Musik

Doch keine Richtlinien für Pop-Bands

Südkoreas Regierung zieht Katalog zurück.

Die südkoreanische Regierung ist mit Richtlinien für mehr Vielfalt in der Popmusikszene auf starken Widerstand gestoßen. Das Ministerium für Geschlechtergerechtigkeit zog den Katalog am Mittwoch angesichts von Zensurvorwürfen kleinlaut zurück. In den Richtlinien hieß es, die sogenannten K-Popstars sähen zu gleich aus. Die Jugendidole seien allesamt dünn, gleich geschminkt und gekleidet.

Koreas K-Pop ist ein Milliardengeschäft. Die Schönheitsindustrie samt -chirurgie in dem asiatischen Land ebenso. Jährlich legen sich in Südkorea zehntausende Menschen unters Messer, darunter viele Minderjährige. Das Ministerium versicherte, es habe keine Vorgaben machen oder TV-Produktionen kontrollieren wollen. Absicht sei es gewesen, „Medien abzuhalten, unbeabsichtigt Menschenrechte zu untergraben oder Diskriminierung Vorschub zu leisten“. Offenbar hätten die Richtlinien jedoch „unnötige Verwirrung“ gestiftet. Die Entschuldigung folgte nach erbittertem Widerstand im Internet.

Kritiker werfen der K-Popszene vor, zu vielen Menschen fragwürdige Schönheitsideale einzuimpfen. Im Jahr 2017 ließen sich etwa alle vier Mitglieder der Girlband SixBomb ausgiebig operieren und bewarben ihre Schönheits-OPs regelrecht. (afp)

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