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Debatte um Dialektförderung in Bayern

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Die "Hallo- und tschüss-freie Zone" an einer Passauer Schule sorgt weiter für viele Schlagzeilen.
Die "Hallo- und tschüss-freie Zone" an einer Passauer Schule sorgt weiter für viele Schlagzeilen. © dpa

Die "Hallo- und Tschüss-freie Zone", die eine Passauer Rektorin an ihrer Schule ausgerufen hatte, sorgt weiter für Schlagzeilen. Während die Landesschülervereinigung das Hochdeutsch-Verbot kritisiert, verteidigt der bayrische Kultusminister den Dialekt als "Bestandteil der Sprachkultur".

Die Debatte über die Dialektförderung an den bayerischen Schulen schlägt weiter hohe Wellen. Die Landeschülervereinigung (LSV) sprach sich am Mittwoch vehement gegen ein Verbot hochdeutscher Grußformeln aus. Demgegenüber verteidigte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) den Dialekt als unverzichtbaren „Bestandteil der Sprachkultur“.

"Hallo- und Tschüss-freie Zone"

„Die Liebe zur Heimat und dem bayerischen Dialekt wird weder gefördert noch vermittelt, wenn anstatt mit Verständnis mit Verboten vorgegangen wird“, heißt es in einer vom LSV-Vorsitzenden Martin Zelenka unterzeichneten Erklärung. Mitte Januar hatte die Rektorin einer Mittelschule in Passau ihre Schule zur „Hallo- und Tschüss-freien Zone“ erklärt. Stattdessen sollten sich die Schüler mit „Grüß Gott“ und „Auf Wiedersehen“ grüßen.

Es sei rätselhaft, „dass eine Schulleiterin nichts Besseres zu tun hat“, heißt es in der LSV-Erklärung weiter. Statt sich ein „Hallo“- Verbot auszudenken, solle sie sich lieber „mit wichtigen schulalltäglichen Problemen befassen“.

Kultusminister Spaenle sagte der „Passauer Neuen Presse“, es dürfe „aus der Begrüßung kein Dogma“ gemacht werden. Dennoch sei es pädagogisch sinnvoll, wenn sich die Schulen gemeinsam mit den Schülern hier Gedanken machten. Ihm sei wichtig, dass sich die Schüler „auch über den Dialekt mit der eigenen Identität, der Heimat und der Geschichte auseinandersetzen und den Dialekt pflegen können.“ (dapd)

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