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Rund 2,4 Milliarden Euro werden verteilt. Kinder singen die gezogenen Losnummern.
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Rund 2,4 Milliarden Euro werden verteilt. Kinder singen die gezogenen Losnummern.

Spanische Weihnachtslotterie

„El Gordo“ so dick wie nie: Weihnachtslotterie in Spanien sprengt alle Rekorde

  • Martin Dahms
    VonMartin Dahms
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Die Menschen in Spanien haben für rund drei Milliarden Euro Lose der Weihnachtslotterie gekauft – ein Rekord. Also gibt’s auch besonders viele Gewinner.

Madrid - Der Gordo hat 2021 auf sich warten lassen. Um kurz nach zwölf, drei Stunden nach Beginn der Ziehung, fielen endlich die erlösenden Worte: „Vier Millionen Euro! Für die Nummer 86148!“ Beides muss man sich gesungen vorstellen, von Kindern der Madrider Schule San Ildefonso, auf der Bühne des Teatro Real, des Madrider Opernhauses. Lauter Gewinnerarien. Die spanische Weihnachtslotterie ist wahrscheinlich die größte – und ganz bestimmt die schönste der Welt.

Es lohnt sich, einen kleinen Kurs zu machen, um diese Lotterie zu verstehen. Verkauft werden 100.000 Nummern, von 00000 bis 99999. Jede dieser Nummern wird insgesamt bis zu 1720 Mal verkauft. Verwirrenderweise heißt das gewöhnliche 20-Euro-Los „décimo“, ist also ein Zehntellos. Die „4 Millionen Euro!“, die am Mittwoch für die Nummer 86148 ausgesungen wurden, bedeuteten für die Besitzerinnen und Besitzer der Gewinnerlose daher den etwas bescheideneren Gewinn von 400.000 Euro. Abzüglich 20 Prozent Steuer.

Hohe Chancen, niedrigerer Gewinn: Die spanische Weihnachtslotterie ist ein Spektakel

Bei der spanischen Weihnachtslotterie gewinnt man also vergleichsweise wenig, hat mit 1 zu 100.000 aber vergleichsweise hohe Chancen auf den Hauptgewinn. Das Schönste ist, dass man das Gewinnerglück mit 1719 anderen Menschen teilt. Oder mit noch mehr. Es ist nämlich üblich, Zehntellose gemeinsam mit Freunden oder Arbeitskollegen zu kaufen (damit es hinterher keinen Ärger gibt, unterschreibt jeder Teilhaber die Rückseite des Loses). Bei so vielen Gewinnerinnen und Gewinnern kann man kaum anders, als sich mitzufreuen, auch wenn man selbst leer ausgeht.

Der größte Teil der diesjährigen Gewinnernummer 86148 war an einer Annahmestelle im Madrider Bahnhof Atocha verkauft worden. Das ist der Bahnhof mit dem höchsten Passagieraufkommen Spaniens. Man kann sich also vorstellen, wie sich die Lose von dort aus auf den Weg gemacht haben, um schließlich in allen Winkeln des Landes Gewinne niederregnen zu lassen.

Weihnachtslotterie „El Gordo“: Spanier kauften für über drei Milliarden Euro Lose

Nicht fein verteilt, sondern sehr konzentriert hat sich der Zweite Preis (125.000 Euro fürs Zehntellos): Die Gewinnernummer 72119 war komplett in einer Annahmestelle der baskischen Industriestadt Basauri verkauft worden und hat dort ganze Nachbarschaften über Nacht reich gemacht.

So oder so war es der dickste Gordo („Dicke“) der gut 200-jährigen Geschichte der spanischen Weihnachtslotterie: Spanierinnen und Spanier haben 2021 für mehr als drei Milliarden Euro Lose gekauft – 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Weil 70 Prozent der Losumsätze ausgeschüttet werden (den Rest behält der Staat, der die Lotterie betreibt), gab es dieses Jahr auch besonders viele Gewinne. Und wer sie nicht den Hauptgewinn gezogen hat, hat vielleicht die 20 Euro „reintegro“ – die Rückzahlung des Einsatzes. Damit kann man direkt das Los für die nächste Lotterie, „El Niño“, am 6. Januar kaufen. (Martin Dahms)

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