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DER FR-ADVENTSKALENDER

Die Liebesschnulze und was Leckeres vom Chinesen

Festlicher Wohnungstausch mit Cameron Diaz und Kate Winslet in Teil 13 unserer Geschichten über Weihnachtsrituale

Eine Karrierefrau trennt sich von ihrem Lebenspartner und sucht in der englischen Kleinstadt-Idylle Ruhe und Abgeschiedenheit. Deshalb lässt sie sich auf einen Häuser-Tausch ein: Für zwei Wochen tauscht sie ihr kalifornisches Zuhause mit dem einer jungen Britin, die ebenfalls an Liebeskummer leidet – und das kurz vor Weihnachten.

Nun ist das nicht unbedingt eine Lebensgeschichte, mit der ich mich grundsätzlich identifizieren würde. Den Wunsch, während der Feiertage Zeit für mich zu haben, kann ich hingegen spätestens am 26. Dezember sehr gut nachvollziehen. Zuvor gab es den chaotischen und wenig besinnlichen, aber durchaus liebevollen Heiligabend mit der gesamten Familie unter einem Dach – besser gesagt, an einem Tisch – bei meinen Eltern. Dann tags darauf die Wiederholung davon auf neutralem Boden mit gutbürgerlicher Küche. Den ganzen Stress in der Vorweihnachtszeit nicht zu vergessen: Dekorieren, Baumkauf und natürlich die mitunter verzweifelte Suche nach den richten Geschenken, gefolgt vom notdürftigen Einpacken.

Wer bräuchte danach nicht ein paar Tage Ferien? Antwort: Die Liebe – so viel lernen wir von dem gleichnamigen Film (2006) mit Jude Law und Cameron Diaz. Der Hollywoodstreifen ist so herzlich, hat so viel Wohlfühlfaktor, dass die zweieinviertel Stunden, die der Film dauert, selbst ein bisschen wie ein Kurzurlaub daher kommen; passend zum englischen Originaltitel („The Holiday“). Sei es wegen der charmanten Kate Winslet alias Iris, der wunderbaren Musik von Hans Zimmer, die dem Zuschauer sowohl ein Lächeln ins Gesicht zaubert als auch auf die Tränendrüse drückt, oder den „süßen Spontantreffen“, die jede der Figuren im Laufe des Films einmal hat und die man sich selbst wünscht.

Weihnachtsrituale

Für die einen ist es die Gans an Heiligabend, für die anderen muss es „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ im Nachmittagsprogramm sein. Wir alle haben bestimmte Geschichten, Filme oder auch Rituale, die zu Weihnachten gehören – und ohne die unsere Adventszeit nur halb so festlich wäre. In diesem Jahr finden Sie im FR-Adventskalender nicht nur die beliebten persönlichen Geschichten, sondern hin und wieder auch Verlosungen. Viel Glück und auf jeden Fall: Frohes Fest! FR

Vielleicht habe ich deshalb daraus eine meiner Weihnachts-Traditionen gemacht. Im Schein der Kerzen, der Lichterketten und des leuchtenden Weihnachtsbaums schaue ich am Zweiten Weihnachtsfeiertag „Liebe braucht keine Ferien“, trinke dazu selbst gemachten Eierlikör und bestelle unanständig viel chinesisches Essen. Egal wie viel Braten, Rotkohl oder Knödel es in den vorangegangenen Tagen gegeben hat.

Damit stimme ich Cameron Diaz zu, die sagt „ich möchte gerne Kohlenhydrate essen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben“, als sie am Rande eines Nervenzusammenbruch feststellt, dass sie „raus aus der Stadt“ muss. Um ein Buch zu lesen, Ruhe und Zeit für sich zu haben, oder „weswegen die Leute sonst das Weite suchen“ – jedenfalls gegen den Stress, der die Gesichter der Frauen „verknittert“ aussehen lässt.

Und spätestens in der ersten Kamera-Einstellung, in der das vermeintlich verschneite Örtchen Surrey und das liebliche Landhaus von Iris gezeigt werden, fange ich an, über mein Smartphone günstige Flüge nach London und bezahlbare Unterkünfte südlich davon zu suchen. Während ich mir fest vornehme, in der nächsten Vorweihnachtszeit meine ganz eigene Version des Films nachzuspielen – alle Jahre wieder.

Gegen die Gesellschaft des süßen Charlie, Iris’ zottligem Hund, hätte ich überhaupt nichts einzuwenden. Und schon gar nicht dagegen, dass Jude Law unerwartet auf der Türschwelle auftaucht. Übrigens: Wen beim Schauen wie mich auch das Fernweh packt, der sollte sich nach den Dörfchen Godalming und Shere umsehen. Denn hier wurde dieser Film, der das nachweihnachtliche Herz wärmt, gedreht.

Fazit: Liebe braucht keine Ferien – die Weihnachtsfeiertage aber brauchen diesen Film.

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