Jahresrückblick

Das war das sportliche Jahr 2020

Solidarischer Sport: Sie trugen ihre Botschaften auf den Trikots, sie knieten kollektiv nieder, sie gaben aufwühlende Interviews. In einer bisher nicht gekannten Art und Weise wehrten sich viele, viele Sportlerinnen und Sportler rund um den Globus gegen Rassismus. Solidarität mit Schwarzen – es war ein großes Thema, das spätestens nach dem Todesfall von George Floyd infolge von Polizeigewalt im Frühjahr seinen Einzug fand in die Stadien und Hallen, auch auf die Rennstrecken dieser Welt. In den USA boykottierten Männer und Frauen der populärsten Sportarten Basketball, Eishockey und Baseball sogar einzelne Spiele. Stillstand als Fortschritt. Die „Black-Lives-Matter“-Bewegung hat in diesem Jahr auch den Spitzensport bewegt und ihn so politisch wie noch nie gemacht.
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Solidarischer Sport: Sie trugen ihre Botschaften auf den Trikots, sie knieten kollektiv nieder, sie gaben aufwühlende Interviews. In einer bisher nicht gekannten Art und Weise wehrten sich viele, viele Sportlerinnen und Sportler rund um den Globus gegen Rassismus. Solidarität mit Schwarzen – es war ein großes Thema, das spätestens nach dem Todesfall von George Floyd infolge von Polizeigewalt im Frühjahr seinen Einzug fand in die Stadien und Hallen, auch auf die Rennstrecken dieser Welt. In den USA boykottierten Männer und Frauen der populärsten Sportarten Basketball, Eishockey und Baseball sogar einzelne Spiele. Stillstand als Fortschritt. Die „Black-Lives-Matter“-Bewegung hat in diesem Jahr auch den Spitzensport bewegt und ihn so politisch wie noch nie gemacht.
Einfach zum Wegwischen: Geisterspiele, Corona-Pause, erneut Geisterspiele gefolgt von Spielen mit wenigen und welchen mit etwas mehr Fans, abgerundet – na klar – von Geisterspielen. Irgendwie verwirrend dieses vermaledeite Jahr 2020. Auch der Sport mit seinem Flagschiff Fußball-Bundesliga litt, er wurde harsch und auch zu Recht kritisiert, er kämpfte mit finanziellen Nöten und hofft 2021 auf Spiele ohne böse Geister.
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Einfach zum Wegwischen: Geisterspiele, Corona-Pause, erneut Geisterspiele gefolgt von Spielen mit wenigen und welchen mit etwas mehr Fans, abgerundet – na klar – von Geisterspielen. Irgendwie verwirrend dieses vermaledeite Jahr 2020. Auch der Sport mit seinem Flagschiff Fußball-Bundesliga litt, er wurde harsch und auch zu Recht kritisiert, er kämpfte mit finanziellen Nöten und hofft 2021 auf Spiele ohne böse Geister.
Reine Kopfsache: Das Jahr 2020, es hätte nicht erfolgreicher verlaufen können für den erfolgsverwöhnten 
FC Bayern. Das Quintuple holten die Münchner Fußballer, also fünf Titel, am 23. August köpfte Coman die Bajuwaren in Lissabon zu den Königen der Königsklasse. Dazu gesellten sich die persönlichen Auszeichnungen für Neuer als Welttorhüter und – natürlich – für Lewandowski als Weltfußballer. Chapeau, die Herren.
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Reine Kopfsache: Das Jahr 2020, es hätte nicht erfolgreicher verlaufen können für den erfolgsverwöhnten FC Bayern. Das Quintuple holten die Münchner Fußballer, also fünf Titel, am 23. August köpfte Coman die Bajuwaren in Lissabon zu den Königen der Königsklasse. Dazu gesellten sich die persönlichen Auszeichnungen für Neuer als Welttorhüter und – natürlich – für Lewandowski als Weltfußballer. Chapeau, die Herren.
Der Engel von LA: Kobe Bryant wollte nie Herzen gewinnen, sondern Titel – gelungen ist ihm beides. Am 26.  Januar starb er mit Tochter Gianna bei einem Helikopterabsturz. Die Menschen in Los Angeles flüchteten sich in ihrer Trauer auf die Straßen, sie weinten laut, sie trösteten sich leise, sie erinnerten an diesen herausragenden Mann auf dem Basketballplatz, der ihnen so viel mehr als fünf NBA-Meisterschaften geschenkt hatte.
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Der Engel von LA: Kobe Bryant wollte nie Herzen gewinnen, sondern Titel – gelungen ist ihm beides. Am 26. Januar starb er mit Tochter Gianna bei einem Helikopterabsturz. Die Menschen in Los Angeles flüchteten sich in ihrer Trauer auf die Straßen, sie weinten laut, sie trösteten sich leise, sie erinnerten an diesen herausragenden Mann auf dem Basketballplatz, der ihnen so viel mehr als fünf NBA-Meisterschaften geschenkt hatte.
Warten auf den Glanz der Ringe: Die beeindruckenden Lichtspiele funkelten bereits probehalber durch 
die japanische Nacht, die Wettkampfstätten von Tokio erstrahlten im Scheinwerferlicht – bis im März die unumgänglich Entscheidung fiel: Die Olympischen Sommerspiele abgesagt, verschoben hinein ins nächste, hoffentliche corona-freiere Jahr. Ab dem 23. Juli soll der Glanz der Ringe Tokio endlich hell erleuchten.
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Warten auf den Glanz der Ringe: Die beeindruckenden Lichtspiele funkelten bereits probehalber durch die japanische Nacht, die Wettkampfstätten von Tokio erstrahlten im Scheinwerferlicht – bis im März die unumgänglich Entscheidung fiel: Die Olympischen Sommerspiele abgesagt, verschoben hinein ins nächste, hoffentliche corona-freiere Jahr. Ab dem 23. Juli soll der Glanz der Ringe Tokio endlich hell erleuchten.
In Gottes Hand: Diego Maradona führte ein Leben zwischen den Extremen, zwischen Himmel und Hölle, zwischen Genie und Wahnsinn, und keiner wusste so recht, wo er sich gerade befand, selbst er nicht. Am 25.  November verstarb der Jahrhundertfußballer aus Argentinien, gerade 60 geworden, in seinem Haus in Tigre an einem Herzinfarkt. „Die Hand Gottes“, schrieb einer in den Sozialen Medien, „ist jetzt in Gottes Hand“
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In Gottes Hand: Diego Maradona führte ein Leben zwischen den Extremen, zwischen Himmel und Hölle, zwischen Genie und Wahnsinn, und keiner wusste so recht, wo er sich gerade befand, selbst er nicht. Am 25. November verstarb der Jahrhundertfußballer aus Argentinien, gerade 60 geworden, in seinem Haus in Tigre an einem Herzinfarkt. „Die Hand Gottes“, schrieb einer in den Sozialen Medien, „ist jetzt in Gottes Hand“.
Auf Dirk Spuren: Statt die Auszeichnung in Las Vegas mit viel Pomp entgegen zu nehmen, saß er da vor seinem PC im Haus auf den Balearen, die Haare korrekt gekämmt, weißes T-Shirt, stolzer Blick. Leon Draisaitl, 25, Eishockeyprofi, geboren in Köln, stürmend für Edmonton wurde am 23. September zum wertvollsten NHL-Profi gekürt. Als einzigem Deutschen war Basketballlegende Nowitzki zuvor eine vergleichbare Ehre vergönnt.
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Auf Dirk Spuren: Statt die Auszeichnung in Las Vegas mit viel Pomp entgegen zu nehmen, saß er da vor seinem PC im Haus auf den Balearen, die Haare korrekt gekämmt, weißes T-Shirt, stolzer Blick. Leon Draisaitl, 25, Eishockeyprofi, geboren in Köln, stürmend für Edmonton wurde am 23. September zum wertvollsten NHL-Profi gekürt. Als einzigem Deutschen war Basketballlegende Nowitzki zuvor eine vergleichbare Ehre vergönnt.
Die Schmach von Sevilla: Er konnte es nicht glauben, der Bundes-Jogi, Ist das wirkjlich passiert, dieses historische Debakel, diese 0:6-Niederlage in Spanien, die höchste Pleite einer deutschen Fußball-Nationalmannschaft seit 1931? Auch Tage danach rang Bundestrainer Löw noch um Fassung. Die Aufarbeitung der Schmach von 
Sevilla zog sich wochenlang hin. Mit dem Ergebnis: Weitermachen wie davor.
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Die Schmach von Sevilla: Er konnte es nicht glauben, der Bundes-Jogi, Ist das wirkjlich passiert, dieses historische Debakel, diese 0:6-Niederlage in Spanien, die höchste Pleite einer deutschen Fußball-Nationalmannschaft seit 1931? Auch Tage danach rang Bundestrainer Löw noch um Fassung. Die Aufarbeitung der Schmach von Sevilla zog sich wochenlang hin. Mit dem Ergebnis: Weitermachen wie davor.
  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Aus Solidarität geht die Sportwelt in die Knie, die DFB-Auswahl folgt unfreiwillig. Die Bayern erklimmen den Fußballolymp, Olympia fällt aus. Und zwei ganz Große gehen.

Rubriklistenbild: © Imago Images

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