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Das Dinner-Paradoxon

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Von: Stefan Behr

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„Dinner for One“ ist eine stete Mahnung an die Wichtigkeit von Reisen und Völkerverständigung. Einst wurde der knapp 20-minütige, gefühlt viel länger dauernde Sketch als Feuerwerk britischen Humors verkauft. „Das ist komisch!“, sagten die Deutschen. Man darf ihnen nicht böse sein: Wer am laufenden Band Weltkriege verliert, kann als Kollateralschaden auch den Humor verlieren.

Die erste Englandreise geriet zur Offenbarung: Kein Engländer hatte je etwas von „Dinner for One“ gehört, mitfühlende Seelen zeigten dem suchenden Besucher stattdessen „Monty Python’s“ und öffneten das Tor zum Himmelreich. Und erst durch die Folge „The Germans“ der britischen Sitcom „Fawlty Towers“ erklärte sich dem Schreiber das „Dinner for One“-Phänomen. In der hat es Hotelbesitzer John Cleese mit deutschen Gästen zu tun. Immer, wenn etwas zum Brüllen lustig ist, also sehr oft, stehen die Deutschen mit bierernster Miene auf und proklamieren: „Das ist nicht komisch!“ Das funktioniert offensichtlich auch andersrum.

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