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Vor Weihnachten darf der Wunschzettel nicht fehlen (Symbolbild).

Roth

Datenschutz verhindert Wunschzettel-Aktion

Beim Christkindlmarkt in Roth (Mittelfranken) verzichten die Organisatoren auf die traditionellen Wunschzettel ans Christkind. Grund ist der riesige bürokratische Aufwand.

Der Datenschutz macht einer Wunschzettelaktion für Kinder in Mittelfranken einen Strich durch die Rechnung. Beim Christkindlmarkt in der Kreisstadt Roth verzichten die Organisatoren in diesem Jahr wegen eines riesigen bürokratischen Aufwands auf eine traditionelle Wunschzettel-Truhe, wie Veranstaltungskauffrau Melanie Hanker von der Stadt am Dienstag auf Anfrage dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte.

Bisher konnten sich die Rother Kinder auf kleinen gelben Zetteln beispielsweise wünschen, einmal im Feuerwehrauto mitzufahren, kostenlos das Freibad zu besuchen oder einen Tag mit dem Bürgermeister oder bei der Polizei zu verbringen. 

Dann kam der Datenschutzbeauftragte

3.000 bis 4.000 Wünsche kamen nach Angaben der Stadt alljährlich zusammen. Nun habe der Datenschutzbeauftragte der Stadt die Organisatoren aber darauf aufmerksam gemacht, dass die Adressdaten der Kinder neuerdings nicht ohne Einverständniserklärung der Eltern an Dritte weitergegeben werden dürfen, erklärte Hanker. Diese Dritten seien aber die Wunscherfüller gewesen.

„Wir wollen Kinder glücklich machen und sie nicht komplizierte Formulare ausfüllen lassen“, stellte Hanker fest. Mit einer Datenschutzvereinbarung „hätten die Wunschzettel DIN A-4-Größe bekommen“. Bis zum Christkindlmarkt im kommenden Jahr werde man sich nun eine kreative Lösung ausdenken. Infrage kämen Gutscheine, die auf bestimmte Nummern hinterlegt sind. „Wir haben in den vergangenen Tagen von überall her gute Vorschläge erhalten“, sagte Hanker. Für eine Alternative bis zum diesjährigen Christkindlmarkt, der am Donnerstag beginnt, sei die Zeit aber zu knapp. (epd) 

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