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RKI-Präsident Lothar Wieler bei der Bundespressekonferenz zur Corona-Lage in Deutschland.
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Die Corona-Fallzahlen in Deutschland nehmen zu, daher ist die Deutschlandkarte des RKI-Präsidenten Lothar Wieler dunkelrot.

Steigende Inzidenz

Rekord bei Corona-Neuinfektionen: Deutschland weltweit in der „Spitzengruppe“

  • VonMax Schäfer
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Deutschland liegt bei den Corona-Neuinfektionen weltweit in der negativen „Spitzengruppe“. Eine Statistik zeigt die Bundesrepublik sogar vor Großbritannien und Russland.

Frankfurt – Die vierte Welle der Corona*-Pandemie läuft. Das Robert Koch-Institut meldete am Freitag (12.11.22021) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 263,7*, den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Einen Tag zuvor, am Donnerstag (11.11.2021), meldete das RKI 50.196 Neuinfektionen. Auch das ist ein Negativrekord.

Deutschland gehört damit seit einigen Tagen zur Spitzengruppe der Länder mit den meisten Corona-Neuinfektionen und lag am Donnerstag (11.11.2021) im internationalen Vergleich auf Platz zwei hinter den USA*, wo laut Johns Hopkins Universität 63.245 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet wurden. In Großbritannien* wurden mit 43.511 Fällen die drittmeisten Neuinfektionen gemeldet. In Russland* gab es am Donnerstag 39.584 Neuinfektionen.

Statistik zu Corona-Neuinfektionen sieht Deutschland vor Großbritannien und Russland

In den sozialen Medien kursierte zwischenzeitlich eine Auflistung der Corona-Fallzahlen des Statistikportals Worldometer.info, das Daten von nationalen Gesundheitsministerien, Regierungsinstitutionen und Gesundheitsbehörden auswertet und immer wieder von verschiedenen Regierungen und Medien, darunter die New York Times, zurate gezogen wird. Laut Worldometer meldete Deutschland am Donnerstag (11.11.2021) mit 50.337 sogar die meisten Neuinfektionen und lag damit vor den USA, wo es 43.596 Neuinfektionen gegeben haben soll. Zahlen aus verschiedenen Quellen können jedoch immer etwas variieren, was die Unterschiede in der Auflistung erklärt.

Corona-Neuinfektionen: WHO warnt vor Trend in Europa

Die Corona-Fallzahlen bestätigen damit den Trend, vor dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt. In ihrem wöchentlichen Pandemie-Bericht vom Mittwoch (10.11.2021) berichtete die WHO, dass weltweit rund 3,1 Millionen neue Fälle aufgetreten seien. 1,9 Millionen Infektionen traten in Europa auf, was fast zwei Dritteln der weltweiten Fälle entspricht.

In Europa zeichnet sich damit ein gegensätzlicher Trend zur weltweiten Entwicklung ab: In allen Regionen gehen die Corona-Neuinfektionen zurück – außer in Europa, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf den WHO-Bericht. Hans Kluge, WHO-Direktor für Europa, warnte angesichts der steigenden Fallzahlen vor bis zu 500.000 weiteren Todesfällen bis Februar, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, um Corona zu stoppen.

 „Wir müssen alles tun, um diese Dynamik zu brechen. Sonst wird es für das ganze Land ein bitterer Dezember.“

Jens Spahn in der Bundespressekonferenz am 12.11.2021 zur vierten Corona-Welle

Corona-Neuinfektionen in Deutschland: RKI-Präsident Wieler fordert Maßnahmen

„Es ist 5 nach 12“, betonte RKI-Präsident Lothar Wieler auf der Bundespressekonferenz zur Corona-Lage am Freitag (12.11.2021). Über 8000 Corona-Patientinnen und -Patienten würden derzeit auf Intensivstationen behandelt. Die sogenannte vierte Welle sei demnach nur noch mit neuen Corona-Maßnahmen zu bremsen. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn* warnte davor, dass Intensivstationen in mehreren Bundesländern am Limit arbeiteten, sodass Notfallpatientinnen und -patienten mit Herzinfarkt oder Schlaganfall nicht mehr angemessen behandelt werden könnten. (Max Schäfer) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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