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Unter dem Pseudonym Anna Delvey hatte Sorokin sich als schwerreiche Millionenerbin ausgegeben und gewann so schnell das Vertrauen der Schickeria.

New York

Deutsche Hochstaplerin in USA könnte trotz Netflix-Deal leer ausgehen

Die Staatsanwaltschaft in New York  will verhindern, dass die wegen Hochstaplerei verurteilte Deutsche Anna Sorokin an der Verfilmung ihrer Verfehlung profitiert.

Die in den USA zu einer Haftstrafe verurteilte deutsche Hochstaplerin Anna Sorokin könnte trotz eines TV-Deals kein Geld für die Verfilmung ihrer Verbrechen bekommen. Wie mehrere lokale Medien berichteten, will die New Yorker Staatsanwaltschaft eine Zahlung von 70.000 Dollar (knapp 63.000 Euro) vom Streamingdienst Netflix an Sorokin stoppen. Die Summe ist Teil eines Vertrags, den die 28-Jährige unterschrieben hatte, damit aus ihrer Geschichte über die Täuschung der New Yorker High Society eine Fernsehserie wird.

Die Staatsanwaltschaft will verhindern, dass Sorokin von ihren Verbrechen profitiert und strengt deshalb ein entsprechendes Gesetz an, um die Zahlung zu blockieren. Betroffen wären den Berichten zufolge auch 15.000 Dollar pro Folge der Sendung sowie 7500 Dollar Tantiemen für jede Episode. Die Serie soll von der preisgekrönten Produzentin Shonda Rhimes („Grey‘s Anatomy“) kreiert werden.

Sorokin war im Mai von einem New Yorker Gericht zu einer Haftstrafe von mindestens vier Jahren verurteilt worden. Sie war schuldig gesprochen worden, sich in der High Society von Manhattan Leistungen im Wert von mehr als 200.000 Dollar (rund 180.000 Euro) erschlichen zu haben. Unter dem Pseudonym Anna Delvey hatte Sorokin sich als schwerreiche Millionenerbin ausgegeben und gewann so schnell das Vertrauen der Schickeria. In einem Interview mit der „New York Times“ nach dem Urteil sagte sie, dass sie keine Reue verspüre.

Ursprünglich kommt Sorokin aus Russland, im Alter von 16 Jahren war sie nach Deutschland gezogen, wo sie in Eschweiler bei Aachen zur Schule ging. (dpa)

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