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Hollywood Schriftzug in Los Angeles
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Hollywood Schriftzug in Los Angeles

USA

Disney & Co. unter Zugzwang – Bedroht ein Streik die Filmbranche in Hollywood?

  • VonLukas Zigo
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Fast 99 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder stimmen einem Streik zu, sofern ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Dadurch droht die TV- und Filmproduktion zu stoppen.

Los Angeles – Mit Hollywood verbinden wir großes Kino, berühmte Regisseure und reiche Film-Stars. Doch in der Realität bewegt sich in der „Traumfabrik“ nichts ohne zehntausende Arbeiter:innen. Kameratechniker, Filmeditoren, Kostümdesigner und Produktionskoordinator:innen klagen über dieselben Beschwerden an ihrem Arbeitsplatz.

Die Angestellten der großen Studios wie Disney, Warner Bros., Netflix oder Amazon fordern mehr Erholungszeit von der Arbeit. Sie berichten zum Beispiel davon, nach 14-Stunden-Tagen mit wenigen Pausen ausgebrannt zu sein. Auch Lohnerhöhungen, insbesondere für Arbeitnehmer:innen in den am schlechtesten bezahlten Berufsgruppen sind Teil der Forderungen.

Netflix, Disney&Co: Streaming als Streitpunkt – Studios zahlen unverhältnismäßig schlecht

Wie die Huffington Post berichtet, sind ein großer Streitpunkt die Vergütungssätze für gestreamte Inhalte. Denn obwohl die Industrie lägst einen großen Schritt in Richtung Streaming gemacht hat, können Studios ihren Mitarbeitern für Projekte im sogenannten „New Media“ (neue Medien)-Bereich nach wie vor weniger zahlen.

Die Mitglieder der International Alliance of Theatrical Stage Employees, Moving Picutre Technicians, Artists an Allied Crafts (IATSE) stimmten mit 98,68 Prozent für die Genehmigung eines Streiks, wie die Gewerkschaft am Montag (04.10.2021) mitteilte. Laut IATSE haben fast 90 Prozent aller berechtigten Mitglieder ihre Stimme abgegeben.

Hollywood-Streik wäre der größte in den USA seit 2007

Das Ergebnis der Abstimmung heißt nicht zwingend, dass es auch zu einem Streik kommt. Die 60.000 unter die Verträge fallenden Mitarbeiter streiken nur dann, wenn mit den Vertretern der Studios, der (AMPTP), keine zufriedenstellende Einigung erzielt werden kann. Die Abstimmung dient lediglich dazu, den Streik jederzeit ausrufen zu können.

Würde die Gewerkschaft diesen Streik tatsächlich ausrufen, so wäre es der größte im Privatsektor der USA, seitdem die Beschäftigten von General Motors im Jahr 2007 ihre Arbeit niedergelegt haben.

USA – Gewerkschaft: „Die Mitglieder haben laut und deutlich gesprochen“

Die IATSE teilte auf Twitter mit: „Die Mitglieder haben laut und deutlich gesprochen“. Weiter führte die Gewerkschaft aus: „Unsere Leute haben grundlegende menschliche Bedürfnisse wie Zeit für Essenspausen, ausreichend Schlaf und ein Wochenende. Für diejenigen, die am unteren Ende der Gehaltsskala stehen, sie verdienen nichts Geringeres als einen Lohn, der ihre Existenz sichert.“

Ein Kameratechniker berichtet gegenüber der HuffPost: „Die Menschen lieben, was sie an den Film-Sets tun, aber wir wollen eine Qualität des Lebens, für welche sich das Leben lohnt.“

US-Film-Studios zeigen sich uneinsichtig – Ist ein Streik unabwendbar?

Die AMPTP welche die Studios vertritt, veröffentlichte am Montag (04.10.2021) ein Statement. Eine Vereinbarung zur Abwendung eines Streikes benötige „eine Zusammenarbeit beider Seiten in gutem Glauben“.

„Wir schätzen unsere IATSE-Crew-Mitglieder sehr und sind bestrebt, mit ihnen zusammenzuarbeiten, um einen Produktionsstopp der gesamten Branche zu so einem entscheidenden Zeitpunkt zu vermeiden, zumal sich die Branche noch immer von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie erholt“, sagte AMPTP-Sprecher Jarryd Gonzalez.

Matthew Loeb, Präsident der IATSE, gab am Freitag bekannt, die Produzenten-Vertretung hätte „nicht ernsthaft auf unsere Kern-Prioritäten reagiert.“ (Lukas Zigo)

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