Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Tarifstreit

Deutsche Bahn: GdL beendet Streik - Normalbetrieb läuft an

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
    schließen
  • Sandra Kathe
    Sandra Kathe
    schließen

Nach dem Streik der Lokführergewerkschaft GDL nimmt die Deutsche Bahn am Mittwoch Kurs auf einen Normalbetrieb.

  • Erneut kommt es zu Streiks bei der Deutschen Bahn (DB)
  • Die Gewerkschaft GDL kämpft für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen
  • Am Mittwoch (25.08.2021) endet der Streik

Update vom 25.08.2021, 06:30 Uhr: „Der Bahnverkehr ist am Morgen nach Ende des GDL-Streiks weitgehend normal gestartet“, teilte die Deutsche Bahn am Morgen in Berlin mit. Am Mittwoch (25.08.2021) solle im Fern- und im Regionalverkehr sowie bei den S-Bahnen wieder das komplette Fahrplanangebot fahren. Der Arbeitskampf der GDL war am frühen Mittwochmorgen um 2.00 Uhr planmäßig beendet worden. Eine Lösung des Tarifkonflikts ist allerdings weiter nicht in Sicht.

Am Dienstag und in der Nacht zu Mittwoch wurde nach Angaben der Bahn daran gearbeitet, dass etwa 860 Züge im Fern- sowie rund 21 000 Züge im Regional- und S-Bahnverkehr wieder nach dem normalen Fahrplan verkehren können. Reisende sollten sich aber über die Fahrplanauskunft im Internet und in der App vorab informieren, ob es eventuell Abweichungen gebe, teilte die Bahn weiter mit.

Alle vom 23. bis einschließlich 25. August bereits gebuchten Fahrkarten des Fernverkehrs für Strecken, die vom GDL-Streik betroffen seien, behalten laut Bahn ihre Gültigkeit und könnten bis einschließlich 4. September flexibel genutzt werden.

In dem Tarifstreit gibt es Uneinigkeit darüber, wann die Beschäftigten Einkommenserhöhungen bekommen sollen. Gerungen wird auch um eine mögliche Corona-Prämie sowie die Betriebsrenten. Weitere Streiks sind möglich.

Streik am Dienstag verläuft weitestgehend ruhig

+++ 08.04 Uhr: Stark vom Streik betroffen ist weiterhin der S-Bahn-Verkehr im Rhein-Main-Gebiet. Dies teilte die Bahn mit. So fahren die meisten Linien im Bereich des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) nur alle 60 Minuten. Auf den Linien S7 und S9 sind den Angaben nach gar keine Züge unterwegs. 

+++ 07.50 Uhr: Für den Epidemiologen Hajo Zeeb kommt der Streik zu keiner guten Zeit: Durch volle Züge steige das Corona-Infektionsrisiko, sagte der Wissenschaftler vom Bremer Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie der Deutschen Presse-Agentur. Menschen, die trotz der Streiks mit der Bahn reisen müssten, seien nun auf ein geringeres Platzangebot in den Zügen angewiesen. „Das führt zu Kontakterhöhungen und zu ja erhöhten Infektionsrisiken, gerade unter dem Aspekt der Delta-Variante.“

Der Epidemiologe empfiehlt Reisenden, wenn möglich vorerst auf Bahnfahrten zu verzichten oder auf weniger frequentierte Zeiten auszuweichen und sich in den Zügen zu verteilen. Die Bahn teilte auf Anfrage mit, viele Reisende hätten die Kulanzregeln in Anspruch genommen und ihre Fahrten auf das Wochenende vorgezogen.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ihren Streik bei der Deutschen Bahn auf den Personenverkehr ausgeweitet. |

Bahnstreik: 40 Prozent aller Regional- und S-Bahnen fahren

+++ 07.15 Uhr: Bei der Deutschen Bahn sollen auch am zweiten Tag des Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) bundesweit rund 30 Prozent aller Züge im Fernverkehr fahren. Wie das Unternehmen am Dienstagmorgen (24.08.2021) mitteilte, sollen im Regional- und S-Bahnverkehr rund 40 Prozent der Züge verkehren.

Laut Bahn gibt es starke regionale Unterschiede. Während in den Streikschwerpunkten wie der Region Südost mit den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nur zehn bis 15 Prozent der Züge fahren würden, könne beispielsweise bei der S-Bahn München etwa jeder zweite Zug angeboten werden.

Deutsche Bahn: Fahrgästen steht ein weiterer Streiktag bevor

Update vom 24.08.2021, 04:00 Uhr: Kunden der Deutschen Bahn müssen sich auch heute (24.08.2021) auf zahlreiche Verspätungen und Zugausfälle vorbereiten. Die Gewerkschaft GDL setzt ihren Streik bei der Deutschen Bahn fort. In den Morgenstunden wolle die Bahn aktuelle Prognosen abgeben, wie viele Züge ausfallen, sagte eine DB-Sprecherin am frühen Dienstagmorgen. „Auch am zweiten Tag werden wir unser stabiles Grundangebot bieten“, sagte sie weiter.

Reisende müssen sich dennoch wie am Montag auf zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Im Fernverkehr hatte die Bahn nach eigenen Angaben etwa 30 Prozent des Angebots aufrechterhalten können, im Regionalverkehr im Durchschnitt etwa 40 Prozent. Auch im Güterverkehr wird weiter gestreikt.

Um 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch soll der Arbeitskampf beendet werden. Die Bahn geht davon aus, dass sich der Verkehr im Laufe dieses Tages wieder normalisieren wird.

Deutsche Bahn: Fahrgästen steht ein weiterer Streiktag bevor

Frankfurt - Der Streik bei der Deutschen Bahn geht auch am Dienstag (24.8.2021) unvermindert weiter. Für Reisende bedeutet das einen weiteren Tag, den sie mit Fahrtausfällen, Verspätungen und vollen Zügen rechnen müssen, um an ihr Ziel zu kommen. Noch ein knappes Viertel der Fernzüge sei laut Mitteilung der Bahn auf den Schienen unterwegs, im Nahverkehr fahren knapp 40 Prozent der Verbindungen aus dem regulären Fahrplan. Dazu kommt bereits seit Samstagnachmittag ein deutlich verringertes Aufkommen im Güterverkehr, der ebenfalls auf Initiative der Lokführer-Gewerkschaft GDL vom Bahn-Personal bestreikt wird.

Die Gewerkschaft will mit dem Ausstand ihren Forderungen im Tarifstreit mit der Bahn* Nachdruck verleihen. Neben einer Corona-Prämie in Höhe von 600 Euro für das Jahr 2021 forderten die Gewerkschafter auch höhere Löhne. Eine Kompromisslösung der Deutschen Bahn*, die aufgrund der Corona*-Verluste aktuell Sparkurse fährt, hatten die Gewerkschafter ausgeschlagen, die Verhandlungen unterbrochen.

Tarifstreit zwischen GDL und Deutscher Bahn: Diskussion über Angebot einer Corona-Prämie

Vonseiten der Bahn wurde am Wochenende immerhin die Bereitschaft kommuniziert, dem streikenden Personal mit einer Corona-Prämie entgegenzukommen. In welcher Höhe man sich die Bonuszahlung vorstelle, kommentierte Personalvorstand Martin Seiler jedoch nicht. GDL-Chef Claus Weselsky kritisierte, das Bahnangebot sei das Papier nicht wert, auf dem sie stehe: „Man muss doch wenigstens eine Zahl nennen“, ergänzte der Gewerkschafter am Montagmorgen im ZDF-Gespräch: „Ich schicke meine Leute auf die Züge, um anschließend festzustellen, dass das Angebot für eine Corona-Prämie bei Eins ist? Das fällt aus.“

Aus Sicht der Bahn zeige das: „Der GDL geht es um einen politischen Kampf und nicht um eine Lösung am Verhandlungstisch“, sagte Konzernsprecher Achim Stauß am Morgen. Die GDL-Spitze richte Schaden an, „ohne Rücksicht auf die Fahrgäste, ohne Rücksicht auf den Großteil unserer Beschäftigten und ohne Rücksicht auf das Unternehmen DB. Das ist verantwortungslos.“

Streik bei der Deutschen Bahn: Erster Streiktag blieb vergleichsweise ruhig

Der erste Streiktag im Personenverkehr am Montag* verlief im Vergleich zu vergangenen Streiktagen bei der Bahn relativ ruhig. Ein Grund dafür war sicher auch die frühzeitige Ankündigung des Lokführer-Ausstands, der bereits am Freitag kommuniziert und mit Notfahrplänen seitens der Bahn quittiert wurde. Reisende dürfen alle Tickets für die Streiktage flexibel bis Anfang September in allen Zügen einsetzen.

Die Streiks dauern noch bis in die Nacht zum Mittwoch (25.8.2021), 2 Uhr, an. Die Bahn geht davon aus, dass sich der Zugverkehr danach im Laufe des Tages nach und nach normalisieren wird. Ob die GDL weitere Streiks plant, wurde bislang nicht signalisiert. Beim ersten Streik der Tarifrunde vom 11. und 12. August hatte sich der Bahnverkehr nach wenigen Stunden wieder weitestgehend eingependelt. (ska/dpa) *fr.de und fnp.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare