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Corona-Apps: Diese nützlichen Funktionen haben viele Nutzer nicht auf dem Schirm

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Von: Sandra Kathe

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Millionen Nutzer:innen haben die Apps des RKI auf ihren Smartphones. Doch einige Funktionen sind noch weitgehend unbekannt.
Millionen Nutzer:innen haben die Apps des RKI auf ihren Smartphones. Doch einige Funktionen sind noch weitgehend unbekannt. © Zacharie Scheurer/dpa

In Zeiten der Pandemie nutzen Millionen Nutzer täglich die Corona-Apps des RKI. Doch einige Funktionen der Smartphone-Programme sind vielen unbekannt. 

Frankfurt - In Zeiten der Corona-Pandemie sind die Sicherheitszertifikate in CovPass, das Hinterlegen von Testdaten in der Corona-Warn-App und das Einchecken beim Restaurantbesuch, zum Beispiel in der App Luca, zu ständigen Begleitern geworden. Eine Warnmeldung nach einem möglichen Kontakt mit positiv getesteten Nutzer:innen kann frühzeitig vor einer Ansteckung warnen, beim Betreten von Geschäften, Bars oder Restaurants greifen viele schon automatisch zum Smartphone.

Doch viele Funktionen der Corona-Warn-App und der für Impfnachweise entwickelten App CovPass, beide herausgegeben vom Robert Koch-Institut (RKI), haben viele Nutzer noch gar nicht entdeckt. So kann die CovPass-App neben dem Anzeigen eines QR-Codes zum Impfstatus sowie der Liste von eingelesenen Impfterminen auch bei einem verlorenen analogen Nachweis für Ersatz sorgen.

Corona-Apps des RKI: Auch Zertifikate von Familienmitgliedern lassen sich importieren

Zum Exportieren von Zertifikaten gelangt man auf der Startoberfläche der Cov-Pass-App durch Klicken auf den QR-Code. Auf der daraufhin angezeigten Seite werden dann persönliche Details des Nutzers oder der Nutzerin sowie die Daten zu den eingelesenen Impfzertifikaten angezeigt. Mit einem Klick auf jedes der Impfzertifikate in der Liste gelangt man dann auf eine neue Seite, wo das Zertifikat als PDF-Datei ausgedruckt oder abgespeichert werden kann.

Für Eltern hat die CovPass-App noch einen ganz anderen Nutzen. Sie können nämlich nicht nur ihren eigenen Impfnachweis einscannen, sondern ebenfalls die Impfzertifikate ihrer Kinder über das Plus-Symbol in der App ablegen. So müssen Kinder, die noch kein Smartphone besitzen, nicht immer den ausgedruckten Impfnachweis mit sich führen. Auch die Corona-Warn-App bietet die Möglichkeit, Zertifikate von Familienmitgliedern abzuspeichern.

Reiseplanung und Corona-Apps: So lässt sich die Gültigkeit im Ausland ermitteln

Auch wer eine Reise plant, kann künftig eine nützliche Funktion in beiden Corona-Apps des RKI nutzen. Mithilfe der Schaltfläche „Gültigkeit prüfen“ lassen sich die Impf-Zertifikate daraufhin prüfen, ob sie für das geplante Reiseland geeignet sind. Dazu wählt man über eine Auswahlliste das Reiseland aus und fügt im nächsten Schritt das Datum hinzu. Dann wird in der App angezeigt, ob die Vorlage des Impfnachweises zur Einreise ausreicht.

Zu beachten ist dabei jedoch, dass sich Reiseregeln kurzfristig ändern können und deshalb grundsätzlich dazu geraten wird, die Abfrage maximal 48 Stunden vor der Abreise ein weiteres Mal zu wiederholen. Außerdem sind die Angaben ohne Gewähr, da in manchen Regionen auch Regeln gelten können, die von der App nicht erkannt werden.

Neue Funktion bei Corona-Warn-App: Check-In nun auch mit Luca-Codes möglich

Auch was die Kontaktverfolgung sowie das Einchecken in Lokalen angeht, sind bei der Corona-Warn-App etliche Funktionen, wie zum Beispiel eine Tagebuchfunktion für persönliche Kontakte, hinzugekommen. Eine besonders spannende Neuerung – vor allem im Hinblick auf aktuelle Berichte über die Luca-App, deren Daten laut Auswertungen des Spiegel von vielen Gesundheitsämtern gar nicht zur Kontaktnachverfolgung angefragt würden – ist die Möglichkeit auch mit Luca erstellte QR-Codes einzulesen und sich so etwa beim Restaurantbesuch als Gast zu registrieren. Dies gilt für Luca-Codes, die nach dem 25. Mai 2021 erstellt wurden. Andersherum ist die Funktion für das Lesen von QR-Codes bislang nicht möglich.

Besonders nützlich ist diese Neuerung vor allem für die Warnfunktion der Corona-Warn-App, da der Check-In an einem Ort oder bei einer Veranstaltung auch dem Veranstalter ermöglicht, vor einer möglichen Risikobegegnung zu warnen. Dies geschehe nach Angaben des Entwicklungsteams anonymisiert über eine Transaktionsnummer, so dass geltende Datenschutzvorgaben eingehalten werden. (ska)

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