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Der Dalai Lama spricht online über einen Videolink zu einer Versammlung von Medienvertretern in Tokio.
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Der Dalai Lama spricht online über einen Videolink zu einer Versammlung von Medienvertretern in Tokio.

Olympia 2022

Dalai Lama: Schwere Vorwürfe gegen Olympia-Gastgeber China

  • Christian Stör
    VonChristian Stör
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Im Februar 2022 beginnen die Olympischen Winterspiele in Peking. Immer wieder wird über einen Boykott diskutiert. Nun äußert sich auch der Dalai Lama.

Tokio – Der Dalai Lama steht für Sanftmut, Milde und Güte. Das heißt aber nicht, dass spirituelle Oberhaupt Tibets vor kritischen Worten zurückschreckt. Wenige Monate vor den Olympischen Winterspielen in Peking (4. Februar bis 20. Februar 2022) warf der 86-Jährige nun dem Gastgeberland vor, „verschiedene Kulturen nicht zu verstehen“.

Der Dalai Lama nahm am Mittwoch (10.11.2021) an einer Online-Pressekonferenz in Tokio teil, wo er auf die Frage zu sprechen kam, ob die internationale Gemeinschaft den Boykott von Olympia 2022 im Zusammenhang mit der Unterdrückung von Minderheiten im Westen Xinjiangs in Betracht ziehen sollte.

Vor den Olympischen Winterspielen in Peking: Dalai Lama kritisiert China

Allerdings drückte er sich ein wenig vor der Antwort, sondern betonte vor allem, dass er als Mitmensch nichts gegen die „chinesischen Brüder und Schwestern“ habe und die Ideen des Kommunismus und des Marxismus weitgehend unterstütze.

Er kenne die Politiker der Kommunistischen Partei seit der Regierung des ehemaligen Staatspräsidenten Mao Zedong. „Ihre Ansichten sind gut. Aber manchmal üben sie eine sehr extreme und strenge Kontrolle aus“, sagte der Dalai Lama, der zusammen mit der tibetischen Exilregierung im indischen Dharamsala lebt, einer Stadt im Vorgebirge des Himalajas.

„Tibet und Xinjiang haben eine einzigartige Kultur“, sagte der Dalai Lama, der am 22. Februar 1940 als kleiner Junge den Thron in Tibet bestiegen hat. „Leider verstehen engstirnige chinesische Politiker keine anderen Kulturen.“ In China gebe es nicht nur ethnische Han-Gruppen, sondern auch andere, unterschiedliche Gruppen: „Tatsächlich üben die Han-Chinesen zu viel Kontrolle aus.“

China betrachtet Dalai Lama als gefährlichen Separatisten“

China betrachtet den Dalai Lama, der 1959 nach einem gescheiterten Aufstand gegen die chinesische Herrschaft nach Indien geflohen war, als „gefährlichen Separatisten“, der die Abspaltung Tibets von China betreibe. Der Friedensnobelpreisträger selbst erklärt, er wolle lediglich größere Autonomie für die Provinz. (cs/reuters)

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