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Ein Kinder geht an der Hand eines Erwachsenen durch eine Tür.
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UNICEF warnt vor den Folgen der Corona-Beschränkungen auf Kinder.

„Verlorene Covid-Generation“

Corona: UNICEF-Studie warnt eingehend vor verheerenden Folgen für Kinder - viel mehr Totgeburten drohen

  • Michelle Brey
    VonMichelle Brey
    schließen

UNICEF warnt in einem Bericht mittels beunruhigender Zahlen vor den Folgen der Corona-Einschränkungen auf Kinder. Auch Schulschließungen wurden bewertet.

  • Das öffentliche Leben ist vielerorts durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus*-Pandemie stark eingeschränkt.
  • Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF warnte vor einer „verlorenen Covid-Generation“.
  • Die Folgen der Krise könnte dem Bericht zufolge verheerend sein.

München/New York - Weltweit steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen*. In Deutschland gilt ein „Lockdown-Light“. Österreich befindet sich seit Dienstag (17. November) in einem „harten Lockdown“. Das Leben ist vielerorts in Europa und weltweit immens eingeschränkt. Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF machte eindringlich auf die drohenden Folgen angesichts der Lebensumstände auf Kinder und Jugendliche aufmerksam.

Coronavirus: UNICEF warnt Eltern von Kindern vor „verlorener Covid-Generation“

„Je länger die Krise andauert, desto gravierender sind ihre Auswirkungen auf Bildung, Gesundheit, Ernährung und Wohlbefinden der Kinder. Die Zukunft einer ganzen Generation ist in Gefahr“, sagte UNICEF-Direktorin Henrietta Fore. Die Unterbrechung wichtiger Dienstleistungen stelle die größte Bedrohung für Kinder dar. Das UN-Hilfswerk warnte angesichts vielfältiger Einschränkungen im medizinischen und sozialen Bereich vor einer „verlorenen Covid-Generation“. „Die Kinder können erkranken und das Virus verbreiten. Doch das“, so Fore, „ist nur die Spitze des Eisbergs der Pandemie.“

Darauf macht Henrietta Fore auch auf Twitter aufmerksam. Fore schrieb von einem „hartnäckigen Mythos“, dass Kinder kaum von dem Coronavirus* betroffen seien. „Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt“, machte sie ihren Standpunkt deutlich.

„Schulen sind nicht die Haupttreiber der Verbreitung des Virus in Gemeinschaften“, ging UNICEF in dem Bericht auf Schulschließungen ein. So gebe es „starke Beweise“ dafür, dass die Vorteile einer offenen Schule - vorausgesetzt es herrschen grundlegende Sicherheitsmaßnahmen - gegenüber der Kosten, die eine Schulschließung mit sich bringe, überwiegen. Auch würden sich Kinder außerhalb der Schule eher anstecken.

Coronavirus weltweit: UNICEF warnt in Bericht - und nennt besorgniserregende Zahlen

Aus dem Bericht der Organisation geht außerdem hervor, dass in etwa einem Drittel von 140 untersuchten Ländern die Zahl der Kinder, die gewisse medizinische Maßnahmen erhielten, zurückgeht. Dazu gehören Impfungen, ambulante Behandlungen und Betreuungsangebote rund um eine Geburt. Der Grund dafür sei die Angst vor Ansteckung.

Weitere Erkenntnisse:

  • 265 Millionen Mädchen und Jungen würden noch immer keine Mahlzeiten in der Schule erhalten.
  • Jeder dritte Schüler sei weltweit von Schulschließungen betroffen. Die entspricht insgesamt 572 Millionen Kinder.
  • UNICEF-Schätzung: Sechs bis sieben Millionen Kleinkinder unter fünf Jahren litten in diesem Jahr unter Mangelernährung. Dies beziehe sich besonders auf Afrika und Südasien - und entspricht einer Zunahme von 14 Prozent.
  • Geschätzte 150 Millionen Kinder seien bis Mitte 2020 in „mehrdimensionale Armut“ gerutscht.

Coronavirus: Einschränkungen mit Folgen - UNICEF malt grausames Bild

Die Folgen der Einschränkungen durch die Krise könnten UNICEF zufolge verheerend sein: „Durch die Unterbrechung lebenswichtiger Dienstleistungen und zunehmender Mangelernährung könnten in den kommenden zwölf Monaten zwei Millionen Kinder zusätzlich sterben und die Zahl der Totgeburten um 200.000 zunehmen.“ *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks (mbr)

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