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Eine Frau gießt auf einem Balkon vor strahlend blauem Himmel Margeriten in einem Blumenkasten.
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Eine Frau gießt auf einem Balkon vor strahlend blauem Himmel Margeriten in einem Blumenkasten.

Klimaschutz

Der richtige Duschkopf ist ein guter Anfang

  • Joachim Wille
    VonJoachim Wille
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„Stromspiegel 2021“: durch verbesserte Effizienz Geld und CO2 einsparen.

Spar-Duschkopf einbauen, komplett auf LED-Lampen umsteigen, beim Neukauf von Haushaltsgeräten auf sparsamen Verbrauch achten, Fernseher richtig abschalten, statt im Standby-Modus laufen lassen. Die Tipps, wie man den Stromverbrauch senken kann, sind nicht neu. Nur kümmern sich viele Haushalte nicht oder nur wenig darum.

Das zeigt der „Stromspiegel 2021“, der von dem Beratungsportal „co2online“ veröffentlicht wurde. Ein Zweipersonenhaushalt in einem Mehrfamilienhaus zum Beispiel könne pro Jahr bis zu 320 Euro Stromkosten einsparen, wenn er die Tipps beherzige, heißt es dort. In einem Einfamilienhaus sind danach im Schnitt sogar 410 Euro weniger möglich.

Für den Stromspiegel wurden bundesweit rund 290 000 Verbrauchsdaten von Haushalten ausgewertet. Die Spreizung bei den Werten ist teils extrem. So gibt es Vierpersonenhaushalte, die mit weniger als 3500 Kilowattstunden (kWh) im Jahr auskommen, während andere bei gleichen Rahmenbedingungen wie wohnen im Einfamilienhaus oder Wasserbereitung mit Elektrizität mehr als 8000 kWh verbrauchen.

Entsprechend liegen die Stromkosten im zweiten Fall mehr als doppelt so hoch. Der Stromspiegel ermöglicht es Haushalten, ihren Stromverbrauch anhand der eigenen Stromrechnung gegenüber vergleichbaren Haushalten einzuordnen. Ähnlich wie bei den Energieeffizienzklassen bei Elektrogeräten wird der Verbrauch in Kategorien eingeteilt – von A („gering“) bis G („sehr hoch“).

Gut für das Klima

Dabei werden Faktoren wie Haushaltsgröße, Gebäudetyp und Art der Warmwasserbereitung berücksichtigt. Die Onlineversion auf www.stromspiegel.de liefert sofort die Einstufung des eigenen Verbrauchswertes und gibt Einspartipps. Zum Beispiel Wäsche an der Luft trocknen lassen statt im Trockner – Einsparung 57 Euro und 84 Kilogramm CO2, bei zwei Personen.

Hochgerechnet auf alle Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland kann die verbesserte Energieeffizienz nach Angaben von co2online pro Jahr rund zehn Milliarden Euro Stromkosten und 15,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Das entspreche etwa den durchschnittlichen Emissionen, die ein Braunkohlekraftwerk in Deutschland jährlich verursacht.

„Wer sich mit dem eigenen Stromverbrauch auseinandersetzt, kann sehr einfach dazu beitragen, das Klima langfristig zu schonen“, kommentierte die Geschäftsführerin von co2online, Tanja Loitz. Energiesparen in Gebäuden sei „das A und O für den Klimaschutz – auch in der Pandemie“. Das gelte sowohl für den Strom als auch für das Heizen.

Der Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), Ingbert Liebing, sagte: „Wer seinen Stromverbrauch kennt, kann sein individuelles Verhalten in Richtung Umwelt- und Klimaschutz hinterfragen und dementsprechend handeln – und dabei auch bares Geld sparen.“ Der VKU ist einer der Partner beim „Stromspiegel“, neben unter anderem dem Deutschen Mieterbund, der Deutsche Energie-Agentur, dem Öko-Institut und der Energieberatung der Verbraucherzentralen. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert.

Haushalte, die durch den Stromspiegel einen zu hohen Verbrauch feststellen, können sich an die Verbraucherzentralen oder die kommunalen Energieversorger wenden. Stadtwerke böten ihren Haushaltskundinnen und -kunden ein umfangreiches Angebot zur Energieberatung an, so der VKU.

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