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Uuuuuuuuh, ein Selfie mit Channing Tatum. Hoffentlich wird da der Tom nicht eifersüchtig.

Trash

Ich danke meinem Psychologen

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Natürlich ist „Germany’s Next Topmodel“ eh nur was für Fortgeschrittene im privatsenderschen Müllsegment. Für das, was sich Donnerstag als großes Staffelfinale mehrstündig über die Fensehgeräte ergoss, konnte aber selbst der Trash-Profi nicht abgestumpft genug sein.

Zur kritischen Einordnung braucht’s gar keine Kommentierung – die bloße Chronologie der Grausamkeiten reicht schon völlig aus: Die in Tränen aufgelöste Kandidatin Teresia heiratet im Gelsenkirchener Stadion live ihren Angebeteten – mit Heidi Klum (45) als piepsig-pseudodeepe Trauerrednerin und Thomas Gottschalk (69) als onkeligen Trauzeugen. Tokio Hotel treten im Regen auf, die Band des Klum-Verlobten Tom Kaulitz (29), der den künstlichen Schauer für ein schmatzendes Knutschgelage mit seiner Künftigen ausnutzt. 

Wie toll es ist „anders“ und „besonders“ zu sein

Nicht zum ersten Mal wird dann eine transsexuelle Kandidatin mit dem Preis für die beste „Personality“ ausgezeichnet, Tatjana, die vermutlich gern als ganz normale Frau wahrgenommen und behandelt werden würde, sich aber in jeder Folge attestieren lassen musste, wie toll es ist „anders“ und „besonders“ zu sein und die nötige „Diversity“ zur gut frisierten Schar der ganz natürlich als Frau geborenen Meeedchen beizusteuern. Eine weitere Kandidatin dankt in einer flatterstimmrigen Ansprache denn auch programmatisch ihrem Psychologen für die tolle Unterstützung. Ach ja – „gewonnen“ hat am Ende auch noch eine. Aber wer das ist, ist eigentlich egal. In dieser Show gab’s nur Verlierer.

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