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Der Bardarbunga sorgt nicht nur in Island für Aufregung.
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Der Bardarbunga sorgt nicht nur in Island für Aufregung.

Vulkan auf Island

Deutschland ist bereit für Vulkanasche

Der Vulkan Bárdarbunga auf Island bebt und grummelt weiter. Lava ist wohl noch nicht ausgetreten, doch die Furcht vor einer Eruption bleibt. Das Bundesverkehrsministerium ist auf Vulkanasche im deutschen Luftraum vorbereitet.

Der drohende Ausbruch des Gletschervulkans Bardarbunga in Island hat Sorgen um die Verbreitung von Vulkanasche auch im deutschen Luftraum ausgelöst. Das Bundesverkehrsministerium traf bereits Vorbereitungen für diesen Fall, wie Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) in Berlin mitteilte. Das Geschehen weckt Erinnerungen an den Ausbruch eines isländischen Vulkans im April 2010, der den Flugverkehr in Europa teilweise lahmlegte.

"Deutschland ist auf eine mögliche Vulkanasche-Kontamination des Luftraums vorbereitet", erklärte Dobrindt. Alle notwendigen Vorbereitungen für den Fall eines Vulkanausbruchs seien getroffen. Es sei ein Aktionsplan erarbeitet worden, "mit dem wir jederzeit auf aktuelle Situationen reagieren können", versicherte der Minister.

Ein Spezialflugzeug, das Vulkanasche im Luftraum misst, steht laut Verkehrsministerium bereit. Zudem ist demnach ein Infrarot-Laser-Messnetz aufgebaut, mit dem die Konzentration von Vulkanasche bis zu einer Höhe von zwölf Kilometern erfasst werden kann.

Der Deutsche Wetterdienst stehe zudem in ständiger Abstimmung mit dem isländischen Wetterdienst. Auch eine Arbeitsgruppe für den operativen Krisendienst sei vorbereitet, die im Fall von Vulkanasche im Luftraum eng mit der Deutschen Flugsicherung zusammenarbeite.

Möglicher bislang unbemerkter Ausbrunch

Risse im Eis oberhalb des isländischen Vulkans könnten nun nach Behördenangaben auf einen bislang unbemerkten Ausbruch hindeuten. Bei einem Überwachungsflug am Mittwochabend sei ein vier bis sechs Kilometer langer Riss entdeckt worden, teilte das Meteorologische Institut mit. Die Spalte im Eis des landesgrößten Gletschers Vatnajökull sei etwa einen Kilometer breit und stellenweise bis zu 15 Meter tief. Wann sich die vermutete Eruption ereignete, sei aber unklar.

Der Bardarbunga ist der größte Vulkan Islands und liegt unter dem Gletschereis des Vatnajökulls im Südosten der Insel. Auch am Donnerstag wurde er wieder von einem Erdbeben der Stärke 5,0 erschüttert. Am Dienstag hatten Experten einen Erdstoß der Stärke 5,7 registriert. Dies war die stärkste Erschütterung seit Beginn der Vulkanaktivität vor zwei Wochen und das heftigste Erdbeben in dem Gebiet seit 1996.

Wissenschaftler befürchten, dass ein größerer Ausbruch des Vulkans erhebliche Schäden anrichten und durch Aschewolken den Flugverkehr in Nordeuropa und über dem Nordatlantik behindern könnte. Allerdings ist nach wie vor unklar, ob die Aktivität des Bardarbunga noch mehrere Wochen andauern, komplett aufhören oder in einer kleinen oder großen Eruption münden wird.

Nach der Eruption des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im April 2010 waren mehr als 100.000 Flüge gestrichen worden. Gut acht Millionen Reisende saßen zum Teil tagelang auf Flughäfen fest. (afp)

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