Coronavirus: Touristen mit Schutzmasken in Frankfurt (Symbolbild).
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Coronavirus: Touristen mit Schutzmasken in Frankfurt (Symbolbild).

Flug aus China

Coronavirus: Rückkehrer aus Wuhan landen in Frankfurt

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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  • Jakob Maurer
    Jakob Maurer
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Wegen der Ausbreitung des Coronavirus werden rund 100 Deutsche nach Frankfurt ausgeflogen. Dort werden sie „unter Quarantänebedingungen“ untergebracht.

  • Rund 100 Deutsche werden wegen dem Coronavirus aus Wuhan nach Frankfurt ausgeflogen
  • Menschen werden „unter Quarantänebedingungen“ untergebracht
  • Frankfurt: Mediziner begleiten Flugpassagiere

Frankfurt - Der Flughafen Frankfurt wird das Ziel der rund 100 Deutschen sein, die die Bundesregierung wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus aus China ausfliegen wird. Das habe Berlin so entschieden, sagte die Staatssekretärin im hessischen Sozialministerium Anne Janz am Mittwoch in Frankfurt. Die Behörden gingen davon aus, dass es sich um Personen handelt, die nicht erkrankt sind - zumindest bis zum Einstieg. Mediziner begleiten die Reisenden aus Wuhan.

Bei ihrer Ankunft würden die Passagiere untersucht, anschließend „zentral betreut und versorgt“. Konkret bedeutet das, sie werden wegen einer möglichen Ansteckungsgefahr „unter Quarantänebedingungen“ untergebracht. Wo genau, das steht noch nicht fest. Details würden noch mit Berlin geklärt, sagte Janz. Wahrscheinlich sei, dass die Landung am Donnerstag stattfindet.

Frankfurt: Coronavirus zwingt Menschen in Quarantäne

Bis die Ausgeflogenen aus der Quarantäne entlassen werden, könnten zwei Wochen vergehen. So lange ist die Inkubationszeit des Virus.

Frankfurt, sagte Gesundheitsamtsleiter René Gottschalk, habe in der Vergangenheit bereits Erfahrung mit Sars, Ebola oder Lassa gesammelt. Also mit Krankheiten, die wesentlich gefährlicher seien, als das neue Coronavirus. „Ich hätte vor den Masern mehr Angst.“ Sollte eine Person sich infiziert haben, müsse sie auch nicht auf die Sonderisolierstation der Frankfurter Uniklinik. Die getrennte Unterbringung in einem Einzelzimmer sei ausreichend, sagte der dort tätige Infektiologe Timo Wolf.

Ein Sprecher der Lufthansa versicherte, man stehe in ständigem Kontakt mit den zuständigen Behörden in Deutschland und China. Die ausgesetzten Flüge der Fluggesellschaft British Airways gehen laut Lufthansa auf eine Reisewarnung der britischen Regierung für das gesamte chinesische Festland zurück. Das britische Außenministerium hatte am Dienstag von „allen außer unbedingt notwendigen Reisen“ nach China abgeraten.

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Frankfurt: Lufthansa reagiert auf Coronavirus

Die Lufthansa orientiere sich an den Vorgaben des deutschen Auswärtigen Amtes, erklärte der Sprecher. Da dort weiterhin nur eine Warnung für Reisen in die Provinz Hubei gelte, in der sich die unter Quarantäne gestellte Millionenstadt Wuhan befindet, würde Lufthansa ihr Flugaufkommen nach China nicht einschränken. Wenn die Warnung erweitert würde, würde man entsprechend reagieren.

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Der Lufthansa-Sprecher ergänzte: „Wir bemerken, dass viele Reisende ihre Flüge verschieben oder canceln.“ Demnach hätten deutsche wie chinesische Reiseveranstalter in den vergangenen Tagen Angebote wie Gruppenreisen von China nach Deutschland und umgekehrt aus ihrem Programm genommen. Auch bei Geschäftsreisenden merke man einen Rückgang.

VON JAKOB MAURER UND JUTTA RIPPEGATHER

An Bord einer Lufthansa-Maschine hat es einen Coronavirus-Verdachtsfall gegeben. An dem am Mittwochmorgen in Nanjing gelandeten Flug LH780 aus Frankfurt hatte auch ein Mann teilgenommen, der von den chinesischen Behörden als Risikofall eingestuft wurde, bestätigte das Unternehmen in Frankfurt.

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