Die Frankfurter Tafel versorgt Bedürftige: Nicht überall sind wegen des Coronavirus noch so viele Lebensmittel zu haben.
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Die Frankfurter Tafel versorgt Bedürftige: Nicht überall sind wegen des Coronavirus noch so viele Lebensmittel zu haben.

Sars-CoV-2

Corona-Hamsterkäufe: Weniger Lebensmittel für die Tafeln

  • Steffen Herrmann
    vonSteffen Herrmann
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Die Tafeln in Deutschland verteilen Lebensmittel an Bedürftige. Doch auch sie leiden unter den Folgen des neuartigen Coronavirus: Es drohen leere Regale.

  • Hamsterkäufe wegen Coronavirus
  • Tafeln in Deutschland spüren Folgen von Sars-CoV-2
  • Weniger Lebensmittel für Bedürftige
Berlin - Die Folgen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 und seiner Ausbreitung in Deutschland sind vielfältig: Betriebe schicken ihre Mitarbeiterinnen nach Hause, die Wartezimmer von Arztpraxen sind überfüllt und viele Regale in den Supermärkten leer.

Viele Menschen decken sich mit weit mehr Lebensmitteln ein, als sie tatsächlich brauchen - aus Angst, sich mit Sars-CoV-2 zu infizieren und mehrere Tage die Wohnung nicht mehr verlassen zu können. Unter diesen Hamsterkäufen leiden die Tafeln in Deutschland - und damit auch bedürftige Menschen.

Coronavirus: Tafel leiden unter Hamsterkäufen

Die Folge der Corona-Hamsterkäufe: Nicht nur in vielen Supermärkten, auch bei den Tafeln in Deutschland bleiben viele Regale leer. Die mehr als 940 gemeinnützigen Einrichtungen in ganz Deutschland sind schlechter mit Lebensmitteln versorgt als üblich. 

Mehrere Tafeln in Deutschland hätten zuletzt deutlich weniger Lebensmittel für die Weiterverteilung an Bedürftige erhalten, sagte der Verbandsvorsitzende Jochen Brühl der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montagsausgabe). Wegen der Vorratskäufe durch viele Kunden bleibe den Supermärkten am Ende weniger Ware, die sie den Tafeln spenden könnten.

Sars-CoV-2: Weniger Lebensmittel für Tafeln in Deutschland wegen Corona

Wegen der Sars_CoV-2 -Hamsterkäufe mussten die Tafeln in den vergangenen Tagen „stark improvisieren“ und konnten weniger Lebensmittel ausgeben. 

Der Verbandschef appellierte an all jene, die Hamsterkäufe getätigt haben: „Wer merkt, dass er doch zu viele lang haltbare Vorräte gekauft hat, kann sich gerne an die Tafel in seiner Stadt wenden.“

Coronavirus: Tafeln bitten um Spende der Hamsterkäufe

Die mehr als 940 Tafeln in Deutschland versorgen nach eigenen Angaben regelmäßig 1,6 Millionen Menschen mit Lebensmitteln. Dazu sammeln sie übrig gebliebene Lebensmittel aus Handel und Gastronomie ein.

Die Lebensmittelausgabe ist das Kerngeschäft der Tafeln und regional unterschiedlich organisiert. Viele Tafeln machen darüber hinaus noch mehr: Entsprechend dem Bedarf und den Möglichkeiten vor Ort bieten sie ihren Kundinnen und Kunden Kleidung, Haushaltswaren, Möbel sowie zusätzliche Leistungen an – vom Bringdienst über einen warmen Mittagstisch bis zur Kinderbetreuung.

Von Steffen Herrmann mit AFP

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