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Cristiano Ronaldo: "Vergewaltigung ist ein abscheuliches Verbrechen, das sich gegen alles richtet, was ich bin und woran ich glaube."

Spiegel-Bericht

Cristiano Ronaldo bestreitet Vergewaltigung

Fußballstar Cristiano Ronaldo weist den Vorwurf der Vergewaltigung einer US-Amerikanerin zurück und sagt, er habe ein "reines Gewissen".

Cristiano Ronaldo, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Fußballer der Gegenwart, ist mit dem Vorwurf der Vergewaltigung konfrontiert – und weist diesen entschieden zurück. Die Frau, die Ronaldo beschuldigt, sieht sich durch die #MeToo-Bewegung darin bestärkt, an die Öffentlichkeit zu gehen, wie ihr Anwalt Leslie Stovall am Mittwoch (Ortszeit) in einer Pressekonferenz in Las Vegas sagte. Zu sehen, dass andere Frauen Missbrauch öffentlich gemacht hätten, habe Kathryn Mayorga Mut gemacht.

Ronaldo weist die Anschuldigungen zurück. „Mein reines Gewissen wird es mir erlauben, die Ergebnisse aller möglichen Untersuchungen in Ruhe abzuwarten“, hatte der 33-Jährige von Juventus Turin am Mittwoch bei Twitter geschrieben. „Vergewaltigung ist ein abscheuliches Verbrechen, das sich gegen alles richtet, was ich bin und woran ich glaube.“ Er sei so entschlossen wie irgendmöglich, seinen Namen zu säubern, betonte der Portugiese und schrieb, er weigere sich, einem Medienspektakel Nahrung zu geben, das Menschen auf seine Kosten veranstalten würden.

Mayorga wirft Ronaldo vor, sie im Juni 2009 vergewaltigt zu haben. Die heute 34-Jährige, die ihre Vorwürfe im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ öffentlich gemacht hatte, war bei der Pressekonferenz am Mittwoch selbst nicht dabei. Sie habe Las Vegas verlassen, bis sich die Lage etwas beruhige, hieß es.

Ronaldo soll eine Art Schweigegeld gezahlt haben

In der Pressekonferenz wurde auch eine angebliche Vereinbarung zwischen den beiden angesprochen. Demnach soll der Fußballer der Frau eine Art Schweigegeld gezahlt haben. Mayorga soll die Zahlung akzeptiert haben. Ronaldo selbst habe die Vereinbarung aus dem Frühjahr 2010 aber nicht unterzeichnet, sagte Stovall. Stattdessen seien Anwälte daran beteiligt gewesen. Mayorga habe damals Angst gehabt, dass sie als Frau dargestellt werde, die nur Geld mit ihrer Geschichte machen wolle. Nun müsse auch geprüft werden, ob Mayorga damals in der emotionalen Verfassung gewesen sei, eine solche Vereinbarung zu schließen, sagte ihr Anwalt. Sie habe diese Last weiter mit sich getragen, Stovall schilderte auch gesundheitliche Probleme seiner Mandantin. Sie wolle Gerechtigkeit.

Über diese angebliche Vereinbarung hatte „Der Spiegel“ bereits im Frühjahr 2017 berichtet. Ronaldo hatte die Vorwürfe damals über seine Agentur zurückweisen lassen. Die Dokumente seien nicht unterzeichnet, die Parteien könnten nicht identifiziert werden, und der Inhalt von E-Mails zwischen Rechtsanwälten betreffe nicht Ronaldo, hieß es damals. Zudem habe der Fußballstar einen Brief, den die Frau verschickt haben wolle, nie bekommen.

In dem  „Spiegel“-Bericht gibt die US-Amerikanerin an, sie sei Ronaldo in einem Nachtclub in Las Vegas begegnet. Ihr Anwalt hat bei einem Distriktgericht in Las Vegas eine Zivilklage gegen Ronaldo eingereicht. Die Polizei von Las Vegas hatte am Montag mitgeteilt, sie habe am 13. Juni 2009 einen Notruf wegen eines sexuellen Übergriffs erhalten. Der Fall sei im September 2018 mit Informationen des Opfers wiederaufgenommen worden. Weitere Details würden zu diesem Zeitpunkt nicht veröffentlicht. Namen wurden in der Mitteilung nicht genannt. (dpa) 

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