalige Präsident der USA wieder einmal in eine neue Rolle. Diesmal in die des Sportkommentators. Anlass für den Kommentatoren-Auftritt Trumps war der Boxkampf des früheren Schwergewichtsweltmeisters Evander Holyfield, der gegen den Ex-Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Vitor Belfort nach gut zehnjähriger Abstinenz sein Comeback im Box-Ring feierte. Der Kampf fand im Hard-Rock-Hotel in Hollywood in der Nähe von Miami im US-Bundesstaat Florida statt.

Ehemaliger Präsident der USA als Kommentator: Boxring als Bühne für Donald Trump

Bereits vor seiner Zeit als US-Präsident trat Donald Trump mehrfach als Veranstalter von Box-Kämpfen in seinem Casino in Erscheinung. Seine Begeisterung für den Kampfsport zeigte er ebenfalls mit skurrilen Auftritten beim Wrestling. „Ich liebe große Kämpfer und große Kämpfe. Ich freue mich darauf, beides an diesem Samstagabend zu sehen und meine Gedanken am Ring zu teilen. Sie sollten dieses besondere Ereignis nicht verpassen“, warb Trump im Vorfeld des Aufeinandertreffens zwischen Holyfield und dem Brasilianer Belfort für die Veranstaltung.

Gerade in den USA erfreuen sich Kämpfe zwischen früheren Größen des Boxsports, ehemalige Profis aus anderen Sportarten oder gar Personen des nicht-sportlichen öffentlichen Lebens großer Beliebtheit. So gab es in der jüngeren Vergangenheit gleich mehrere Schaukämpfe. Unter anderem stieg der Ex-Boxweltmeister Floyd Mayweather gegen Youtube-Star Logan Paul in den Ring, Ex-NBA-Star Nate Robinson trat gegen Youtuber Jake Paul an und auch die MMA-Kämpfer Ben Askren und Tyron Woodley prügelten mit. Vor allem das Box-Comeback von Mike Tyson gegen Roy Jones Junior im November 2020 erregte großes mediales Interesse und spaltete die Boxwelt. Nun also stieg auch Evander Holyfield wieder in den Ring. Eben jener Holyfield, dem „Iron Mike“ bei einem skandalösen WM-Kampf im Jahr 1997 ein Teil seines Ohres abgebissen hatte. Zuletzt entfachten in den USA wilde Spekulationen über eine Neuauflage des Kampfes zwischen den beiden in die Jahre gekommen Box-Rentnern Tyson (55) und Holyfield (58). Ein angemessener Rahmen für den exzentrischen Trump.

Vor den Augen von Donald Trump: Bitterer Knock-out für Ex-Box-Weltmeister Holyfield

Doch nach nicht einmal zwei Minuten war das Spektakel bereits wieder vorbei. Denn für den 58-jährigen früheren Schwergewichtsweltmeister Evander Holyfield verlief die Rückkehr in den Ring alles andere als nach Plan. Kurz vor Ende der ersten von insgesamt acht Runden stoppte der Ringrichter das Geschehen. Der 14 Jahre jüngere ehemalige MMA-Kämpfer Belfort siegte nach wenigen Augenblicken durch technischen K.o., Holyfield blieb unter den Augen Donald Trumps völlig chancenlos.

Holyfield war überhaupt erst kurzfristig als Ersatz für den mit dem Coronavirus infizierten Oscar de la Hoya (48) eingesprungen. Wegen des hohen Alters und der langen Pause Holyfields hatte die Boxaufsicht in Kalifornien eine Genehmigung verweigert, der Kampf fand deshalb in Florida statt. Den Einsatz des Ex-Präsidenten Trump in der Kommentatorenkabine ließ sich der US-amerikanische Pay-Per-View-Anbieter Fite.tv im Übrigen einiges kosten. Für die Ton-Option mit den Stimmen von Trump und Trump Junior mussten die Zuschauer satte 49,99 US-Dollar zahlen. (yw)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare