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Coronavirus-Pandemie: RKI hebt Risiko-Einschätzung für Deutschland an

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  • Rebecca Röhrich
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Die Corona-Pandemie breitet sich in Europa stark aus. In Deutschland reagiert nun mit VW ein großer Arbeitgeber auf die Ausbreitung des Coronavirus.

  • Coronavirus Sars-CoV-2*: Zahl der Toten an Covid-19 weltweit über 6500, 17 Tote in Deutschland
  • Bayern ruft Notstand aus, Baden-Württemberg will Flugverkehr einstellen
  • Deutschland schränkt Grenzverkehr ein - Bundeskanzlerin Merkel ruft dazu auf, keine In- und Auslandsreise zu unternehmen

+++ 10.15 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hebt seine Risikoeinschätzung der Coronavirus-Pandemie in Deutschland auf „hoch“ an. Das teilte der Leiter des RKI Lothar Wieler am Dienstag (17.03.2020) bei einer Pressekonferenz in Berlin mit. Grund für die neue Einstufung seien einerseits die „weiter steigenden Fallzahlen“ sowie die „Alarmsignale aus dem Gesundheitssystem“. Auch gut ausgestattete Krankenhäuser meldeten dem RKI demnach bereits Probleme. Bislang hatte das RKI insgesamt von einer „mäßigen“ Gefährdung in Deutschland gesprochen.

Für Deutschland meldet das RKI derzeit 6012 Infektionen - das waren mehr als 1100 Fälle mehr als am Vortag. Die Abweichung zu anderen Zahlen nehme man zur Kenntnis. „Im Laufe der nächsten Monate werden sich diese Zahlen immer weiter annähern“, erklärte Wieler. Andere Stellen wie die Johns-Hopkins-Universität melden bereits mehr als 7000 Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl tatsächlichen Erkrankungen ist laut Wieler aber vermutlich viel höher als die der gemeldeten Infektionen.

Coronavirus in Deutschland: Ikea schließt Einrichtungshäuser

+++ 9.51 Uhr: Der Möbelhändler Ikea schließt ab Dienstag (17.03.2020) alle 53 Einrichtungshäuser in Deutschland. Man wolle damit die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 hemmen und die Mitarbeiter schützen, erklärte das Unternehmen in Hofheim bei Frankfurt. Die Maßnahme gilt bis auf Weiteres. Der Online-Shop soll ebenso wie das Kunden-Servicecenter weiter geführt werden. Ikea ist Deutschlands größter Möbelhändler.

In der Pressemitteilung erklärt Balslev die Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2: „Jeden Tag besuchen viele Tausend Menschen unsere Einrichtungshäuser. In dieser herausfordernden Situation wollen wir unserer Verantwortung als großer Einzelhändler gerecht werden.“ 

Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland: Regierung startet Rückholaktion

+++ 9.36 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat eine Rückholaktion für tausende Deutsche gestartet, die wegen Reisebeschränkungen in derCoronavirus-Pandemie im Ausland festsitzen. Er kündigte am Dienstag (17.03.2020) in Berlin an, bis zu 50 Millionen Euro für eine „Luftbrücke“ für im Ausland gestrandete deutsche Touristen zur Verfügung zu stellen. 

In den kommenden Tagen sollen zunächst Reisende aus besonders betroffenen Gebieten nach Hause geholt werden, wie Außenminister Heiko Maas (SPD) sagte. Dazu zählen Marokko, Ägypten, die Dominikanische Republik, die Philippinen und die Malediven.

Wegen der Corona-Krise hat die Bundesregierung zudem eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Auch das verkündete Außenminister Heiko Maas am Dienstag in Berlin. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von nicht notwendigen Reisen ins Ausland abgeraten.

Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland: VW schließt seine Werke

+++ 9.20 Uhr: Nach dem Autokonzern PSA mit Werken in Rüsselsheim und Eisenach will nun auch Volkswagen (VW) die Produktion in zahlreichen Werken wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 vorübergehend aussetzen. An den allermeisten Standorten solle an diesem Freitag (20.03.2020) die letzte Schicht laufen, hieß es am Dienstag aus dem Betriebsrat in Wolfsburg. In den vergangenen Tagen hatte es auch in deutschen Werken erste bestätigte Fälle von Infektionen mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 gegeben.

Volkswagen ist der größte Automobilhersteller der Welt. Der Konzern betreibt nach eigenen Angaben in 20 Ländern Europas und in elf Ländern Amerikas, Asiens und Afrikas 124 Fertigungsstätten. 671.205 Beschäftigte produzieren laut VW rund um den Globus Fahrzeuge, sind mitfahrzeugbezogenen Dienstleistungen befasst oder arbeiten in weiteren Geschäftsfeldern. Alleine in Wolfsburg arbeiten mehr als 100.000 Menschen.

+++ Update vom Dienstag, 17.03.2020, 6.30 Uhr: Die deutschen Krankenhäuser erwarten, dass die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken in den nächsten Tagen drastisch steigen wird. Sollte es bis Ende der Woche 20.000 bestätigte Infektionsfälle in Deutschland geben, sei damit zu rechnen, dass davon bis zu 1500 Patienten in den Krankenhäusern behandelt werden müssten, sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, der Presse.

Wegen Coronavirus Intensivstationen ausdehnen 

Dies wäre nach seinen Angaben eine Verdreifachung der Zahl der derzeit in den Klinken behandelten Corona-Patienten. Die Krankenhäuser seien aber auf einen solchen Anstieg der Corona-Krankenzahlen vorbereitet, betonte Gaß. „Das würde sie nicht überfordern.“ Nach den jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Montagabend gibt es hierzulande inzwischen 6012 bestätigte Corona-Infektionen. 13 der Infizierten starben. 

Der DKG-Präsident sagte, es gehe angesichts der Pandemie jetzt darum, die Kapazitäten der Intensivstationen „von Tag zu Tag auszudehnen“. In zwei oder drei Monaten sei es möglich, die Zahl der Intensivbetten von derzeit 28.000 auf rund 34.000 aufzustocken. Auch die Zahl der Beatmungsgeräte von derzeit 20.000 Stück müsse erhöht werden.

+++ 22.55 Uhr: Serbien hat die für den 26. April geplanten Parlaments- und Provinz- und Kommunalwahlen wegen der Coronaviruskrise für unbestimmte Zeit verschoben. Alle Aktivitäten im Zusammenhang mit den Wahlen würde ausgesetzt, bis der wegen der Pandemie erklärte Notstand wieder aufgehoben sei, teilte die zentrale Wahlbehörde am Montagabend in Belgrad mit. 

Serbien hatte den Notstand am Sonntag erklärt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Unter anderem wurden die Grenzen für die meisten Ausländer geschlossen, der Schulunterricht ausgesetzt, ältere Menschen in häusliche Quarantäne geschickt und der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt. Offiziellen Angaben zufolge wurden bis Sonntag 57 mit dem Virus infizierte Personen gezählt, von denen 29 in Krankenhäusern behandelt wurden.

+++ 22.44 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie schließt Indien ab Dienstag alle seine Museen und Denkmäler, darunter das berühmte Mausoleum Taj Mahal. Alle Einrichtungen seien angewiesen worden, bis zum 31. März zu schließen, erklärte der indische Tourismusminister Prahlad Patel am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Zuvor waren bereits die meisten Schulen und Freizeiteinrichtungen in dem Land mit der zweithöchsten Bevölkerungszahl der Welt. Alle Touristenvisa wurden ausgesetzt, Flugzeuge aus der EU, der Türkei und aus Großbritannien dürfen ab Mittwoch nicht mehr landen. Bislang wurden in Indien nur 114 Infektionsfälle registriert. Zwei Menschen starben den offiziellen Angaben zufolge.

Coronavirus: Frankreich ergreift drastische Maßnahme – EU will Außengrenzen schließen

+++20.38 Uhr: Frankreich ergreift drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus: Die Bürger dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen, oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen. Das sagte Staatschef Emmanuel Macron in einer TV-Ansprache. „Wir sind im Krieg“, sagte er. 

Zuden wird die Europäische Union ab Dienstagmittag (17.03.2020) ihre Außengrenzen schließen, so Emmanuel Macron. Die Maßnahme solle für 30 Tage gelten. „Alle Reisen zwischen nicht-europäischen Ländern und der europäischen Union werden für 30 Tage ausgesetzt“. 

+++ 20.22 Uhr: Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten wollen ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus intensivieren. Bei der Corona-Pandemie handele es sich um eine globale Gesundheitskrise. Sie bringe große Gefahren für die Weltwirtschaft mit sich, hieß es in einer vom Weißen Haus verbreiteten Mitteilung der G7-Chefs: „Wir werden unsere Bemühungen koordinieren, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verzögern - unter anderem durch geeignete Grenzschutzmaßnahmen".

Laut Mitteilung wollen die G7-Chefs die Gesundheitssysteme in ihren Ländern und weltweit stärker unterstützen. Eine wichtge Rolle dabei spiele der Austausch von Informationen in Echtzeit. So könnten Präventionsstrategien verbessert werden. Man wolle Daten zusammenführen, um das Coronavirus besser zu verstehen. Um die Ziele zu erreichen, sollten sich die G7-Gesundheitsminister wöchentlich koordinieren. 

Die Staats- und Regierungschefs kündigten zudem an, „unter Einsatz aller politischen Instrumente alles zu tun, was nötig ist, um ein starkes Wachstum der G7-Volkswirtschaften zu erreichen“. Die am stärksten betroffenen Firmen, Arbeitnehmer und Branchen sollten sofort unterstützt werden. Man werde sich auch um das Aufrechterhalten internationaler Lieferketten kümmern. 

Coronavirus-Pandemie: EU-Förderungen in Millionenhöhe für Pharmakonzern – Impfstoff bereits im Herbst?

+++ 19.29 Uhr: Am Sonntag (15.03.2020) bestimmte der Impfstoff-Streit zwischen US-Präsident  Donald Trump und der Bundesregierung die Medien – am Montag (16.03.2020) werden dem umworbenen Tübinger Pharmakonzern CureVac neue Förderungen zugesichert. Für die Erforschung eines Impfstoffs gegen das Covid-19 soll CureVac „bis zu 80 Millionen Euro“ an EU-Krediten erhalten, teilte die EU-Kommission nun mit. Den Angaben zufolge hat CureVac bereits ein Entwicklungsprogramm zu einem Impfstoff laufen und will klinische Tests im Juni starten.

Der SAP-Gründer und Mehrheitseigner der Tübinger Firma CureVac, Dietmar Hopp, geht derzeit davon aus, dass ein Impfstoff zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie im Idealfall diesen Herbst verfügbar sein könnte. Das sagte er in einem Interview mit der Sport-Nachrichtenseite sport1.de. Der Fortschritt der Forschung hänge jedoch auch von Bundesinstitut für Impfstoffe ab. „Es müssen ja erstmal Tests gemacht werden an Tieren und dann an Menschen. Ich denke aber zum Herbst müsste das verfügbar sein und dann käme möglicherweise die nächste Welle erneuter Infektionen“, sagte Hopp.

Das biopharmazeutischen Unternehmen Curevac forscht in Tübingen an einem Covid-19-Impfstoff.

Coronavirus Sars-CoV-2: EU will „CureVac mit der notwendigen Finanzierung versorgen“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte: „In dieser Krise der öffentlichen Gesundheit ist es von größter Bedeutung, dass wir unsere führenden Forscher und Technologieunternehmen unterstützen.“ Sie hatte laut eigener Aussage mit dem Management der Firma gesprochen und ist zu dem Schluss gekommen: „Wir sind entschlossen, CureVac mit der notwendigen Finanzierung zu versorgen, um die Entwicklung und Produktion eines Impfstoffs gegen das Coronavirus rasch zu beschleunigen.“

In den USA haben unterdessen erste klinische Tests für einen neuen Coronavirus-Impfstoff begonnen. Wie die US-Gesundheitsbehörde National Institutes of Health (NIH) am Montag mitteilte, bekam ein erster Versuchsteilnehmer am Montag den neu entwickelten Impfstoff. Insgesamt solle der Test über rund sechs Wochen an 45 gesunden Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren laufen.

Coronavirus: Deutsche sollen keine Urlaubsreisen mehr ins In- und Ausland unternehmen

+++ 18.19 Uhr: Um die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland einzudämmen, sollen Deutsche keine Urlaubsreisen ins In- und Ausland mehr unternehmen. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag (16.03.2020) in Berlin nach der Sitzung mehrerer Gremien, die sich mit der Ausbreitung der Corona-Pandemie befasst hatten.

Bund und Länder schränken das öffentliche Leben in Deutschland angesichts der Corona-Krise weiter drastisch ein und wollen nun auch viele Geschäfte schließen. Entsprechende Leitlinien hätten die Bundesregierung und die Regierungschefs der Länder am Montag vereinbart, sagten Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) übereinstimmend in Hannover und Bremen. Dadurch solle die weitere Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. 

Über die Entwicklungen und Maßnahmen in Hessen informieren wir in einem weiteren Artikel, den Sie hier finden.*

Coronavirus Sars-CoV-2: Auch Spanien schließt seine Grenzen

+++ 17.32 Uhr: Zwei weitere Länder in Europa ergreifen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie drastische Maßnahmen: Die Schweiz hat den Notstand ausgerufen. Zudem gelte ab sofort ein allgemeines Versammlungsverbot, teilte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Montag (16.03.2020) mit. Die Maßnahmen sollten vorerst bis zum 19. April gelten.

Spanien  schließt nach mehreren Ländern in Europa und anderen Weltregionen jetzt auch das Urlaubsland  seine Grenzen wegen der Coronavirus-Krise. An allen Grenzübergängen würden die Kontrollen um Mitternacht wiedereingeführt, teilte Innenminister Fernando Grande-Marlaska in Madrid mit. Diese Maßnahme werde zunächst für die Dauer des 15-tägigen, am Sonntag in Kraft getretetenen sogenannten Alarmzustandes gelten.

Im Kampf gegen das Coronavirus müssen die Staaten nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Zahl der Tests deutlich erhöhen. „Wir haben eine einfache Botschaft: Testen, testen, testen“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. „Man kann ein Feuer nicht mit verbundenen Augen bekämpfen“, so Tedros.

Coronavirus in Deutschland: Mehr als 6600 Infizierte

+++ 16.57 Uhr: In Deutschland sind bislang mehr als 6600 Infektionen mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität geht inzwischen von 6672 bestätigten Coronainfektionen in Deutschland aus. Damit wären rund 1200 Fälle seit Sonntagnachmittag hinzugekommen. Am Mittag hatte bereits die „Süddeutsche Zeitung“ mehr als 6300 Infektionen gezählt.

Coronavirus-Pandemie: Von der Leyen plant EU-Einreisestopp

+++ 16.35 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus einen vorläufigen Einreisestopp in die EU vorgeschlagen. Sie werde den EU-Staats- und Regierungschefs einen entsprechenden Vorschlag für „nicht notwendige Reisen“ in die Union unterbreiten, sagte von der Leyen in einer Video-Botschaft am Montag. Der Einreisestopp solle zunächst für 30 Tage gelten, könne aber falls notwendig verlängert werden.

„Je weniger Reisen es gibt, desto mehr können wir das Virus eindämmen“, sagt von der Leyen. Ihr Vorschlag sieht demnach Ausnahmen von dem Einreisestopp für bestimmte Gruppen vor. Dazu gehören der Kommissionspräsidentin zufolge Ausländer, die schon lange in der EU leben, Familienmitglieder von EU-Bürgern sowie Diplomaten. 

Die Beschränkung soll nicht für das Transportgewerbe sowie Berufsgruppen gelten, die sich mit dem Kampf gegen die Epidemie beschäftigen. „Wir müssen einerseits die Menschen schützen vor der Ausbreitung des Virus und gleichzeitig sicherstellen, dass der Warenfluss in der EU uneingeschränkt aufrecht erhalten bleibt. Transporte müssen ungehindert ans Ziel kommen“, sagte von der Leyen in Brüssel.

Video: Regierung schlägt Ladenschließungen vor - außer Supermärkte

Sars-CoV-2: Öffentliches Leben in Deutschland wird stark eingeschränkt

+++ 16.09 Uhr: Bund und Länder wollen im Kampf gegen das Coronavirus auch die Spielplätze in Deutschland schließen. In dem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag heißt es, neben öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern sowie Fitnessstudios seien auch Spielplätze für den Publikumsverkehr zu sperren.

+++ 15.52 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Krise sollen Restaurants in Deutschland demnächst spätestens um 18.00 Uhr schließen und frühestens um 06.00 Uhr öffnen. Auch Einschränkungen für den Tourismus in Deutschland sollen die Verbreitung des Coronavirus Sars CoV-2 bremsen. In dem Beschluss vom Montag heißt es, es seien Regelungen zu erlassen, „dass Übernachtungsangebote im Inland nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden können“.

Coronavirus-Pandemie: Auch Baden-Württemberg schränkt öffentliches Leben ein

+++ 15.43 Uhr: Nach Bayern schränkt auch Baden-Württemberg das öffentliche Leben drastisch ein. Wegen der steigenden Corona-Infektionen werden zahlreiche Einrichtungen geschlossen. Dazu zählen Kinos, Schwimmhallen, Fitnessstudios, Museen und Jugendhäuser, wie die baden-württembergische Landesregierung am Montag in Stuttgart mitteilte.

Zudem sind der Verordnung zufolge Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern und der Betrieb von Restaurants grundsätzlich verboten. Für einige Gaststätten könne es Ausnahmen geben, etwa, wenn ein Abstand von mindestens 1,50 Meter zwischen den Tischen gesichert ist und sich im Fall von Infektionen für einen Zeitraum von jeweils einem Monat mögliche Kontaktpersonen nachverfolgen lassen.

Sars-CoV-2: Schließung von Läden wegen Coronavirus vorgeschlagen

+++ 15.23 Uhr: Die Bundesregierung schlägt den Ländern im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 die Schließung einer Vielzahl von Geschäften vor. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollen demnach allerdings offen bleiben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses zur Coronakrise aus Regierungskreisen erfuhr. 

Aus den Regierungskreisen hieß es, natürlich würden auch Supermärkte geöffnet bleiben. Es handele sich gerade nicht um einen sogenannten „Shutdown“, bei dem alle Läden geschlossen würden.

Nach Informationen der „Bild“-Zeitung hat der Kabinettsausschuss den Bundesländern eine neue Liste mit Empfehlungen zukommen lassen, die die sozialen Kontakte im öffentlichen Bereich auf ein Minimum reduzieren sollen. Demnach sollen weiterhin Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Waschsalons und der Großhandel geöffnet bleiben.

Coronavirus-Pandemie: Drastische Warnungen aus Italien

+++ 14.44 Uhr: Italienische Wissenschaftler haben angesichts der heftigen Coronakrise in ihrem Land Deutschland aufgefordert, schneller und strikter als bisher zu reagieren. „Unterschätzen Sie nicht die Gefahr. Italien hat das eine Woche lang getan“, sagte Roberto Burioni, einer der bekanntesten Virologen Italiens. 

Einige hätten Covid-19 zu lange mit der normalen Grippe auf eine Stufe gestellt. Andere Länder in Europa sollten es unbedingt vermeiden, ähnliche Fehler wie Italien nach Bekanntwerden des Ausbruchs zu machen. Der Forscher ist Professor an der Universität Vita-Salute San Raffaele in Mailand.

„Deutschland braucht eine Vollbremsung, einen Lockdown, mindestens so, wie ihn Italien jetzt hat“, forderte Stephan Ortner, Direktor des Forschungsinstituts Eurac Research in Bozen in Südtirol. „Wenn Deutschland das nicht sofort macht, bekommt man auch dort die Zahlen nicht mehr in den Griff“, sagte er am Montag. „Halbherzige Maßnahmen schaden jetzt mehr, als sie nützen. Je länger man mit der Ausgangssperre wartet, je mehr Leute werden dann, wenn sie kommt, schon infiziert sein und in Wohnungen weitere anstecken.“

An dem Institut, das einen Biomedizinzweig hat, würden Statistiker und Mathematiker für Italien von einer Dunkelziffer bei Infizierten von „mindestens Faktor zehn“ ausgehen, sagte er. Ähnlich wie bei Masern. Da Italien am Sonntag fast 25.000 registrierte Infizierte gemeldet hat, bedeute das mindestens 250.000 Menschen, die das Virus in sich tragen.

Coronavirus-Pandemie: Effekte von Schutzmaßnahmen erst in zehn Tagen

+++ 14.31 Uhr: In der Coronavirus-Krise wird über ein Landeverbot für Flüge aus den Risikogebieten Iran und China an deutschen Flughäfen beraten. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag erfuhr, ist Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dazu in Kontakt mit den Behörden vor Ort, die dafür zuständig sind. 

Scheuer arbeite mit Hochdruck an einer Lösung, um Flüge aus Iran und China sofort zu unterbinden. Demnach sollten die Flughäfen und zuständigen Gesundheitsämter aufgefordert werden, Landeverbote aus Risikogebieten auszusprechen.

+++ 14.24 Uhr: Schulen und Kitas geschlossen, Klubs dicht, eingeschränkte Restaurantöffnung: Angesichts der massiven Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus rechnet das Robert-Koch-Institut (RKI) frühestens Ende kommender Woche mit möglichen Effekten. „Man müsste nach zehn bis zwölf Tagen sehen, ob diese Maßnahmen greifen“, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Montag in Berlin mit Blick auf die Entwicklung der Fallzahlen.

Schaade bekräftigte, es sei wichtig, Kontakte und Menschenansammlungen wegen der Ansteckungsgefahr durch Sars-CoV-2 zu meiden. Daher sei die Schließung von Schulen, Kitas, Klubs und anderen öffentlichen Einrichtungen sinnvoll. "Grundsätzlich ist alles gut, was Abstand zwischen die Leute bringt", sagte Schaade. Je nachdem, ob die eingeleiteten Maßnahmen Wirkung zeigten, müsse geprüft werden, ob dies ausreiche.

In diesem Zusammenhang warnte der RKI-Vizepräsident vor sogenannten privaten „Coronapartys“ zu denen offenbar teilweise eingeladen werde. „Bitte tun Sie das nicht und schränken Sie das gesellschaftliche Leben ein“, forderte Schaade.

Coronavirsu Sars-CoV-2: Fast 2500 Fälle in Nordrhein-Westfalen

+++ 12.30 Uhr: Inzwischen haben sich in Deutschland 6378 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Das teilt die „Süddeutsche Zeitung“ auf ihrer Webseite mit und bezieht sich auf Zahlen der Landesgesundheitsministerien. Nordrhein-Westfalen (NRW) meldet demnach fast 2500 Fälle. 

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte zuletzt knapp 4838 Infizierte gemeldet, davon allein 1400 in NRW - allerdings wurde die Statistik zuletzt am Sonntag (15.03.2020) um 18.25 Uhr aktualisiert. Die neuen Zahlen kämen somit einem Anstieg um rund 33 Prozent in nur 18 Stunden gleich.

Coronavirus in Deutschland: Baden-Württemberg will Flugverkehr stoppen

+++ 11.42 Uhr: Ein weiteres stark betroffenes Bundesland will Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Sars-CoV-2 ergreifen: Die Landesregierung von Baden-Württemberg plant, den Betrieb an allen Flughäfen des Landes einzustellen. Reisende aus dem Ausland würden aber noch zurückgeholt. Wer aus einer Krisenregion komme, müsse in Quarantäne. Der Beschluss soll demnach im Lauf der Woche in Kraft treten - am Dienstag (17.03.2020) soll das Kabinett die Maßnahme beschließen.

Baden-Württemberg ist neben Nordrhein-Westfalen und Bayern das am stärksten von der Ausbreitung des Coronavirus betroffene Bundesland. Bis zum Sonntag waren in Baden-Württemberg bei den Behörden 977 Infektionen bestätigt. Drei nachweislich infizierte Menschen sind bisher gestorben. Besonders betroffen von der Maßnahme wäre der Flughafen Stuttgart, der mit rund 10 Millionen Passagieren pro Jahr einer der wichtigsten Flughäfen in Deutschland ist.

Am Flughafen Frankfurt, 2019 mit mehr als 70 Millionen Passagieren größter Flughafen Deutschlands, läuft der Betrieb in der Coronavirus-Krise vorerst weiter - allerdings deutlich eingeschränkt: Für den Montag waren aber noch rund 1000 Starts und Landungen geplant, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport am Montag berichtete. Das wären nur rund 400 weniger als im Normalbetrieb. Allerdings sind die Flugzeuge deutlich leerer als sonst, denn statt 170.000 Passagieren wie üblich werden aktuell nur rund 90.000 erwartet. In den Terminals ist deutlich weniger los als üblich.

Coronavirus-Epidemie: Starke Abweichungen bei der Zahl der Infizierten

+++ 11.01 Uhr: Die Johns Hopinks Universität in den USA veröffentlicht in einer live Statistik die weltweite Verbreitung der Corona-Pandemie. Laut den Zahlen der amerikanischen Wissenschaftler gibt es aktuell 5800 Infizierte in Deutschland. Diese Zahl weicht stark von den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts ab. Das Robert-Koch-Institut hat am Sonntagabend noch rund 4800 Fälle gemeldet. 

Grund für die starken Abweichungen ist offenbar, dass die Aktualisierung der Fallzahlen unterschiedlich schnell vonstatten geht. Zudem kündigt das Robert-Koch-Institut für die zwölfte Kalenderwoche (ab 16.3.020) an, auf ihrer Internetseite nur noch „die dem RKI von den Gesundheitsämtern übers Bundesland elektronisch übermittelten Fälle“ darzustellen. 

+++10.30 Uhr: Aktuell sind in Deutschland 4838 Infektionen mit Covid-19 gemeldet. Dies meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) auf ihrer Internetseite. Besonders betroffen sind Nordrhein-Westfalen mit 1407 Fällen und Bayern mit 886 Fällen. In Hessen sind 286 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 

Seit 10.30 Uhr gilt in Bayern der Katastrophenfall. Um die bayerische Wirtschaft zu schützen, stellt der Freistaat Bayern  bis zu zehn Millionen Euro Sondervermögen zur Verfügung. "Wir lassen niemanden allein", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München.

Coronavirus in Deutschland: Zeltstationen vor Kliniken - Ärzte in Rente sollen aktiviert werden

+++ 10.00 Uhr: Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, will Coronatests strikt vom normalen Klinikbetrieb trennen. Reinhardt forderte die Einrichtung von Zeltstationen vor den Krankenhäusern, um mögliche Coronapatienten zu testen. 

„So lässt sich die Übertragung auf anders Erkrankte besser verhindern“, sagte der Ärztepräsident. „Das muss jetzt präventiv geschehen, bevor uns die große Welle erreicht.“ Demnächst solle das Thema bei einem Krisentreffen mit dem Gesundheitsministerium besprochen werden. Reinhardt sprach sich auch dafür aus, Ärzte im Ruhestand zu aktivieren und Medizinstudenten als Helfer einzusetzen. „Jede unterstützende Kraft ist jetzt hilfreich“, sagte der Ärztepräsident. „Das ist eine Ausnahmesituation, die auch für uns neu ist.“

+++ 8.48 Uhr: Seit 8 Uhr gibt es an den Grenzen Deutschlands wieder verschärfte Kontrollen. Betroffen sind die Grenzübergänge in die Länder:

  • Österreich
  • Schweiz 
  • Frankreich
  • Luxemburg
  • Dänemark
Grund für die Schließung ist die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Mit der Schließung der Grenzen soll die Zahl der Toten und Infizierten möglichst klein gehalten werden. Reisende ohne triftigen Grund dürfen nicht mehr nach Deutschland einreisen. 

Aktuell laufen die Kontrollen ruhig und ohne Vorkommnisse.

+++ 7.34 Uhr: Das Auswärtige Amt rät von Auslandsreisen ab. Grund sei vor allem, dass es immer schwieriger werden könnte, wieder zurückzukehren. Dies teilt Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am späten Sonntagabend auf Twitter mit. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch", schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Sonntagabend zur Begründung auf Twitter.

Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts heißt es weiter, es sei mit weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen des Luft- und Reiseverkehrs, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen. Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften würden teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung erfolgen. Davon seien derzeit zahlreiche Reisende in mehreren Ländern betroffen und an der Weiter- oder Rückreise gehindert.

Coronavirus in Deutschland: Bayern ruft Katastrophenfall aus

+++ Update vom Montag, 16.3.20, 6.19 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für den Freistaat Bayern den Katastrophenfall ausgerufen. Grund dafür sei, eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung umzusetzen, so Söder im Bayerischen Rundfunk. 

Im Katastrophenfall gelten spezielle Regeln: Clubs, Bars, Schwimmbäder und nicht für die Grundversorgung notwendige Geschäfte bleiben geschlossen. Bei Supermärkten und anderen Lebensmittelläden können die Öffnungszeiten verlängert werden. 

Coronavirus in Deutschland: Schulen und Kitas ab heute dicht, Grenzverkehr eingeschränkt

Ab heute werden bundesweit alle Schulen und Kitas geschlossen. Die Anordnung soll bis Ende der Osterferien gelten. 

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, warb um Verständnis für anfängliche Probleme in den Kommunen bei der Notbetreuung von Kindern, deren Eltern in "systemrelevanten Berufen" arbeiten. "In den ersten Tagen wird es hier sicher noch ruckeln. Denn wir müssen Bescheinigungen der Arbeitgeber für bestimmte Berufsgruppen erhalten, dass Eltern am Arbeitsplatz unbedingt gebraucht werden", sagte Dedy der "Saarbrücker Zeitung" (Montag). Wichtig seien genaue Angaben der Länder zu den Berufen, damit die Kommunen einheitlich vorgehen könnten.

+++ 22.51 Uhr: Nach dem Bundesland Schleswig-Holstein reagieren auch die anderen norddeutschen Küstenländer auf die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 und sperren ab Montag (16.03.2020) ihre Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen am Sonntag verständigt, wie die Staatskanzlei in Schwerin am Sonntagabend (15.03.2020) mitteilte. 

Für den Tourismus auf dem Festland kündigten die Landesregierungen auch Regelungen an. „Morgen werden wir uns darüber unterhalten, wie wir mit dem Festland umgehen“, sagte der Regierungssprecher von Mecklenburg-Vorpommern. Schleswig-Holstein hatte bereits am Sonntagnachmittag mitgeteilt, seine Inseln in Nord- und Ostsee ab Montagfrüh 06.00 Uhr für Touristen abzuriegeln. Das habe die Landesregierung in Kiel beschlossen, teilte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach einer Telefonkonferenz des Kabinetts mit.

Coronavirus Sars-CoV-2: Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn und Nordstrand betroffen

Zu den betroffenen Inseln gehören Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn und Nordstrand. In Mecklenburg-Vorpommern würden die Maßnahmen auf den Inseln Rügen, Usedom, Hiddensee und Poel schrittweise eingeführt, hieß es am Abend; wegen der Größe der Inseln und der zahlreichen direkten Verbindungen aufs Festland.

Grund für die Abriegelung ist, dass die Gesundheitssysteme der Inseln nicht auf eine größere Zahl von mit dem Coronavirus infizierten Menschen vorbereitet sind. Die Maßnahme dient damit sowohl dem Schutz der Inselbevölkerung als auch dem Schutz der Gäste.

Coronavirus in Deutschland: „Die Lage ist sehr ernst“ - Seehofer äußert sich zu Grenzkontrollen

+++ 19.15 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen zu Frankreich, Österreich, Luxemburg, der Schweiz und Dänemark in Berlin ab Montag (15.03.2020) 8.00 Uhr offiziell angekündigt. Dies gelte von Montag an für unbestimmte Zeit. Die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 schreite in Deutschland und auch in europäischen Ländern „schnell und aggressiv voran“, sagte Seehofer und fügte an: „Wir müssen davon ausgehen, dass der Höhepunkt der Ausbreitung noch nicht erreicht ist.“ 

Deutsche Staatsbürger, die sich im Ausland befänden, hätten selbstverständlich das Recht, wieder nach Deutschland einzureisen. Ausgenommen seien auch der Warenverkehr und der Verkehr von Pendlern. Alle Reisenden, die ohne triftigen Grund die Grenze übertreten wollten, müssten sich darauf einstellen, dass sie nicht mehr ein- und ausreisen dürfen. Auch Verdachtsfällen „wird die Einreise nicht gestattet“, erklärte Seehofer.

Zuvor hatten schon andere EU-Staaten ihre Grenzen weitgehend dicht gemacht, darunter Dänemark, Polen, die Slowakei, Tschechien und Österreich. Frankreich kündigte als Reaktion auf die deutschen Maßnahmen ebenfalls verschärfte Kontrollen an.

Coronavirus-Pandemie: Grenzkontrollen nun auch für Dänemark

+++ 18.57 Uhr: Das Bundesland Schleswig-Holstein korrigiert seine Angaben zur Grenzschließung zu Dänemark: Deutschland will sein Grenze nach Dänemark am Montag (16.03.2020) um 8.00 Uhr schließen - zunächst war von 6.00 Uhr die Rede. Dies habe Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ihm bei einem Telefonat zugesagt, teilte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Sonntag in Kiel mitgeteilt.

+++ 17.40 Uhr: Nach den Grenzschließungen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz, will Deutschland aufgrund der Coronavirus-Pandemie nun auch die Grenze nach Dänemark ab Montag (16.03.2020) 6.00 Uhr schließen. Dies habe Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ihm bei einem Telefonat zugesagt, teilte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Sonntag in Kiel der Presse mit. Dänemark hatte von seiner Seite aus bereits am Samstagmittag (14.03.2020) die Grenze zu Deutschland geschlossen. 

Gleichzeitig riegelt Schleswig-Holstein aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 seine Nord- und Ostseeinseln für Touristen ab. Zu den betroffenen Inseln gehören Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn und die Halbinsel Nordstrand. Für den Montag kündigte der Ministerpräsident Günther weitergehende Regelungen für den Tourismus in ganz Schleswig-Holstein an.

Auch Frankreich will seine Kontrollen zu Deutschland verstärken, nachdem die Bundesregierung wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 seine Grenzen teilweise schließt. Man wolle den Grenzverkehr auf das Nötigste reduzieren, teilte das Innenministerium in Paris am Sonntag (15.03.2020) mit.

Coronavirus-Pandemie: EU-Kommission warnt vor leeren Regalen

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen warnt angesichts der Grenzschließungen in ganz Europa vor leeren Supermarktregalen. Schon jetzt seien Tausende Bus- und Lastwagenfahrer an Grenzen in der EU gestrandet. „Wenn wir jetzt nicht handeln, werden Läden Schwierigkeiten bekommen, ihre Lager mit bestimmten Produkten zu füllen“, sagte von der Leyen in einem am Sonntag auf Twitter verbreiteten Video. „In diesem Moment der Krise ist es von äußerster Wichtigkeit, unseren gemeinsamen Binnenmarkt am Laufen zu halten.“

Von der Leyen kündigte mehrere Initiativen an: Am Montag werde sie einen Vorschlag für einheitliche Kontrollmaßnahmen an den europäischen Grenzen machen. Gesundheitsschutz dürfe nicht dazu führen, dass wichtige Güter und Personal blockiert würden, sagte die Kommissionschefin. Zudem werde die Kommission am Montag für die EU-Staaten die gemeinsame Beschaffung von Coronavirus-Tests und Beatmungsgeräten starten.

Coronavirus: Donald Trump will Forscher deutscher Impfstoff-Firma abwerben

+++ 17.10 Uhr: In der immer dramatischeren Coronavirus-Krise gibt es zwischen Deutschland und den USA Auseinandersetzungen um die Tübinger Impfstoff-Firma CureVac, die an einemCorona-Impfstoff forscht. US-Präsident Donald Trump versucht laut „Welt am Sonntag“, deutsche Wissenschaftler mit hohen finanziellen Zuwendungen nach Amerika zu locken oder das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern. Darauf reagiert die Bundesregierung nun empört. 

Das Bundesforschungsministerium wies eindringlich darauf hin, dass die CureVac-Forschung an einem Corona-Impfstoff mit staatlichen Geldern gefördert werde. „Die Bundesregierung hat die finanzielle Förderung der Entwicklungen zuletzt stark ausgeweitet“, sagte ein Sprecher von Ministerin Anja Karliczek (CDU). Die Regierung stehe im intensiven Kontakt mit CureVac. „Die Bundesregierung hat ein hohes Interesse, Wirkstoffe und Impfstoffe in Deutschland und Europa zu produzieren“, sagt zudem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der Funke Mediengruppe.

Coronavirus: Deutsche Politiker reagieren empört auf Trump-Offerte

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schrieb auf Twitter: „Der exklusive Verkauf eines eventuellen Impfstoffes an die USA muss mit allen Mitteln verhindert werden. Der Kapitalismus hat Grenzen.“ Scharfe Kritik wegen US-Begehrlichkeiten am Corona-Impfstoff kam auch von der Vizevorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Bärbel Bas: „Wenn es einen Impfstoff gibt, muss er allen zur Verfügung stehen. Alles andere wäre ein Skandal. Bei einer Pandemie geht es um alle Menschen und nicht um ‚America first‘.“

Über die Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in den USA halten wir Sie zusätzlich in einem separaten Artikel auf dem Laufenden.

Coronavirus:  (DB) fährt Regionalverkehr zurück

+++ 16.11 Uhr: Die Deutsche Bahn (DB) wird ihren Regionalverkehr in Kürze deutlich einschränken. Damit reagiere man auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Pandemie, teilte eine Sprecherin mit. Immer weniger Leute fahren demnach mit Bus und Bahn. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ erwartet die DB jedoch auch viele Ausfälle unter den Bahnfahrern, weil diese in der Kinderbetreuung gefordert seien. Über weitere Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr informieren wir in einem separaten Artikel, den Sie hier finden.*

Coronavirus-Pandemie: Deutschland schließt Grenzen 

+++ 15.17 Uhr: Nun reagiert auch Deutschland mit härteren Maßnahmen auf die Coronavirus-Pandemie und schließt seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz. Das geht aus Regierungskreisen hervor, berichten Medien unter Verweis auf eine Telefon-Schalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sowie den Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) aus Bayern, Tobias Hans (CDU) aus dem Saarland und Winfried Kretschmann (Grüne) aus Baden-Württemberg.

Demnach soll es an den Grenzen wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 ab Montag (16.03.2020) 8.00 Uhr verschärfte Kontrollen und Zurückweisungen geben - Waren- und Pendelverkehr sollen weiter möglich sein. Hintergrund sei nicht nur die Eindämmung der Corona-Pandemie, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe im grenznahen Raum zu verhindern. Zuvor hatten bereits die deutschen Nachbarländer Dänemark, Polen und Tschechien Grenzschließungen angekündigt.

Coronavirus-Pandemie: Covid-19 trifft Europa mit voller Wucht

Die Coronavirus-Pandemie trifft Europa unterdessen mit voller Wucht: Das öffentliche Leben kam am Wochenende in immer mehr Ländern zum Erliegen. Nach Spanien ordnete auch Österreich „Ausgangssperren“ für das ganze Land an. Frankreich kündigte die schrittweise Reduzierung des Langstreckenverkehrs mit Zügen, Autos und Flugzeugen an. Die Einschränkungen werden teils rigide durchgesetzt, in Österreich drohen hohe Geldstrafen bei Missachtung.

In Spanien stieg die Zahl der Covid-19-Todesopfer sprunghaft an: Binnen 24 Stunden erhöhte sie sich um rund 100 auf 288, wie die Behörden am Sonntagmittag mitteilten. Landesweit gab es damit mehr als 7750 Infektionsfälle mit dem Coronavirus. Nach Italien sind Spanien, Frankreich und Deutschland in Europa am stärksten betroffen.

Coronavirus in Deutschland: Mittlerweile mehrere tausend Infizierte

+++ 13.54 Uhr: In Deutschland sind mittlerweile mehrere tausend Menschen mit der Lungenkrankheit Covid-19 infiziert. Offiziell liegt die Zahl bei knapp 4000 Infizierten (Stand: Samstagabend, 14.3.2020). In einem Club in Berlin haben sich mehrere Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert, weil sie mit einem infizierten Mann in Kontakt gekommen waren. 

Ende Februar soll es im Club „Trompete“ zu einer Masseninfektion gekommen sein. Anfang der Woche wurde der Mann positiv auf Covid-19 getestet. Berlin hat mittlerweile drastische Maßnahmen ergriffen: Mit sofortiger Wirkung verbot die Stadt am Samstag alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern. Clubs, Kneipen, Sport- und Kulturstätten wurden geschlossen. Ausnahmen gibt es für Restaurants, wenn ein Abstand von 1,50 Metern zwischen den Tischen eingehalten wird. Besuche bei Angehörigen in Kliniken und Pflegeheimen wurden deutlich eingeschränkt. Schulen und Kitas werden ohnehin - wie auch in anderen Bundesländern - ab nächster Woche geschlossen.

In ganz Deutschland sind mittlerweile zehn Menschen an der Krankheit gestorben. Der weitere Verstorbene war über 80 Jahre alt und hatte wohl Vorerkrankungen. 

+++ 12 Uhr: Österreich geht im Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 immer rigoroser vor. Jetzt hat die Regierung für das ganze Land Ausgangsbeschränkungen angeordnet. Das sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz der Nachrichtenagentur APA. Es gebe nur drei Gründe, das Haus zu verlassen, so Kurz: nicht aufschiebbare Arbeit im Beruf, dringende Besorgungen wie Einkauf von Lebensmitteln sowie die Notwendigkeit, anderen Menschen zu helfen.

Österreich: Sebastian Kurz entscheidet sich für drastische Maßnahmen

Wer im dringenden Fall ins Freie möchte, „der darf das ausschließlich alleine machen oder mit den Personen, mit denen er in der Wohnung gemeinsam zusammenlebt“, sagte der Bundeskanzler zur APA. Bereits von Sonntag an sollte demnach die Polizei an Spielplätzen und im öffentlichen Raum unterwegs sein. Größere Gruppen, die sich etwa auf Spielplätzen ansammeln, würden aufgefordert, nach Hause zu gehen.

Der Landeshauptmann (Ministerpräsident) von Tirol, Günther Platter, formulierte seine Maßnahmen noch drastischer: „Ohne einen triftigen Grund darf niemand seine Wohnung verlassen“, erklärte er. Es gebe nur wenige Ausnahmen. Tirol ist vom Coronavirus besonders betroffen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz: Notbetrieb in Österreich 

Zuvor hatte die APA bereits gemeldet, dass auch Restaurants komplett geschlossen werden. Der Kanzler begründete dies damit, dass die Versorgung über die Supermärkte und Lieferdienste gesichert sei. Kurz betonte, dass Österreich auf einen Notbetrieb heruntergefahren werden müsse und erinnerte auch daran, dass die Geschäfte ab Montag in nicht alltagsnotwendigen Branchen schließen müssten und auch an den Schulen keine Unterrichtspflicht mehr bestehe.

Coronavirus in Deutschland: Zweiter Todesfall in Bayern 

In Bayern ist unterdessen eine 86-jährige Frau aus einem AWO-Seniorenheim dem Coronavirus erlegen. Das Gesundheitsamt Kempten habe das Heim darüber informiert, dass die Erkrankung und der Tod der Frau durch eine Infektion mit dem Virus verursacht wurde. Damit sind in Bayern inzwischen nachweislich zwei Menschen an Covid-19 gestorben. Am Donnerstag war ein Über-80-Jähriger im Klinikum Würzburg der Krankheit erlegen. Bundesweit sind somit neun Menschen an der Krankheit gestorben.

Frankreich fährt wegen Coronavirus Fernverkehr zurück

+++ 11.45 Uhr: Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus Sars CoV-2 zu verhindern, wird der Fernverkehr in Frankreich schrittweise reduziert. Dazu zählten Züge, Busse und Flugzeuge, sagte Umweltministerin Elisabeth Borne am Sonntag. Fernreisen müssten auf das unbedingt Notwendige begrenzt werden. Es werde aber keinen „brutalen und kompletten“ Stopp geben.

Am Montag sollen bei der französischen Staatsbahn SNCF sieben von zehn Zügen fahren, bei der Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP fahren 80 Prozent der Metros. Der Betrieb soll dann im Laufe der Woche weiter zurückgefahren werden. Die Tankstellen sollen in Betrieb bleiben, es werde keine Benzinknappheit geben, so die französische Regierung.

Coronavirus-Pandemie: Immer mehr Infizierte in Afrika

+++ 11.10 Uhr: Während die Weltgesundheitsorganisation Europa zum „Epizentrum der Covid-19-Pandemie“ erklärt hat, hielt sich die Zahl der Coronavirus-Fälle in Afrika bisher eher in Grenzen. Doch so ganz allmählich breitet sich Sars-CoV-2 inzwischen auch dort immer mehr aus. Am Wochenende gaben Namibia, Ruanda und das Königreich Eswatini (ehemals Swasiland) erste Coronavirus-Fälle bekannt. Der Kongo - der gerade vor dem Ende der Ebola-Epidemie im Lande steht - meldete wie auch Kamerun den bisher dritten Fall. Auch auf dem Urlauberparadies Seychellen gab das Gesundheitsministerium bekannt, dass zwei Reisende aus Italien positiv getestet wurden.

Einige Länder haben daraus inzwischen erste Konsequenzen gezogen. So setzte Namibias Regierung setzte nach Verkündung seines ersten Falles für die Dauer von 30 Tagen alle Flüge von und nach Katar, Deutschland und Äthiopien aus. Ähnliches gilt für den Afrika vorgelagerten Inselstaat Madagaskar, der wie der westafrikanische Staat Senegal mit seinen nun 21 Fällen Kreuzfahrtschiffen das Anlegen in seinen Häfen verbietet.

Touristen in der ehemaligen deutschen Kolonie Namibia versuchten laut Augenzeugenberichten, Flüge zurück in ihre Heimat im Nachbarland Südafrika zu buchen. Dort stieg die Zahl der Nachweise auf 51, teilte das Institut für meldepflichtige Krankheiten mit. Darunter sind Rückkehrer aus Europa und den USA. In dem Kap-Staat war am Samstag ein Flugzeug mit 122 Südafrikanern aus der chinesischen Metropole Wuhan eingetroffen - sie befinden sich nun unter Militärbewachung in Quarantäne.

Coronavirus Sars-CoV-2: Vatikan feiert Ostern ohne Besucher

+++ 09.55 Uhr: Fällt Ostern wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 dieses Jahr aus? Nein, aber im Vatikan sind alle öffentlichen Veranstaltungen zu Ostern abgesagt worden. Das Osterfest im Vatikan werde in diesem Jahr ohne Besucher gefeiert, hieß es in einer Mitteilung des Vatikans. Alle liturgischen Feiern der Karwoche fänden „ohne die physische Anwesenheit der Gläubigen“ statt. Zu den Feierlichkeiten kommen normalerweise Tausende Menschen aus aller Welt. 

Ostern fällt in diesem Jahr auf den 12. April. An dem wichtigsten christlichen Feiertag wird die Auferstehung Jesu nach dessen Hinrichtung am Kreuz am Karfreitag gefeiert. In der Woche vor Ostern - der Karwoche - gibt es mehrere Zeremonien. Wegen des Coronavirus-Ausbruchs werden bis zum 12. April die Generalaudienzen vonPapst Franziskus und die Angelusgebete am Sonntag weiterhin nur online übertragen.

Coronavirus-Pandemie: Spanien ruft nationalen Notstand aus

+++ 07.20 Uhr: Cafés und Geschäfte geschlossen, Grenzen abgeriegelt, Reisen verboten: Das Coronavirus Sars CoV-2 hat Europa mit voller Wucht erreicht. Nun hat die Regierung in Spanien das Land fast vollständig unter Quarantäne gestellt. Bürger dürfen das Haus nur noch verlassen, um zur Arbeit zu gehen oder um lebensnotwendige Besorgungen zu machen, wie Regierungschef Pedro Sánchez mitteilte. Spanien ist mit mehr als 5700 Fällen das am zweitstärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa - nach Italien, das bereits ähnlich drastisch vorgeht.

Die von Sánchez verkündeten Maßnahmen sind Teil eines umfangreichen Pakets, das im Rahmen des für mindestens 14 Tage ausgerufenen Notstands beschlossen wurde. Neben der Einschränkung der Bewegungsfreiheit für die Bürger ist auch vorgesehen, alle nicht notwendigen Geschäfte sowie Vergnügungsstätten zu schließen. Die Schulen waren bereits geschlossen worden. Alle zivilen und militärischen Mittel - privat und staatlich - würden dem Gesundheitsministerium zur Verfügung gestellt, sagte Sánchez.

Dessen Ehefrau hat sich unterdessen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es gehe Begoña Gómez und dem Regierungschef selbst aber „gut“, teilte die spanische Regierung mit. Beide halten sich demnach im Moncloa-Palast, dem Sitz des spanischen Ministerpräsidenten in Madrid, auf und „befolgen die von den Gesundheitsbehörden festgelegten Präventionsmaßnahmen“.

Coronavirus: Spanier ehren Ärzte mit landesweiter Ovation

Derweil gingen Tausende Bürger am späten Samstagabend an die Fenster oder auf die Balkone, um sich bei Ärzten, Sanitätern, Krankenpflegern und anderen Helfern mit einer nächtlichen Ovation zu bedanken. In Madrid war der minutenlange, begeisterte Beifall und Rufe gegen 22 Uhr praktisch in der ganzen Stadt zu vernehmen. Auto- und Busfahrer veranstalten Hup-Konzerte. Der per Whatsapp und im Netz verbreitete Aufruf zu der Aktion wurde nach Medienberichten auch in vielen anderen Teilen des Landes befolgt.

Donald Trump unterzieht sich einem Coronavirus-Test

+++ Update vom Sonntag, 15.03.2020, 06.00 Uhr: Jetzt hat sich US-Präsident Donald Trump doch auf das neuartige  Coronavirus Sars-CoV-2 testen lassen. Trump sagte bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, er habe sich dem Test am Freitagabend (13.03.) unterzogen. Trump war am vergangenen Wochenende beim Besuch des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in seinem Feriendomizil Mar-a-Lago mit mindestens zwei Personen in Kontakt, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurden. 

Trumps Coronavirus-Test fiel negativ aus. „Heute Abend habe ich die Bestätigung erhalten, dass der Test negativ ist“, heißt es in einem Schreiben von Trumps Arzt, wie das Weiße Haus mitteilte.

Coronavirus-Pandemie: Frankreich schließt alle Restaurants, Bars und Läden

+++ 20.28 Uhr: Frankreich ergreift drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Wie die dpa meldet kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe an, dass in Frankreich alle Restaurants, Bars und Läden geschlossen werden. Nur Lebensmittelgeschäfte, Banken und Apotheken sollen weiter geöffnet bleiben. Alle für das Leben nicht notwendigen Einrichtungen sollen dagegen ab Mitternacht schließen.

+++ 17.15 Uhr: In einem mehr als fünf Minuten langen Video wendet sich Angela Merkel an die Bevölkerung. Im Laufe des Videos schildert sie die Vorgehensweise der Bundesregierung, um die Bevölkerung vor der Coronavirus-Pandemie zu schützen. 

Mit einem neu gebildeten Kabinettsausschuss sollen die für die Sicherheit und Gesundheit der Menschen richtigen Entscheidungen getroffen werden. Im Ausschuss sitzen neben der Bundeskanzlerin noch der Vizekanzler, Innen- sowie Außenminister, die Verteidigungsministerin sowie der Gesundheitsminister. Außerdem gebe es weiterhin den Krisenstab von Gesundheits- und Innenministerium und regelmäßigen Absprachen mit den Chefs der Staatskanzleien.

Coronavirus: Appell von Merkel an die Bevölkerung

Bis Medikamente oder gar ein Impfstoff hergestellt worden seien, werde es noch dauern. Daher rief sie die Bürgerinnen und Bürger noch einmal dazu auf, nicht-notwendige Veranstaltungen, bis in das familiäre Umfeld hinein, nicht zu besuchen.

Die Aufgabe sei, dass jeder mit seinem persönlichen Verhalten dazu beitrage, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus verlangsame. Und zwar so sehr verlangsame, dass das Gesundheitssystem in Deutschland nicht überlastet wird. So könnten Menschenleben gerettet werden, unterstreicht die Bundeskanzlerin eindringlich.

Coronavirus-Pandemie: Britische Regierung beschließt Eilverfahren

+++ 14.15 Uhr: Nach Vorwürfen der Untätigkeit angesichts der Coronavirus-Pandemie will die britische Regierung nun doch Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergreifen. Geplant ist nach Angaben aus Regierungskreisen ein Verbot von Großveranstaltungen. Laut britischen Medienberichten vom Samstag soll das Verbot in der kommenden Woche im Eilverfahren vom Parlament verabschiedet werden und am kommenden Wochenende in Kraft treten. Eine solche Entscheidung würde die Absage berühmter Großveranstaltungen wie dem Tennisturnier in Wimbledon oder dem Royal-Ascot-Pferderennen bedeuten.

Großbritannien setzt in Corona-Krise auf „Herdenimmunität“

Regierungsberater aus dem Gesundheitsbereich hatten die bislang zurückhaltenden Maßnahmen in Großbritannien unter anderem damit begründet, dass eine „Herdenimmunität“ gegen das Virus aufgebaut werden müsse. Erst bei einem gewissen Durchseuchungsgrad in der Bevölkerung könne kollektiver Schutz erzielt werden, so die Experten. 

Diesen Ansatz stellte die Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Harris, am Samstag infrage. Man wisse noch zu wenig über das Virus. „Es ist noch nicht lange genug in unserer Bevölkerung, um zu wissen, was es immunologisch macht“, sagte die Sprecherin dem Nachrichtensender BBC. „Wir können über Theorien reden, aber im Moment stehen wir wirklich vor einer Situation, in der wir uns mit Taten beschäftigen müssen.“

Coronavirus in Deutschland: Zahl der Infektionen in Nordrhein-Westfalen weiter angestiegen

+++ 14.00 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist  die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen weiter gestiegen. Am Samstag gab es (Stand 11.30 Uhr) 1636 bestätigte Erkrankungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf meldete. Der Kreis Heinsberg bleibt mit 589 nachgewiesenen Infektionen mit großem Abstand am stärksten betroffen. In Aachen und der Städteregion Aachen gab es zusammen 85 Infektionen mit den neuartigen Coronavirus. In der größten Stadt des Bundeslandes, in Köln, waren es 83 Fälle. In der zweitgrößten Stadt Düsseldorf 23, in Dortmund 14 und in Essen 34.

+++ 12.45 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland sind Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern in Thüringen untersagt worden. Ein entsprechender Erlass der Landesregierung an die Landkreise und kreisfreien Städte sei bereits am Freitagabend fertiggestellt worden, teilte das Thüringer Gesundheitsministerium am Samstag mit. „Verstöße müssen zur sofortigen Auflösung der Veranstaltung beziehungsweise Menschenansammlung führen“, hieß es in der Mitteilung. Der Erlass gilt zunächst bis zum 10. April.

„Es ist in der aktuellen Situation entscheidend, alles dafür zu tun, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen“, erklärte Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke). Demnach sollten auch Veranstaltungen mit weniger als 50 Personen nicht mehr stattfinden, „wenn sie nicht zwingend notwendig sind - und auch dann nur unter strengen Auflagen“, betonte Werner.

Coronavirus in Deutschland: Schulen und Kitas in Mecklenburg-Vorpommern von Montag an geschlossen

+++ 12.05 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie in Deutschland bleiben von Montag an auch in Mecklenburg-Vorpommern Schulen und Kitas flächendeckend geschlossen. Das verkündete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Rande einer Sondersitzung ihres Kabinetts. Die Landesregierung in Schwerin folgt damit den Entscheidungen der meisten anderen Bundesländer.

Bis Freitagabend waren in Deutschland 33 nachgewiesene Infektionen bekannt geworden, 10 mehr als am Tag zuvor. Größere Sport- und Kulturveranstaltungen im Nordosten wurden abgesagt, die Hochschulen verlängerten vorsorglich die Semesterferien bis Mitte April.

+++ 11.00 Uhr: In Tirol wurden nach Angaben der Behörden seit Freitagabend weitere 34 Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet, davon 21 mit Verbindungen zum Paznauntal mit den Touristenorten Ischgl und Galtür sowie St. Anton. Die Regierung hat beide Regionen am Freitag unter Quarantäne gestellt. Am Samstag kam auch Heiligenblut in Kärnten mit seinem Skigebiet unter Quarantäne. Ausländische Gäste durften abreisen.

Unterdessen haben sich Dänemarks Politiker für die ganz harte Linie gegen die Ausbreitung des Coronavirus* entschieden. Die Gesundheitsbehörden können dort ab sofort Zwangstests, Zwangsimpfungen sowie Zwangsbehandlungen anordnen.

Coronavirus-Pandemie: USA schnüren Hilfspaket

Update vom 14.03.2020, 06.45 Uhr: In den USA haben sich Regierung und Opposition auf ein Hilfspaket im Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 geeinigt. Das Repräsentantenhaus stimmte mit großer Mehrheit für ein Gesetzespaket, das unter anderem kostenlose Virustests ermöglichen soll. Das Gesetz muss nun noch durch den Senat.

Angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in den USA sei das Wichtigste in Deutschland nun „testen, testen, testen“, sagte Oppositionsführerin Nancy Pelosi nach der Einigung mit der Regierung. Das Hilfspaket soll es daher auch Menschen ohne Krankenversicherung ermöglichen, sich kostenlos testen zu lassen. Außerdem soll es eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sicherstellen, die Arbeitslosenversicherung stärken und mehr Geld für das staatliche Gesundheitssystem Medicaid und für kostenlose Schulessen bereitstellen.

In den USA sind inzwischen mindestens 47 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Mehr als 2000 Infektionen wurden laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP offiziell registriert. Allerdings dürfte die tatsächliche Zahl der Infizierten deutlich höher liegen. Wegen fehlender Tests wurden in den USA im Vergleich zu anderen Ländern bislang nur wenige Menschen getestet.

Coronavirus-Pandemie: Robert-Koch-Institut stuft auch Madrid und Tirol als Risikogebiete ein

Das Robert-Koch-Institut hat wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus jetzt auch die spanische Hauptstadt Madrid und das österreichische Bundesland Tirol zu Risikogebieten erklärt. Das RKI ergänzte seine Liste der internationalen Risikogebiete, auf der bereits Italien, der Iran, die Provinz Hubei in China, die Provinz Nord-Gyeongsang in Südkorea und die Region Grand Est in Frankreich standen. Um Szenarien wie in Italien vermeiden, müssen sich die Kliniken in Deutschland entsprechend vorbereiten. Auf fr.de können Sie lesen, was Krankenhäuser für die Coronavirus-Vorsorge* schon jetzt tun können.

Bundesgesundheitsminister Spahn empfahl unterdessen allen Reisenden, die in den vergangenen zwei Wochen in Italien, in Österreich oder in der Schweiz waren, zwei Wochen zu Hause zu bleiben - auch wenn sie keine Symptome haben. 

Derweil hat Uruguay wegen der Coronavirus-Pandemie seine Grenzen für Reisende aus Deutschland und anderen „Risikoländern“ geschlossen. Präsident Luis Lacalle Pou kündigte an, Reisende aus neun „Risikoländern“ für zwei Wochen unter Quarantäne zu stellen. Betroffen sind nach Angaben von Gesundheitsminister Daniel Salinas Reisende aus China, Südkorea, Japan, Singapur, Iran, Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland.

Neuseeland sagt Gedenkfeier zum ersten Jahrestag von Christchurch-Anschlag ab

In Neuseeland ist die zentrale Gedenkfeier zum ersten Jahrestag des Anschlags auf zwei Moscheen in Christchurch wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Premierministerin Jacinda Ardern erklärte, die Absage mache sie sehr traurig. Das Gedenken an die „schreckliche Tragödie“ dürfe aber nicht dazu führen, „weiteren Schaden anzurichten“. Daher habe ihre Regierung eine „pragmatische Entscheidung“ getroffen und die Gedenkfeier abgesagt. Am 15. März 2019 hatte ein australischer Rechtsextremist in zwei Moscheen in Christchurch 51 Menschen erschossen. Am Sonntag wollte Neuseelands Regierung mit einer zentralen Gedenkfeier der Opfer gedenken.

Kommunalwahlen in Großbritannien werden wegen Coronavirus verschoben

Wegen der Coronavirus-Pandemie sollen die für Anfang Mai geplanten Kommunalwahlen in Großbritannien um ein Jahr verschoben werden. Ein entsprechendes Gesetz werde auf den Weg gebracht, sagte ein Regierungssprecher in London. Die britische Wahlkommission hatte zuvor eine Verschiebung der Wahlen gefordert, da die Ausbreitung des Coronavirus den Wahlkampf beeinträchtigen und viele Wähler an der Stimmabgabe hindern würde. Am 7. Mai sollte auch ein neuer Bürgermeister in London gewählt werden. Amtsinhaber Sadiq Khan wollte sich um eine weitere vierjährige Amtszeit bewerben.

Coronavirus: Donald Trump wird sich wohl doch einem Coronavirus-Test unterziehen

Update vom 13.03.2020, 22.26 Uhr: Der US-Präsident Donald  Trump will sich nach eigenen Worten nun doch „wahrscheinlich“ einem Coronavirus-Test unterziehen. Er könnte einen solchen Test „sehr bald“ machen, sagte er. Trump betonte zugleich erneut, er habe keinerlei Krankheitssymptome.

Trump war vor wenigen Tagen bei einem Treffen mit Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro mit einem von dessen Mitarbeitern in Kontakt gekommen, bei dem das Coronavirus später nachgewiesen wurde. Bisher erklärte das Weiße Haus, ein Test Trumps sei nicht notwendig. 

Unterdessen meldet Frankreich knapp 800 weitere Infektionsfälle mit dem Coronavirus. Damit sei die Zahl der Infizierten auf insgesamt 3661 Fälle gestiegen, teilte der französische Gesundheitsminister Olivier Véran mit. 18 Patienten starben binnen eines Tages an der von dem Virus ausgelösten Lungenerkrankung Covid-19. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer in Frankreich auf insgesamt 79. Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag die Schließung aller Schulen, Hochschulen und Kindertagesstätten im Land angekündigt - mehrere deutsche Bundesländer zogen am Freitag nach.

Coronavirus Sars-CoV-2: Donald Trump ruft nationalen Notstand für die USA aus

Erstmeldung vom 13.03.2020, 21.01 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat in Washington vor dem Weißen Haus den nationalen Notstand ausgerufen. Damit will Trump 50 Milliarden Dollar für den Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 freisetzen. „Wir werden die Bedrohung durch das Coronavirus überwinden“, sagte Trump am Freitagnachmittag (13.03.2020, Ortszeit). Trump versprach, dass damit kommende Woche in den USA bis zu eine halbe Million Coronavirus-Tests zur Verfügung gestellt werden, während weitere Millionen folgen werden.

Bedeutende US-CEOs standen hinter US-Präsident Donald Trump auf der Bühne und schlossen sich seiner Erklärung einer nach dem anderen am Mikrofon an. Auffällig dabei: Donald Trump schüttelt jedem einzelnen trotz der Gefahr einer Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 die Hände - und verstößt damit gegen die Hygiene-Anweisungen in Zeiten der Corona-Krise. „Wascht euch die Hände, nutzt euren gesunden Menschenverstand“, sagte auch US-Vizepräsident Mike Pence bei seiner Ansprache.

Der nationale Notstand gibt der US-Regierung die Befugnis, in Zeiten der Krise Gelder freier an staatliche und lokale Regierungen umzuverteilen. Der Präsident befähigt wegen des Coronavirus-Ausbruchs über den Notstand mit dem sogenannten Stafford Act, der 1988 in Kraft getreten ist, Kommunen dazu, ihre eigenen Katastrophenschutzmaßnahmen zu ergreifen. Das letzte Mal, dass Donald Trump den nationalen Notstand ausrief, war im Februar 2019, als der US-Präsident die Finanzierung seiner Grenzmauer ermöglichen wollte.

Coronavirus Sars-CoV-2: US-Präsident Donald Trump ruft nationalen Notstand aus

US-Präsident Donald Trump hatte sich bereits am Mittwoch (11.03.2020) in einer Fernsehansprache zur Coronavirus-Krise geäußert. Der Auftritt wurde scharf kritisiert. So kündigte Trump ohne Absprache mit der EU ein einmonatiges Einreiseverbot für Reisende aus Europa an, das in der Nacht zum Samstag (14.03.2020) in Kraft tritt. 

Der US-Präsident verkündete zudem fälschlicherweise einen Importstopp für Güter aus Europa und musste kurze Zeit später zurückrudern. Für Kritik sorgte auch, dass er das Coronavirus als „ausländisches“ oder „fremdes“ Virus („foreign virus“) bezeichnete. Ohnehin ist Trumps Krisenmanagement in der Kritik. Der Präsident hatte die Gefahr durch das Virus für die USA lange Zeit kleingeredet. 

In den USA gibt es inzwischen mehr als 1700 bestätigte Infektionsfälle und rund 40 Tote. Die tatsächliche Zahl der Infektionen dürfte deutlich höher liegen. Es fehlt aber an Coronavirus-Tests – einer der wichtigsten Kritikpunkte an der US-Regierung.

Die Coronavirus-Pandemie hat die Welt fest im Griff

Die Coronavirus-Pandemie hat die Welt unterdessen fest im Griff. Immer mehr Länder, vor allem in Europa, das von der WHO zum „Epizentrum der Covid-19-Pandemie“ erklärt wurde, haben sich für drastische Maßnahmen entschieden, um die Ausbreitung von Sars-CoV-2 zumindest zu verlangsamen. Die Schweiz hat den Notstand ausgerufen, Tschechien hat die Grenzen zu Deutschland geschlossen. Dänemark und Polen schließen ebenfalls ihre Grenzen. In Spanien steigt die Zahl der Infizierten rasant - das Land rief am Freitag den Notstand aus. Frankreich und Belgien haben sich ebenfalls zu drastischen Maßnahmen entschieden. Die Türkei schränkt den Flugverkehr weiter ein. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Corona-Pandemie: Das öffentliche Leben in Europa kommt zum Erliegen.

Coronavirus-Pandemie: Zahl der Toten steigt rasant

Besonders schlimm hat es Italien getroffen. Das ganze Land steht still, das Leben für 60 Millionen Menschen wurde massiv eingeschränkt. Am Freitag (13.3.2020) sind bereits weit mehr als 1000 Menschen an der Krankheit Covid-19, die durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöst werden kann, gestorben. Mehr als 15.000 Menschen wurden infiziert.

Deutschland wappnet sich für eine Infektionswelle mit dem Coronavirus Sars-CoV-2. Freitagmorgen haben das Saarland, Berlin und Bayern beschlossen, Kitas und Schulen ab Montag bis zu den Osterferien zu schließen, später folgte Hessen*. Der Besuch von Alten- und Pflegeheimen ist zudem in Bayern auch vonseiten der Regierung untersagt, wie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mitteilte. 

Coronavirus-Pandemie: Appell von Angela Merkel

Am Donnerstagabend (12.03.2020) richtete sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einem eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit. So sollen die Menschen in den nächsten Wochen auf sämtliche Sozialkontakte verzichten, um die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 einzudämmen. „Das ist ein Aufruf an alle“, sagte Merkel. Bislang sind in Deutschland sechs Menschen an Covid-19 gestorben (Stand: Freitag, 13.3.2020, 9.30 Uhr). 

Krankenhäuser sollen für Coronavirus-Patienten freigehalten werden, planbare Operationen sollen verschoben werden. Das soll - soweit medizinisch vertretbar - ab Montag und für unbestimmte Zeit gelten, heißt es in einem Beschluss von Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der Länder.

Coronavirus-Pandemie: Das öffentliche Leben kommt langsam zum Erliegen

In ganz Europa werden Großveranstaltungen abgesagt, das öffentliche Leben kommt zum größten Teil zum Erliegen. Dort sind auch kleinere Veranstaltungsorte, wie zum Beispiel Kinos und Theater, geschlossen. 

Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise hat Präsident Emmanuel Macron die Schließung aller Schulen, Hochschulen und Kindertagesstätten in Frankreich angekündigt. Diese Anweisung gelte ab Montag „bis auf Weiteres“, sagte Macron in einer Fernsehansprache an die Nation. Die Coronavirus-Pandemie sei die „schlimmste Gesundheitskrise, die Frankreich seit einem Jahrhundert erlebt“ habe, so der Staatschef.

Am Mittwoch (11.3.2020) hat der US-Präsident die Grenzen für Europäer geschlossen. Diese Regelung soll vorerst 30 Tage gelten.

Coronavirus-Pandemie: In den USA macht Disneyland dicht

Die Maßnahmen seien nötig, um „die Gesundheit und das Wohlergehen“ der US-Bürger zu schützen, sagte Trump. Er warf der EU vor, nicht ausreichend auf die Ausbreitung von Sars-CoV-2 reagiert zu haben. Die Europäische Union habe es versäumt, nach Ausbruch des Virus ein allgemeines Einreise-Verbot für Reisende aus China zu verhängen. Von China hatte die Pandemie ihren Ausgang genommen. 

Seit Donnerstag (13.03.2020) ist der beliebte Freizeitpark Disneyland in Kalifornien geschlossen. 

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Jörg Carstensen

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