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Die „Russen-Yacht“ Solandge flüchtet aus Hamburg

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Von: Sebastian Peters

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Die sogenannte „Russen-Yacht“ Solandge hat den Hamburger Hafen in den frühen Morgenstunden verlassen. Durch einen angeblichen Eignerwechsel gelang die mutmaßliche Flucht.

Hamburg – Und Tschüss… Die Russen-Yacht „Solandge“ hat am frühen Mittwochmorgen, 13. April 2022, den Hamburger Hafen* verlassen. Dieses Manöver hatte die Lürssen-Werft bereits in der letzten Wochen angekündigt*. Allerdings stellt sich die Frage, warum die Mega-Yacht den Hafen einfach so verlassen darf. Mittlerweile ist die „Russen-Yacht“ Solandge im Süden* unterwegs.

Russen-Yacht Solandge: Durch „Eigner-Trick“ die deutschen Behörden ausgetrickst?

Der angebliche Eigner, Oligarch Suleyman Abusaidovich Kerimov (56), steht seit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine* auf der EU-Sanktionsliste. Bis vor kurzem wurde die „Solandge“ ebendiesem Oligarchen „zugerechnet“. Aber nach einem vor kurzem veröffentlichten Medienbericht soll der Eigner der Mega-Yacht angeblich gewechselt haben*. Der neue Chef der Yacht soll der Saudi-Prinz „Muqrin bin Abdulaziz“ sein.

Die Solandge auf der Elbe auf dem Weg zum Nord-Ostsee-Kanal
Die „Solandge“ hat den Hamburger Hafen ohne weitere Kontrollen verlassen. © Sebastian Peters

Insider vermutet hinter dem angeblichen Eignerwechsel aber ein Versteckspiel des Oligarchen Suleyman Abusaidovich Kerimov. Eine speziell gegründete Task-Force soll nämlich in Deutschland versteckte Reichtümer der sanktionierten Oligarchen aufspüren und einfrieren. Erst in den letzten Tagen konnte die frisch gegründete Ermittlergruppe die Besitzverhältnisse der Super-Yacht „Dilbar“ (156 Meter lang und 24 Meter breit)* aufklären.

Die ca. 500 Millionen teure Super-Yacht gehört der Schwester des sanktionierten Oligarchen „Alischer Usmanow“. Durch diesen Ermittlungserfolg wurde die Dilbar im Hamburger Hafen an die Kette gelegt* und die Schwester „Gulbahor Ismailova“ zur Sanktionsliste hinzugefügt.

Die Russe-Yacht Solandge in Hamburg auf der Elbe beim verlassen des Hafens
Mit dem Sonnenaufgang hat die „Luxus-Yacht“ den Hafen in Hamburg verlassen. © Sebastian Peters

Luxus-Yacht „Solandge“ geflüchtet – „Dilbar“ an der Kette, Teilerfolg für die Task-Force

Ob die Solandge tatsächlich noch dem sanktionierten Oligarchen gehört, ist unklar. Die Reichtümer – beim Oligarchen Suleyman Abusaidovich Kerimov sollen es rund 8,9 Mrd. Euro sein – sind aber weiterhin teilweise eingefrorenen. Neben der Dilbar „schlummert“ noch eine weitere Luxus-Yacht im Hamburger Hafen.

Die „Luna“, eine 115 Meter lange Luxus-Yacht, ist im Hafen festgemacht. Bei der Luxus-Yacht, die unter den Top 100 der weltgrößten Yachten steht, sind die Besitztverhältnisse allerdings klar. Eigner der 400 Millionen-Yacht ist der Geschäftsmann „Farkhad Akhmedow“. Ein aus Aserbaidschan stämmiger Mann, der als Politiker in Russland aktiv war.

Farkhad Akhmedow war bei Verhandlungen zur Beilegung der Streitigkeiten zwischen Russland und der Türkei beteiligt. Der Außenminister der Türken Mevlüt Çavuşoğlu bezeichnet Farkhad Akhmedow als diplomatischen Mittelsmann, „der eng mit Putin zusammengearbeitet hat und Putin gut kennt“. Auf einer EU-Sanktionsliste steht Farkhad Akhmedow „noch“ nicht. Somit dürfte die „Luna“ den Hamburger Hafen, ebenso wie die Solandge, einfach verlassen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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