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Corona

Coronavirus: RKI warnt vor wachsender Gefahr durch Kontakte

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
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Die Corona-Fallzahlen in Deutschland steigen zunehmend. Das RKI warnt daher vor einer erhöhten Ansteckungsgefahr und weist auf den Schutz durch die Impfung hin.

Frankfurt – Weil sich das Coronavirus* zuletzt wieder stark in Deutschland verbreitet hat, warnt das Robert Koch-Institut (RKI) vor einem wachsenden Risiko von Ansteckungen. „Bei den gegenwärtigen Sieben-Tage-Inzidenzen besteht eine zunehmende Wahrscheinlichkeit infektiöser Kontakte“, heißt es im jüngsten Wochenbericht des RKI von Donnerstagabend (28.10.2021), so die Deutsche Presse-Agentur.

Eine Impfung gegen Covid-19 werde „dringend empfohlen“. Auch sollte man auf den vollständigen Impfschutz achten und sich auch die zweite Spritze geben lassen, die bei fast allen Corona-Impfstoffen* vorgesehen ist.

Coronavirus in Deutschland: RKI warnt vor erhöhter Ansteckungsgefahr

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen* erhöhte sich am Freitag (29.10.2021) auf einen Wert von 139,2. Dies teilte das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mit. Am Vortag hatte die Inzidenz bei 130,2 gelegen, vor einer Woche bei 95,1. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Menschen innerhalb von sieben Tagen an.

Wer leichte Symptome habe, solle zu Hause bleiben und sich testen lassen, möglichst mit PCR, twitterte das RKI. Das gelte auch für Geimpfte. Nicht notwendige Kontakte sollten reduziert und die Verhaltensregeln zum Schutz vor Infektionen konsequent eingehalten werden.

Verbreitung des Coronavirus: RKI weist auf Auffrischungsimpfung hin

Die Personengruppen, denen von der Ständigen Impfkommission eine Auffrischungsimpfung empfohlen* wird, sollten zudem auch diese Möglichkeit in Anspruch nehmen, so das RKI. Bei der Auffrischungsimpfung handelt es sich meist um die dritte Impfung. Sie soll frühestens sechs Monate nach der Grundimmunisierung erfolgen. Bisher wird die Booster-Impfung von der Stiko für Menschen ab 70 Jahren und Personen in medizinischen und Pflegeeinrichtungen empfohlen.

Die Gesundheitsministerinnen und -minister der sechzehn Länder haben jedoch kürzlich im Einvernehmen mit Jens Spahn*(CDU*) entschieden, dass eine Empfehlung der Stiko nicht nötig ist, um eine Auffrischungsimpfung zu erhalten. „Personen, bei denen nach einer vollständigen Impfung möglicherweise keine ausreichende oder eine schnell nachlassende Immunantwort vorliegt“ sollen eine Auffrischimpfung angeboten bekommen. So heißt es auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums.

Das RKI empfiehlt dringend: impfen, testen und Kontakte reduzieren. (Symbolbild)

Steigende Fallzahlen in Deutschland: RKI weist auf „ausgeprägten Effekt“ der Corona-Impfung hin

In den vergangenen Wochen sei der Anteil Geimpfter kaum noch gestiegen, hält das RKI fest. Unter Berufung auf eigene Berechnungen hieß es jedoch, dass ein „ausgeprägter Effekt“ der Corona-Impfung zum Verhindern von Covid-19-Erkrankungen und -Krankenhausaufnahmen in Deutschland belegt sei. Das RKI verglich dazu die jeweiligen Inzidenzen in der ungeimpften und der vollständig geimpften Bevölkerung.

Das Ergebnis sei gewesen, dass in der geimpften Bevölkerung sowohl die wöchentliche Inzidenz der Fälle mit Symptomen als auch die Inzidenz der Krankenhausaufnahmen deutlich unter den jeweiligen Werten der ungeimpften Bevölkerung gelegen habe, hieß es. Dies gelte für die beiden analysierten Altersgruppen (18 bis 59 und ab 60 Jahre) und im gesamten Untersuchungszeitraum von Mitte Juli bis Mitte Oktober.

RKI schlägt Alarm: Deutlicher Anstieg der Inzidenzen in allen Altersgruppen

Der steigende Trend der Sieben-Tage-Inzidenzen sei in allen Altersgruppen zu beobachten. Auch bei Älteren seien sprunghafte Anstiege sichtbar. Bei den Menschen über 90 etwa stieg die Sieben-Tage-Inzidenz im Wochenvergleich von 63 auf 108. Auch in Alten- und Pflegeheimen und medizinischen Einrichtungen habe es wieder einen deutlichen Anstieg gegeben, hieß es. „Die diesjährigen Fallzahlen sind deutlich höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.“

Das RKI betont seit dem Sommer, dass es für Herbst und Winter steigende Zahlen erwartet. Seit zwei Wochen steigt die Sieben-Tage-Inzidenz kontinuierlich an. Am vergangenen Freitag (22.10.2021) hatte der Wert erstmals seit Mai wieder die Marke von 100 überschritten. (Anna Charlotte Groos mit dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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