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In Dili waten Menschen durch das Wasser nach dem heftigen Regen. 14 Dörfer waren am Montag noch abgeschnitten.
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In Dili waten Menschen durch das Wasser nach dem heftigen Regen. 14 Dörfer waren am Montag noch abgeschnitten.

Indonesien

Dörfer im Wasser

Auf mehreren indonesischen Inseln sind mehr als 100 Menschen durch Sturzfluten ums Leben gekommen.

Bei mehreren Naturkatastrophen und einem Schiffsunglück sind am Osterwochenende in Indonesien mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Behörden befürchteten am Montag, dass die Zahl der Opfer noch ansteige.

Besonders betroffen waren die kleinen Nachbarinseln Lembata und Adonara. Sturzfluten, Schlammlawinen und Erdrutsche hinterließen eine Spur der Zerstörung. Ganze Dörfer waren abgeschnitten. Aus den braunen Wassermassen ragten Trümmerteile, Wellblech-Dächer und abgerissene Baumstämme. „Indonesien trauert wieder“, schrieb die Nachrichtenagentur Antara News.

Auf Lembata starben 20 Menschen durch eine Schlammlawine des Vulkans Lewotolo. Mehr als 60 Personen wurden vermisst, nachdem am Sonntag ihre Dörfer und Häuser von schnell talwärts fließenden Strömen aus Schlamm und Schutt getroffen worden waren, wie Behördensprecher Thomas Ola aus der Provinz Ost-Nusa Tenggara sagte.

Vorausgegangen waren starke Regengüsse. Rettungskräfte des Militärs und der Polizei waren im Einsatz, um die Menschen in Sicherheit zu bringen. Viele Anwohnerinnen und Anwohner warteten, knietief im Wasser stehend, auf Hilfe. „14 Dörfer sind immer noch vollkommen abgeschnitten, die Straßen sind unzugänglich“, erklärte Ola.

Die Zahl der Opfer werde wahrscheinlich steigen, da noch immer Informationen aus den Dörfern gesammelt würden.

Auf der nahe gelegenen Insel Adonara führten massive Regenfälle am Sonntag zu Sturzfluten und Überschwemmungen. Die Zahl der Todesopfer dort sei bis Montag auf 73 gestiegen, berichtete der Sender „Metro TV“. Gebäude wurden mitgerissen, eine Brücke stürzte ein. Viele Opfer hätten noch nicht geborgen werden können. Die meisten Toten wurden laut der Zeitung „Kompas“ im Dorf Nelelamadike verzeichnet, wo Dutzende Häuser nach Erdrutschen begraben wurden.

Jedoch gebe es kaum Transportmöglichkeiten zu den Dörfern, betonte der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Raditya Jati. Die Insel sei nur über das Meer erreichbar, Verbindungen seien wegen starken Wellengangs unterbrochen.

Auf der Insel Alor vor der Küste Osttimors sorgten Niederschläge ebenfalls für Verwüstungen. Dort starben elf Menschen. Und Entwarnung war nicht in Sicht: Meteorolog:innen sagten für Teile Indonesiens in den kommenden Tagen weiterhin Extremwetter mit Starkregen voraus.

Schwere See behinderte auch Rettungsarbeiten nach der Kollision eines Fischerbootes mit einem Frachtschiff vor Java. Das Boot war am Samstag gesunken. Dabei starben zwei Menschen, 15 Personen wurden noch vermisst. Das Suchgebiet sei am Montag auf 33 Seemeilen vergrößert worden, berichtete der Leiter der Such- und Rettungsbehörde in Bandung. (A. Pathoni und C. Frentzen, dpa)

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