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40 Minuten Anspannung im „Situation Room“. Das ikonische Bild von Fotograf Pete Souza.
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40 Minuten Anspannung im „Situation Room“. Das ikonische Bild von Fotograf Pete Souza.

Historischer Moment

Die Tötung Osama bin Ladens: Hinter dem ikonischen „Situation Room“ Foto

  • Valerie Eiseler
    VonValerie Eiseler
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Zehn Jahre nach der Tötung des Al-Kaida-Anführers Osama bin Ladens durch die U-Navy bleibt das Foto von Pete Souza eines der berühmtesten Bilder der Obama-Ära. Wie erinnern sich Barack Obama und Joe Biden an diesen Moment?

In Deutschland ist es der frühe Morgen des 2. Mai 2011, als Barack Obama beobachtet, wie Spezialeinheiten der US Navy Seals den Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden in seinem Versteck in Pakistan töten. Der damalige US-Präsident trägt noch die ungezwungene Kleidung, in der er wenige Stunden zuvor Golf gespielt hatte. Er habe möglichst wenig Aufmerksamkeit erregen wollen, schreibt Obama später in seinen Memoiren „A Promised Land“. Es sei das erste und einzige Mal gewesen, dass er als Präsident eine Militäroperation in Echtzeit verfolgt habe. Die Nervosität steht ihm ins Gesicht geschrieben. Auf dem Bild links neben ihm zu sehen: sein damaliger Vize und der heutige US-Präsident Joe Biden. Laut Obamas Memoiren soll Biden Bedenken gegenüber der umstrittenen Mission geäußert haben. Nicht zu sehen auf dem Foto ist der Rosenkranz, den der gläubige Katholik unter dem Tisch in den Händen gehalten haben soll. Umrundet von zahlreichen Sicherheitsberatern des Weißen Hauses sitzt hier auch Hillary Clinton, 2011 Außenministerin der Obama-Administration. Ihr sieht man das Unbehagen deutlich an. Sie hatte den Einsatz zwar befürwortet, aber dennnoch befürchtet, dass eventuelle Fehler ein schlechtes Licht auf den Präsidenten werfen könnten, so Clinton später.

Auch der Mann hinter dem Bild, Pete Souza, erinnert sich laut einem Interview mit dem Magazin „Insider“ an die angespannte Atmosphäre in dem kleinen Konferenzraum. Als offizieller Fotograf Obamas drängte sich Souza während der Übertragung in den überfüllten Raum. 40 Minuten lang harrte er mit den anderen Anwesenden dort aus, bis die Worte „Geronimo EKIA“ erklangen – „Geronimo“ war der Codename Bin Ladens, die Abkürzung steht für „enemy killed in action“; der Feind wurde im Kampf getötet. Bilder des Einsatzes sind bis heute unter Verschluss, ebenso wie eines der Fotos auf dem Tisch, das nachträglich unkenntlich gemacht wurde. In seinen Möglichkeiten beschränkt schoss Souza daher nur ein Foto von den Anwesenden im Situation Room, dem Lageraum des Weißen Hauses – und kreierte eines der ikonischen Bilder der Obama-Administration.

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